Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Platen und Ludwig Knapp
Gemeente
:   Fürth im Odenwald
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6602-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fürth im Odenwald in alten Ansichten'

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5 1 Beim Pflügen, die Odenwälder sagen 'Zackerri', auf dem Feld sieht man hier Adam Pfeifer (1921-1992) am Pflug. Die Familie Pfeifer betrieb neben ihrer Schmiede eine kleine Landwirtschaft. Links steht der Großvater Adam Pfeifer IV (1 8661944), der alte 'Hesseschmied', wie man diese Familie im Dorf nannte. Die Kühe sind mit dem Joch (auch Stirnplatte genannt) angeschirrt und nicht wie später mit dem Kummet. Neben ihrer Leistung als Zugtiere erwartete man von ihnen auch noch eine gute Milchleistung, was aber nach harter Arbeit nicht immer der Fall war.

Der Junge rechts ist unbekannt. Der hier noch junge Adam Pfeifer hat sich später um die Erforschung der Geschichte von Erlenbach sehr verdient gemacht.

52 Um 1940, als der Zweite Weltkrieg noch nicht seine Opfer gefordert hatte, ist dieses Bild entstanden. Es zeigt die Familie Arnold aus der Waldstraße 8 in Fahrenbach, die man unter Einheimischen auch 'Meierers ' nennt. Dieser Hausname geht zurück auf die Vorfahren und Vorbesitzer des Hauses, Stefan (1732-1814) und Iohannes (1770-1834) Hönig, die von BerufMaurer waren. Von links nach rechts haben sich hier aufgereiht: Georg Arnold (*1903) mit Ehefrau und den Kindern Rosemarie und Karola, Anna Helbig (Schwester zu Magdalena, s.u.), Josef Arnold (* 1911, gefallen 1942), Maria Ar-

nold (*1914),AdamArnold III (Vater, * 1 866) , Peter Arnold (* 191 0, vermisst), Katharina Arnold geb. Müller (Mutter,

* 18 75), Nikolaus Arnold IV (*1900, vermisst) und

Magdalena Arnold geb. Helbig (* 1914, 'Meieres Lissel') mit Ehemann Adam Arnold (* 1908) . Das Wohnhaus wurde 1960 durch einen Neubau ersetzt.

53 Auch auf diesem Hof, Waldstraße 1 in Fahrenbach, sind die Vorfahren namensgebend. Diesmal nicht mit dem Beruf, sondern mit dem Namen.

"s Linke' nennt man die Hausbewohner nach dem Vorbesitzer Iohann Peter Link (1794-1863).Hier sind zu sehen: Katharina Dörsam geb. Eckstein

(* 18 8 7 in Mörlenbachl Groß-Breitenbach, 3. van rechts), rechts von ihr stehen ihreTöchter Margaretha Dörsam (* 1914, 'Linke Gretel') und Maria Dörsam (* 1911 , 'Linke Marie '). ganz links mit der dunklen Weste steht Josef Dörsam (* 19 12 , vermisst), dann Lorenz Dörsam (* 1909, gefallen 1945). Der Mann

in der Bildmitte ist ein Knecht auf dem Hof, dessen Name unbekannt ist. Der Ehemann von Katharina Dörsam, Johannes Dörsam II, war im Ersten Welt-

krieg gefallen. Das 1710 erbaute Wohnhaus musste 1970 einemNeubau weichen.

54 LorenzWagner (18001875) ist der erste Besitzer auf dem Hofin derWaldstraße 21 in Fahrenbach, der den Beruf des Wagners ausübte. Sein Schwiegersohn Adam Breier I (*1837) sowie dessen Sohn Adam Breier II (*1869) führten dieseTradition fort. Bis 1975

wurde hier eine Wagnerwerkstatt betrieben. Zuletzt hat der Hofbesitzer Adam Breier III (1894-1975), verheiratet mitAnna Margaretha geb. Jäger, sowie sein Bruder JosefBreier

(* 19 04) dieses Handwerk ausgeübt. Josef, der später nach Mommenheiml Rheinhessen verzog, ist hier mit seinem Sohn Erwin zu sehen. Er treibt die Speichen für ein Wa-

genrad in die Nabe. Die Nabe wurde vorher in Wasser weich gekocht und mit zwei provisorisch angebrachten Eisenringen gegen Zerspringen gesi-

chert. Die Speichen wurden leicht schräg eingesetzt. Dadurch bekam das Rad einen Sturz und konnte seitliche Belastungen besser aufnehmen.

