Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Platen und Ludwig Knapp
Gemeente
:   Fürth im Odenwald
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6602-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fürth im Odenwald in alten Ansichten'

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61 Der Wagen ist fertig zur Ausfahrt, die Heuernte 1933 kann beginnen. Bei den pferden steht Adam Eisenhauer (1908-1936), auf der Treppe seine Schwester Eva (19091983, später verh. Emig), die beiden jüngsten Geschwister des Bauern Philipp Eisenhauer (18991966). Das Haus wurde 1857 anstelle eines älteren erbaut. Der Bauherr Lorenz Eisenhauer hat die Kostenaufstellung in sein Hausbuch eingetragen und dabei vermerkt: 'Den 26ten März wurde das alte Haus abgerissen und den 14ten Mai wurde das neue Haus aufgeschlagen und den 24ten Juli sind wir in Gottes Namen eingezogen.' Das für die Odenwälder Häuser charakteristische steile Dach ist heute durch ein flacheres ersetzt.

62 Um sich die schwere Arbeit des Dreschens zu erleichtern, erwarben sechs Krumbacher Bauern 1910 eine Dreschgarnitur, zu der auch das hier im Hof des Gasthauses 'Rosenhöhe' stehende Lokomobil gehörte. Man gab sich die 'Statuten der Dreschgesellschaft Krumbach' wo es unter anderem heißt: 'Die von den Unterzeichneten im Septbr. 1910 gekaufte Dreschgarnitur, welche für 10800 Mk. gekauft wurde, wird durch ein durch die Gesellschaft aufgenommenes Kapital am 31. Dzbr.

1 91 0 bar bezahlt und steht jedem Teilhaber 1/6 Anteil an der Dreschgarnitur zu. Für das aufgenommene

Kapital haben sämmtliche Mitglieder mit ihrem Vermögen zu haften.' Die Dampfdreschmaschine war von der Firma Badenia in Weinheim hergestellt und hatte als Ausstellungsstück

auf der Weltausstellung 1910 in Brüssel eine Goldmedaille errungen. Die Krumbacher Gesellschaft bediente damit einen Kundenkreis, der bis vor die Tore von Worms reichte.

Die Fortbewegung der Maschine, die durch pferde erfolgte, war allerdings recht umständlich und mühselig.

63 Gruppenbild um 192 8 im Hof des Anwesens Arnold/Emig im 'Badischen Eck' in Krumbach. Das Fachwerkhaus hat sich im Lauf der Iahre gesenkt und der untere Stock wurde durch Mauerwerk ersetzt. Der Kellerschlussstein trägt die Iahreszahl 1733, was auch für den Fachwerkaufbau gelten mag. 1969/70 wurde das Haus abgerissen und an seiner Stelle ein neues erstellt. Aus dem Fenster schauen die Besitzer Georg Arnold (1 887 1958), die Tochter a) Barbara Arnold (* 1917, verh. Helmling, Fahrenbach) und die Ehefrau Gertrud geb. Berg (1890-1959). Die Kinder von links nach

rechts sind: b) Gertrud Arnold (*1920, verh. Blaser), c) JosefArnold (*1923), Katharina Berg (verh. Dörsam), d) Elisabeth Arnold (* 1914, verh. Emig), Georg Arnold (1 92 2-

1 944, t in Russland) , Peter Arnold (*1924), Maria Arnold (*1925, verh. Schmittinger, Ober-Liebersbach), JosefUnger (gefallen), Eisa Fischer (* 19 15) , Hans Bender (* 1 926, aus Die-

burg) und Albert Fischer (* 1 9 14 , gefallen). Die mit a-d bezeichneten Kinder gehören zur Familie der Hofbesitzer, die anderen zur Nachbarschaft.

64 Das 1958 abgerissene Haus Hildenbeutel in Krumbach, Ecke Seehofweg-Im Ort, galt damals als das älteste Haus des Ortes. Die Art seines Fachwerkaufbaus lässt eine Bauzeit um 1700 vermuten. Vor dem Haus haben sich (von links) Elisabeth Blesing, Adam Hildenbeutel, Mutter Franziska Hildenbeutel (1879-1956), Hans Hildenbeutel, Karl Keil (1925-92, später Fürther Straße 7), dessen Mutter Eva Keil geb. Hildenbeutel (* 1 908) , Eva Blesing (1883-1963) und Hans Blesing aufgestellt. Eva Blesing, genannt 'Ev' war schon in frühester Kindheit an Rachitis erkrankt und dadurch schwer behindert. Ihren kargen Lebensunterhalt verdiente sie sich als Schuldienerin. Als zwei ihrer

Schwestern starben und je einen unmündigen Sohn hinterließen, nahm sie die beiden Buben zu sich und sorgte trotz ihrer bescheidenen Verhältnisse für deren Erziehung.

