Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Platen und Ludwig Knapp
Gemeente
:   Fürth im Odenwald
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6602-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Fürth im Odenwald in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

41 Die Feuerwehr ist um 1936 auf dem Marktplatz angetreten. Den Hintergrund bilden die Anwesen Küferei Ruppling und Amtsgericht. Von links, obere Reihe: Rudi Walter,

Adam Keil, Karl Schmitt, Hans Malsch, Nikolaus Maser, JosefBrom, Johannes Maser, Hans Zeiß, Philipp Unger und Fritz Klein. Mittlere Reihe: Hans Kilian, Bernhard Kilian, Karl

Holz, Hans Keil, Georg Jakob, Jakob Clemens, Adam Wolk, Georg Fischer, Peter Hörr und Georg Fath. Untere Reihe: Adam Lautensack, Georg Lammer, Franz Jakob, Josef Rupp-

ling, Franz Brom, Adam Knapp, Iohann Keil, Philipp Bormuth, Georg Helferich, Willi Eger, Ludwig Lammer, unbekannt.

42 Der seitjahrhunderten als Markt für die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern, die nicht selbst hergestellt werden konnten, bestehende Johannismarkt war, wie auch die weiteren Fürther Märkte, nach dem Ersten Weltkrieg eingegangen. Als 1936 durch den Abriss des Gasthauses 'Zum Halben

Mond' der Marktplatz und damit ein passender Festplatz entstand, hat man den Johannismarkt als großes Volksfest wieder eingeführt. Die aufwendig gestalteten Festzüge, die sonntags (bis vor wenigen Iahren auch montags!)

durch die Straße ziehen, sind ein Anziehungspunkt für Besucher, wie dies auch auf diesem Bild zu erkennen ist, das vermutlich 1936 aufgenommen wurde. Rechts erkennt man

die Alte Schule, daneben das von Leonhard Gehbauer 1896 als Kaiserliches Postamt erbaute Haus, das seit 1908 die Schreibwarenhandlung Valentin beherbergt. Die Häuser sind

mit Fahnen geschmückt, deren Symbole auf uns heute negativ wirken. Aber auch das gehört, leider, zu unserer Geschichte.

43 Ausflug der Gemeindeverwaltung 1950. Das am Niederwalddenkmal über Rüdesheim am Rhein aufgenommene Bild zeigt die Bediensteten und von manchen die Lebensgefährten: 1 Anna Reichard,

2 Katharina Kilian, 3 Karl Reichard, 4 Hilde Gern,

5 Maria Brom, 6 Stefanie Schubert, 7 Bürgermeister Georg Berg, 8 dessen Frau Maria geb. Wiegand, 9 Barbara Dörsam, 10 Katharina Brom, 11 Heinrich Lennert, 12 Frau Lautensack,

13 Karl Ohnacker, 14 Gertrud Bormuth, 15 Katharina Dörsam, 16 Jean Dörsam, 17 Frau Ohnacker, 18 Franz Brom, 19 Emilie Friede, 20 Georg Kilian, 21 Eddy Gern, 22 Herr Blessing (AOK), 23 PeterStalf, 24Adam Brom, 25 Josef Eisenhauer, 26 Gregor Dörsam (1971-1996 Bürgermeister in Fürth), 27 Franz Friede, 28 Richard Bauer, 29 Adam Bormuth, 30 Karl Kalt (nicht der Küster), 31 Adam Lautensack, 32 Ludwig Eger.

44 Adam Müller-Guttenbrunn (1852-1923) wurde in Guttenbrunn (im Banat, damals ÖsterreichUngarn, heute Rumänien) geboren und starb in Wien. Dort hatte er die meiste Zeit seines Lebens verbracht, war unter anderem Schriftsteller und Theaterdirektor. Was hat das mit Fürth zu tun? Nun, seine Vorfahren stammen aus Fürth, wie auch die meisten Bewohner des Dorfes Guttenbrunn aus dem vorderen Odenwald stammen. Durch gezielte Ansiedlung war das Banat in drei großen Zügen (1723124, 1744-1772 und 17821787) mit Deutschen besiedelt worden. Mit dem Erstarken des ungarischen Volkstums im 19. Iahrhundert war die deutschstämmige Bevölkerung in ihrer Identität bedroht. Gegen

diese Strömungen wandte sich Müller-Guttenbrunn in seinen Schriften und Büchern und gab seinen Landsleuten damit einen Halt.

45 Professor Emil Männer aus Weinheim hatte 1927 während einer Forschungsreise ins Banat die Herkunft der Guttenbrunner Bevölkerung aus dem Odenwald und zum nicht unbedeutenden Teil aus Fürth festgestellt. Die daraufhin zwischen Fürth und Guttenbrunn geknüpften Verbindungen führten zur Aufstellung eines Gedenksteines an der Postkreuzung (im Frühjahr 1998 wurde der Stein in die Anlage versetzt, in der auch die Gedenksteine für die Opfer der Kriege stehen). Die Feierlichkeiten fanden vom 3.-6. Juni 1934 statt, wobei auch eine Abordnung aus Gut-

tenbrunn zugegen war. Hier sieht man den Guttenbrunner Bürgermeister Klotz bei seiner Ansprache. Links kann man in Uniform den Fürther Bürgermeister Michael Rettig er-

kennen, rechts daneben

( dunkel gekleidet) Professor Emil Männer. Das Haus rechts oben ist die Bahnhofswirtschaft, heute 'Da Pino". In der Bildmitte mit dem großen Schornstein

sieht man die damals hier bestehende Molkerei. Dort wo vor dem Schornstein der Baum zu sehen ist, steht heute die JohannisApotheke.