55 Ein idyllisches Bild zeigt sich hier. Es scheint Feierabend zu sein und man hat Zeit für ein Schwätzchen. Vor dem Haus Waldstraße 6 (früher Jäger, jetzt Kohl) in Fahrenbach sitzen die Eltern und die jüngeren Kinder. Auf dem Holzsteg, der den Fußgängern ein Überqueren des Baches trockenen Fußes gestattete, haben die Jugendlichen Platz genommen. Oberhalb des Steges befindet sich die Furt für pferde- und Kuhfuhrwerke. Vor dem Wohnhaus wird ein Pferd am Brunnen getränkt. Dieser wurde von einer Quelle in der Hofwiese mittels Dolenleitung gespeist. Die Hofreite wurde noch lange Zeit nach Errichtung einer öffentlichen

Wasserleitung (1910) über die eigene Quelle mit Wasser versorgt. Die Aufnahme entstand um 1920. Der Holzsteg wurde in den Iahren um 1936 durch eine befahrbare Stahlbetonbrü-

cke ersetzt. Nach Verdolung der Fahrenbach im Iahre 1968 wurde die Brücke wieder beseitigt. Im Hintergrund sieht man das schon bei Bild Nr. 52 erwähnte Haus Waldstraße 8.

56 Seit 1836 ist die Familie Dörsam in Fahrenbach Besitzer des 1832 erbauten Hauses Wendelinusstraße Nr. 3. Nach Peter Dörsam (* 1 805 in Lörzenbach) , der von BerufSchneider war, erhielt das Haus den Namen 'Peter-Schneiders'. Sein Sohn Jakob, dann dessen Bruder Adam, Iakobs Sohn Joseph und dessen Sohn Peter Joseph sind die Nachfolger auf dem Hof, den heute Karl Dörsam besitzt. Der landwirtschaftliche Betrieb ist aus Altersgründen und mangels übernahmewilliger Nachfolger eingestellt. Zu sehen sind auf dieser wohl im Herbst 1941 entstandenen Aufnahme, jeweils von links, die Erwachsenen:

Margaretha Dörsam geb. Breier (1901-1949), Joseph Dörsam I (18731955), Peter Joseph Dör-

sam (1901-1967), Eva Maria Dörsam geb. Bauer (1875-1942); die Mädchen: Veronika, Gertrud

( eine Kusine der anderen Kinder) und Maria; die Jungen: Gregor (19711996 Bürgermeister in Fürth), Albert und Karl, der derzeitige Hausbesitzer.

57 Dort wo man van Fürth her kommend in Lörzenbach nach links in Richtung Rimbach abbiegt, befindet sich rechts ein freier Platz, eine kleine Grünanlage. Dort stand der auf dem Bild unten zu sehende Hof, dessen Eigentümer die Familie Müller war. Vater und Sohn übten über fünfzig Iahre hinweg das Amt des Bürgermeisters in Lörzenbach und Fahrenbach aus. Auf dem Bild rechts sieht man sitzend: Johannes Müller (1841-1924), Bürgermeis-

ter van 1 885 bis 1 9 19, und seine Ehefrau Margaretha geb. Knapp (1843-

1 9 12). Stehend den Sohn JosefMüller (1873-1958), Bürgermeister von 1919 bis 1935, und seine Ehefrau Katharina geb. Müller (1876-1971).Die 1842 eingerichtete und damals von Fürth getrennte Bürgermeisterei LörzenbachFahrenbach wurde 1935 aufgelöst und die beiden Gemeinden wurden im Zuge einer Verwaltungsreform wieder der Bürgermeisterei Fürth unterstellt.

