Fürth in alten Ansichten Band 1

Fürth in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alexander Kindler
Gemeente
:   Fürth
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1611-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fürth in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

In einen losen Zusammenhang gebracht, soll auf den felgenden Seiten dieses Buches versucht werden, die Stadt Fürth und ihre Bürger im Spiegel von Ansichtskarten aus der Zeit von 1890 bis 1920 zu zeigen und so manche Erinnerung wieder zu wecken. Nicht streng chronologisch oder nach der Zeit geordnet, soll die 'gute alte Zeit' wiedererstehen und die alten Gebäude, die alten Straßenzüge und Plätze in ihrer alten Form gezeigt werden. Altebekannte Namen werden wieder erscheinen und Ausflugsziele der Fürther Bürger zu sehen sein, die zum größten Teil der Vergangenheit angehören. Alte Fürther Lokale und Begebenheiten aus dieser Zeit sind aneinander gereiht und sollen aber auch mit der Geschichte und Kulturgeschichte dieser Zeit in Zusammenhang gebracht werden. Es sind nur Episoden aus der Zeit um die Jahrhundertwende - keinesfalls soll damit eine vollständige Beschreibung der Stadt und ihrer Bürger erfolgen.

Und warum ausgerechnet auf Ansichtskarten? Zeigen sie doch aus der Zeit heraus die markantesten Punkte und Begebenheiten einer Stadt auf, die vor der Jahrhundertwende zirka 43000 Einwohner und 1920 bereits um die 70000 Einwohner zählte.

Die Entwicklung der Stadt erfolgte parallel mit der Einführung der Ansichtspostkarte in Deutschland. 1865 gab es anläßlich der Deutschen Postkonferenz in Karlsruhe bereits die Anregung des königlichen-preußischen geheimen Postrats Dr. Heinrich Stephan über die Einführung der Postkarte in Deutschland. Es sollte eine einfache Form der Nachrichten-

übermittlung geschaffen werden und daraufhin wurde um 1870/71 die sogenannte Correspondenzkarte eingeführt und millionenfach verschickt. Mit dem Weltpostvertrag vom 1. Juni 1875 wurde dann die Ansichtskarte in der ganzen Welt offiziell zugelassen. Daraufhin führte sich zu Beginn der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts auch die Abbildung von Begebenheiten und Ansichten von Städten, Straßen und Plätzen ein, die in den sich immer weiter entwickelnden Techniken als Ansichtskarten gedruckt wurden.

Die Ansichtspostkarten wurden bis zirka 1880 als Stahlstich hergestellt und danach herrschte die Holzschnitt-Strichätzung und Lithographie vor. Obwohl bereits um 1880 die Autotypie erfunden wurde, brauchte diese Anwendung auf dem Gebiet der Ansichtskarte lange, um sich durchzusetzen. Seit der Jahrhundertwende beherrschte der Lichtdruck die Herstellung der schwarz-weißen Ansichtskarte und der Steindruck die farbige Karte. Auch das Sammeln von Ansichtskarten, Glückwunsch- und Kitschkarten begann in den Jahren zwischen 1890 und 1900 und weitete sich zu einem Sammeleifer für viele Menschen aus. Man sollte deshalb die kulturgeschichtliche Entwicklung der Ansichtskarte nicht unterschätzen und sich erfreuen an den alten Motiven seiner Heimat, aber auch an den Wandlungen seiner Darstellung mit dem oft schmückenden Beiwerk auf den Ansichtskarten dieser Zeit.

Auch in Fürth nahmen sich Verlage dieser neuen Art der Nachrichtenübermittlung an und setzte die Ansichtskarte

auch zur Werbung für die Stadt und die Festlichkeiten dieser Zeit ein. Besonders hatte natürlich die 'Fürther Kärwa' ihre Ausstrahlung auf das bunte Bild der Ansichtskarte um das fröhliche Kirchweihtreiben abzubilden, und allen Freunden mitzuteilen, wie 'schöi' doch die 'Kärwa' in Fürth ist, Die Verlage von A. Schmittner in Fürth und Joh. Schrag in Nürnberg brachten viele Motive aus dem Fürther Leben heraus und diese Karten bieten noch heute einen reizenden Vergleich über Leben und Treiben in und um die Stadt Fürth der damaligen Zeit.

Fürth hat sich um die Jahrhundertwende stürmisch entwiekelt und es hat sich eine Industrie- und Handelsstadt mit einer raschen baulichen Entwicklung nach allen Seiten hin gebildet. Aus dem Altstadtviertel drängte es nach dem Süden und so entstand daraus die Fürther Südstadt mit ihren vielen typisohen Wohnstraßen und Gewerbebetrieben.