65 DerTurnverein Krumbach (Vorgänger des heutigen TSV) erbaute 1929 unterhalb der 'Brombacher Mühle' an der Weschnitz ein Schwimmbad, dessen Becken heute als Fischteich genutzt wird. Das Kassenbuch desVereins verzeichnet für 192 9 und die folgenden Iahre sowohl Einnahmen aus Eintrittsgeldern als auch Ausgaben für Bademeister, Arbeitslöhne und Materialien. Das Schwimmbad wurde sicher nur wenige Iahre genutzt. Von den Einweihungsfeierlichkeiten stammt dieses Bild. Folgende Personen sind noch bekannt:

2 Adam Unger, 3 Hans Lannert (Hanickels) ,4 JosefKrastel, 5 Ludwig Katzenmeyer (Weißbinder), 6 Valentin Unger, 7 Peter Unger, 8 Franz Schmitt (Struwwel-Schnei-

re), 9 Jean Keil (Elzers ), 10 Johannes Schütz, 12 Josef Knapp (Rosenhöhe), 13 Ludwig Hildenbeutel, 14 Heinrich Unger (Fürth, Wirt), 18 Johannes Knapp ('Villa Hannes' , Fürth), 21 Karl Lannert (Hanickels) 22 Heinrich Schmitt, 23 Georg Schmitt (Sohn von 8), 28 Philipp Krastel, 29 Willi Schmitt, 30 Georg Knapp (Bruder von 12),

31 Adam Schütz (Kröckelbach), 32 Georg Heß, 35 Hans Unger (Babenhausen, Förster), 36 JosefLink (LinkeSchneire), 37 Johannes Unger (Ludwigshafen, Bruder van 2),38 JosefKoch, 43 Willi Schwarz (Lehrer), 44 Hans Helferich (Bejoams), 45 Peter Unger, 46 Johannes Lannert IV, 47 Karl Knapp ('Barthels'), 48 Georg Blesing sen., Kröckelbach, und 49 Georg Blesing (Sohn von 48).

66 Iohann Weber eröffnet hier in diesem Haus in Kröckelbach 1 852 eine Wirtschaft, die ihm schon ein Iahr später von der Behörde wieder geschlossen wird, da der Gendarm bei einem Kontrollgang Webers Kinder in der Gaststube angetroffen hatte. Eine ausführliche Bittschrift, die offenbar Erfolg hatte, ist bis heute erhalten. Die Wirtschaft wurde bis 1960 in diesem Haus betrieben, dann in einen gegenüberliegenden Neubau verlegt. Zwischen den beiden Weltkriegen gehörte eine neben der Straße angelegte Kegelbahn zum Betrieb, von der wir hier links die Halle erkennen können. 1968 musste das alte Haus einem Neubau weichen.

67 Hohe Herren bei profaner Arbeit. Hat Lorenz Knapp (1908-66), der später Priester wurde und 1935 seine Primiz feierte, in seinem Sonntagsanzug nun den Stall ausgemistet oder ist das Bild gestellt? Die Arbeit war auf dem Bauernhof Berg (heute Bauer /Wolf) in Brombach, der Eremitage, aufjeden Fall zu tun. Im Hintergrund beobachtet die Bäuerin, die aus Fahrenbach stammende Eva Elisabeth Berg geb. Arnold (18861947) das Geschehen. Rechts steht Kaplan Lenges, der von 1927 bis

1931 in Fürth wirkte. Das Bild vervollständigen verschiedene Gerätschaften.

Ganz rechts ist ein Teil des Bockschubkarrens zu sehen, mit dem Gras und Heu heimgeholt wurden. Das zugehörige Rad ist ausgebaut und wird in dem Schubkarren verwen-

det, den Lorenz Knapp festhält. Hinten sieht man neben der Stalltür die Iauchepumpe (Puhlbumb) und das Fass auf der linken Seite wartet wohl auf die Reinigung.

68 Das Gasthaus 'Erbacher Hof' in Weschnitz wurde von Leonhard Müller 1897 eröffnet. Wie auf dem kleinen Bild zu erkennen ist, hat er seinen Namenszug 'L. Müller' sogar mit farbig abgesetzten Ziegeln weithin sichtbar auf dem Dach angebracht. Das Hauptmotiv der Postkarte ist die idyllisch gelegene Mühle unterhalb der Leberbach. Das große Mühlrad lässt die geringe Wassermenge erahnen, die zum Betrieb der Mühle ausreichen musste. 1796 wurde diese Mühle van Peter Rotherrnel aus Fürth als Ölmühle errichtet, kam 1829 an Leonhard Zeiß, ebenfalls aus Fürth, und 1844 an Adam Bauer aus Igelsbach bei Heppenheim. Dieser baute sie zur Mahlmühle aus. Sein Sohn Iohann wurde 1904 zum letzten

Mal als Müller erwähnt. 1911 brannten die Gebäude ab und wurden nicht mehr aufgebaut. Nur eine Geländestufe deutet heute noch den Verlauf des ehemaligen Mühlgrabens an.

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