58 Die Haltestelle Lörzenbach/Fahrenbach der

1895 in Betrieb genommenen Eisenbahn Weinheim-Fürth bietet sich hier dem Betrachter noch ohne das später erbaute - und

heute wieder abgerissene Bahnhofsgebäude. Lediglich ein einsames Schild weist auf die Haltestelle hin. Nicht weit davon hat der aus Steinbach stammende Johannes Hölzing

an der Verbindungsstraße Lörzenbach -Fahrenbach ein Haus gebaut, in dem er 1898 seine Wirtschaft 'Zur Haltestelle' einrichtete. Seine Nachfahren betreiben die 'Gaststátte Hölzing'

heute noch. Im Hintergrund dieser Postkarte sieht man die Häuser von Fahrenbach.

59 Sollte man beim Anblick dieser finsteren Gesellen nicht Angst bekommen? Nun, dies wäre unbegründet, denn es handelt sich bei den hier abgebildeten Personen um die Spielschar Lörzenbach, die aufInitiative des Lehrers Heinrich Burk im April 1921 den 'Freischütz' aufführten. Es sind dies (jeweils von links), untere Reihe: Leonhard Eck, Martin Fleschhut, GeorgWeinkötz, Käthe Berg geb. Knapp, Maria Dörsam (1903-1996), unbekannt. Mittlere Reihe: Valentin Brecht, Leo Dörsam, Ludwig Schaab, Hans Fleschhut, Käthe Bormuth geb. Fleschhut, Dina Fleschhut, Maria Fleschhut und Else Eisenhauer geb. Fleschhut.

Obere Reihe: unbekannt, Adam Schmitt aus Rimbach, unbekannt, Nikolaus Fleschhut, Peter Fleschhut (Spengler's Päire), Heinrich Burk und Herr Rees vom Theater in Darmstadt.

60 Um 1914 wird wohl dieses Bild entstanden sein, das eine der beiden Krumbacher Schulklassen vor der 1910/11 erbauten Schule zeigt. Die Schüler/innen sind zwischen 1 902 und 1906 geboren:

1 Franz Bormuth, 2 Karl Keil, Brombach, 3 JosefDörsam, 4 Adam Schmitt, 5 Jean Schmitt, 6 Gertrud Unger, 7 Katharina Helferich, 8 Katharina Knapp, Brombach (verh. Gölz, Elsbach), 9 Martin Schmitt, 10 Jakob Schalk, 11 Georg Schütz, 1 2 Peter Schmitt, 13 Peter Winkler, 14 Georg Schmitt, 15 Martin Schütz, 16 Hans Keil, Brombach, 17 Helmut Schmitt, 18 Martin Unger, 19 Lehrer Ewald Falls, 20 Ernst Keil, 21 Adam Schmitt, 22 Leonhard Unger, 23 Nikolaus Lannert, 24Anna Schmitt, 25 Barbara Arnold, 26 Elisabeth Knapp, 27 Maria Schütz, 28 Marga-

retha Helferich, 29 Christine Strohmenger, 30 Katharina Unger, Brombach, 31 Elisabeth Keil, 32 Margaretha Unger, 33 JosefKnapp, 34Adam Wagner, 35 Heinrich Unger (später in Fürth Wirt 'Zum Grünen Baum'}, 36 JosefHelferich, 37 Adam Eisenhauer, 38 Hans Unger, 39 Hans Schütz, 40 Heinrich Weidmann, 41 Katharina Weidmann, 42 Adam Winkler, 43 Maria Unger, Brombach, 44 Katharina Arras, 45 Barbara Strohmenger, 46 Elisabeth Knapp, 47 Elise Knapp, Brombach (verh.Wagner, Krumbach), 48 Maria Blesing, 49 Katharina Bott (verh. in Lindenfels ), 50 Elisabeth Lannert, 5 1 Katharina Arnold, 52 Katharina Katzenmeyer, 53 Anna Schmitt, 54 Eva Wagner und 55 Margaretha Schmitt.

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