Lange Jahre im Schatten der alten Reichsstadt Nürnberg stehend, gewann Fürth nur sehr schwer ein eigenes Bild und auch die Geschichte zeigt, daß ihre Dreiherrschaft oft der Zankapfel der staatlichen Machte des fränkischen Raumes war. Viele Jahre litt Fürth unter 'dreierlei Herrschaften', den Streitigkeiten zwischen Bamberg, Ansbach und Nürnberg, doch sollte man das Wahrzeichen der Stadt Fürth, das dreiblättrige Kleeblatt, nicht unbedingt als Zeichen dieser Dreierherrschaft sehen, denn wenn sich diese die Herrschaft über Fürth streitig machten, hätten sie sich wohl schwerlich auf ein gemeinsames Wappenbild geeinigt.

Fürth erhielt seine Bedeutung auch durch die Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth im Jahre 1835 und der Eröffnung des Ludwig-Donau-MainKanals 1843. Auch auf den Ansichtskarten nehmen die 'Ludwigseisenbahn' und der 'Ludwigs-Kanal' in der damaligen Zeit einen großen Raum ein. Der bauliche Reichtum Nürnbergs, Bambergs oder anderer fränkischen Städte ist der Stadt versagt geblieben und doch zeigte das Stadtbild so manche hübsche und reizvolle Gasse und so manches stolze Haus.

Eine lange Geschichte hat den Marktflecken zur Stadt gemacht und gerade am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden so ausgesprochen harmonisch wirkende Ensembles, wie die Hornschuchpromenade oder so mancher Straßenzug in den damaligen Neubaugebieten der Schwabacher- und Karolinenstraße. Reizvoll geschmückte Erker und gut gegliederte Fassaden zeigen den Stil der Zeit noch heute und die Stadt kann sich glücklich schätzen, die Schrecken des Zweiten Weltkrieges mit ihren großen Schäden an der alten Bausubstanz einigermaßen überstanden zu haben. Nicht übergehen sollte man auch die vielen Gebäude, Brunnen und Denkmäler, die von bekannten Fürther Bürgern gestiftet und teilweise noch heute bestehen.

'Fürth' eine liebenswerte Stadt, nach dem Durchblättern dieses Buches wird der Beschauer mehr denn je wissen, was seine Heimatstadt doch für Schönheiten zu bieten hat.

Alexander Kindler

1. Das Sammelbild zeigt vier Fürther Ansichten. Der Bliek auf die Altstadt um die St.Michaelskirche und die Ludwigsbrücke darf da ebensowenig fehlen, wie der Kunstbrunnen vor dem Bahnhof und das Kriegerdenkmal. Ein Panorama von Fürth weist auch stets mit einigen Schornsteinen auf die Industrie- und Gewerbestadt hin.

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2. Diese Ansichtskarte aus dem Jahre 1898 zeigt eine reizende Lithographie mit den damals bekannten Flirther Ansichten. Vorn das Logenhaus an der Dambacher Straße mit dem Kleeblattwappen und als Panorama der Stadtpark mit Restaurant und Pavillon.

3. Die Karte aus dem Jahre 1904 zeigt eine der schönsten Ansichten der Stadt - den Königsplatz um 1900 - rechts den Gasthof 'Zu den 3 Königen' und im Hintergrund die Häuser der Helmstraße, die im letzten Jahrzehnt dem 'Königsplatzdurchbruch' zum Opfer fielen, um die Straße zur Ludwigsbrücke freizugeben.

4. Der 'Kunstbrunnen' vor dem Hauptbahnhof mit den beiden schönen alten Villen im Hintergrund, das königlich bayerische Wappen mit den beiden Löwen und das 'Fürther Kleeblatt'. Diese Passepartoutkarte wurde irn Jahre 1901 gedruckt.

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5. Das Rathaus wurde von dem Architekten Friedrich Bürklein 1840-1850 nach dem Vorbild des Palazzo Vecchio in Florenz erbaut und gilt als eines der 'Fürther Wahrzeichen'. Zum Jahreswechsel 1850/51 erklangen zum erstenmal die Glocken vom Rathausturm.

In Fürth gibt es wie bekannt.

die schön ten :midchen vom ganzen Land.

6. Die Karte zeigt, dem Geschmack der damaligen Zeit - Poststempel 1910 - entsprechend, im Rahmen die Ansicht der Stadt Fürth vom Stadtpark her gesehen, mit der sinnigen Unterzeile: 'In Fürth gibt es wie bekannt, die schönsten Mädchen vom ganzen Land', und eine Galerie hübscher Mädchenköpfe ergänzt das Bild.

7. Diese Lithographie aus dem Jahre 1900 zeigt die für die damalige Zeit wichtigen und bekannten Bauwerke: Den Ludwigsbahnhof auf der jetzigen 'Fürther Freiheit", das Logenhaus in der Dambacher Straße, das 'Hotel National' - das jetzige 'Parkhotel' - in der Weinstraße und den Kunstbrunnen vor dem Bahnhof.

Fürth i. B.

Partie an der Vacherstrasse

8. 'Part ie an der Vacherstraße' so heißt es auf der Karte von 1909. Sie zeigt die damalige 'Billinganlage", die etwa 1865 entstand und im Laufe der Jahre immer und immer wieder verkleinert wurde bis sie die heutige Verkehrsdrehscheibe geworden ist. Rechts im Park ist der 'Ceresbrunnen' zu sehen.

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