46 Motive aus Ellenbach zieren diese Postkarte, die wohl kurz nach 1900 entstanden ist. Oben die öffentlichen Gebäude, die Bürgermeisterei, die das Wohnhaus des von 1902 bis 1933 amtierenden Bürgermeisters Nikolaus Riebel war (heute Schlierbaeher Straße SO) und die Schule, die 1887 erbaut, bis 1971 als solche diente. Direkt an der Gemarkungsgrenze, aber auf der Fürther Seite, lag die Eselsmühle, die von 1 837 bis 1926 betrieben wurde. Dann wurde das hier abgebildete Gebäude bis auf den Kellerstock abgerissen. An der Stelle, an der das Mühlrad einst gelagert war, schaut heute noch der Wellbaum, eingebunden in ein aufgemaltes Bild, aus der Wand heraus. Heute werden auf dem Grund-

stück eineTöpferei und eine Gastwirtschaft betrieben. Michael Bitseh, der die Kosten dieser Postkarte vermutlich bezahlte, betrieb die Gastwirtschaft 'Zum Hirsch' von 1892 bis 1 92 O. Sie wird heute von seinem Urenkel geführt.

47 Die vor dem kleinen Hoftor des Bauernhofs Gärtner in Erlenbach gemachte Aufnahme zeigt J 0hannes Steinmann II, geb. 21. Juni 1859 in Erlenbach, und seine Ehefrau Eva Elisabetha geb. Schneider (Rets). Die Eltern von Johannes sind Iohann Philipp Steinmann, geb. 24. August 1833 in Erlenbach, und Eva Elisabeth geb. Meister. Die Eltern von Eva Elisabetha (Äiwelis): JohannAdam Schneider, Erlenbach (Rets), geb. 1816 in Ellenbach, und Katharina geb. Rettig, Erlenbach. Die Landwirtschaft des Ehepaares Steinmann übernahmen 1908 Schwiegersohn Adam Wolf I, geb.

9. Juli 1877 in Erlenbach (Werts), und seine Verlobte Elisabetha Steinmann (Stoamanns Lissel) . Nach dem Tod van Adam Wolf I am

25.April1912 übernahm seine Witwe das Gut, und nahm ihren Mädchennamen wieder an. 1932 verkaufte sie an Iohann Michael Bitsch in Erlenbach (Großjörgels) und seine Ehefrau Christine geb. Arras die Hofreite und einen Teil der Ländereien. Den anderen Teil der Ländereien kauften Peter Rettig in Erlenbach (Rets) und seine Ehefrau Katharina geb. Marquard. Die Hofreite der Steinmanns befand sich auf der unteren Hälfte des Anwesens des heutigen Kfz-Meisters Peter Bitsch in Erlenbach (Großjörgels).

48 Hochzeit 'in's Scholze' in Erlenbach. Georg Bitsch (1892-1982) heiratet

1920 Margaretha Bitsch (1891-1951) ausErlenbach (Großj örgels). Das den Hintergrund bildende Fachwerkhaus ist das Elternhaus des Bräutigams und steht unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses in Erlenbach. Es wurde 1897 von Georgs Vater Johann Martin Bitsch und dessen aus Hiltersklingen stammender Ehefrau Margaretha geb. Neff erbaut. Nur wenige Personen auf dem Bild sind noch bekannt. Links neben dem Brautpaar ist ihre Mutter zu sehen, unter dieser seine Mutter. Rechts unterhalb des Bräutigams befindet sich sein Vater. Georg

Bitsch war der letzte Erlenbacher, der aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrte. Zu

diesem Anlass wurde ihm eine Ehrenpforte errichtet, an der ihn der Gesangverein mit einem Ständchen empfing.

49 Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieser vollgummibereifte Lastwagen angeschafft und im Erlenbacher Steinbruch eingesetzt. Das 1929 entstandene Bild zeigt wohl die stolzen Fahrer, von links Eger, Kriegbaum und Adam Trautmann. Die beiden ersten sind keine Erlenbacher, Adam Trautmann ist der Vater des heutigen Ortsvorstehers und Wirtes Georg Trautmann. Neben seiner Tätigkeit im Steinbruch übte er das Friseurhandwerk aus. Der Lastwagen war von der Firma Mannesmann gebaut. Das Nummernschild trägt die Buchstaben 'VS', 'V' steht für 'Volksstaat Hessen', 's: für 'Starkenburg' , das heißt für den Bereich Hessens südlich des Mains. Der Steinbruch wurde um die Jahrhundertwende eröffnet

und besteht heute noch. Fast hundertjahre lang war er im Besitz der Firma 'Syenit- Werk-Erlenbach'.

50 Um 1938 entstand dieses Bild der Familie Pfeifer /Bitsch, die das Gasthaus 'Zum Adler' in Erlenbach besitzt. Es zeigt sitzend links Katharina Pfeifer geb. Schneider, geboren 1865 in Erlenbach (Rets), aufihrem Schoß ihr Urenkel Peter Bitsch (* 1 936) , der jetzige Besitzer des Anwesens. Rechts sitzt ihr Ehemann Iohann Georg Pfeifer, geboren 1863 in Erlenbach. Hinter ihnen stehen von links Eva Bitsch geb. Pfeifer, ihr Gatte Peter Bitsch IV, der Sohn Dr. Peter Bitsch, dann die Schwiegertochter Barbara Bitsch geb. Rettig und deren Ehemann Georg Bitsch Ill. Beide Söhne wurden Opfer des Zweiten Weltkriegs. Dr. Peter Bitsch fiel in Russland, Georg Bitsch III gilt seit 1945 als vermisst.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek