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Fürth in alten Ansichten Band 2

Fürth in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Alexander Kindler und Dr. W. Fischer
Gemeente
:   Fürth
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4981-5
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fürth in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Fürth - die kleinere, schönere Schwester so beschreibt der Nürnberger Autor Godehard Schramm in seinem Buch über Fürth die Eigenheiten und Eigenarten des Fürther Stadtbildes und der Fürther Einwohner von gestern und heute und meint damit den Unterschied zu Nürnberg.

Hat er recht? Dies ist ein Gedanke, den die Autoren des zweiten Bandes 'Fürth in alten Ansichten' hatten, als sie die Bilder und Begebenheiten dieses Buches zusammenstellten.

Sind es doch oft die Kleinigkeiten des Stadtbildes oder die Geschichten, die über das Fürth um die Jahrhundertwende beschrieben und bebildert wurden. Mit der Einführung der Ansichtskarte nach dem Weltpostvertrag vom 1. Juni 1875 setzte eine ungeheuer schnelle Verbreitung dieser Ansichtskarten ein. Dabei wurden selbst kleinste Ereignisse und Darstellungen als Bildseite verwendet und verschickt. Heute wird als die sogenannte 'gute, alte Zeit'

die Phase um die Jahrhundertwende empfunden, jene Zeitspanne zwischen 1890 und 1914 also, aus der die meisten der hier abgebildeten Ansichtskarten stammen.

Zur Jahrhundertwende ergoß sich eine Flut von Abbildungen über die Bürger dieser Stadt, die das Bild der Stadt Fürth und das Leben ihrer Bürger in allen Details zeigte. Dabei wurde nicht Halt gemacht vor Kitsch und Übertreibung. Das zeigt als Beispiel für viele Motive der dekorativ über dem Rathaus erscheinende Zeppelin als 'Heimfahrt' vom Volksfest der Fürther 'der Färther Kärwa'. Auch wirken die Szenen von Straßen und Plätzen auf den Karten durch die abgebildeten Personen oft rührend und nicht minder reizvoll durch die Darstellungen der Kleidung, durch Uniformen und Fahrzeuge aus den Jahren der sogenannten 'guten alten Zeit'. Betrachtet man die Aufschriften und Mitteilungen auf den Karten näher, so sind dies oft Alltäglichheiten oder Verabredungen, die

heute durch Telefonieren erledigt werden - damals durch eine Postkarte mitgeteilt wurden. Dadurch wurde der Vormarsch der Ansichtskarte als Möglichkeit des Austausches von persönlichen Informationen von Millionen Bürgern täglich genutzt, war doch 1872 das Porto für eine Postkarte auf die Hälfte eines Briefportos herabgesetzt worden.

Ein Ärgernis blieb lange Zeit die postamtliche Vorschrift, die Anschriftenseite von 'Mitteilungen' freizulassen. Dem Absender blieb daher oft nur wenig Platz auf der Bildseite und viele Ansichtskarten zeigen daher Mitteilungen quer über Straßen, Plätze und Personen geschrieben. Erst 1905 wurde diese Vorschrift aufgehoben und die Anschriftenseite so geteilt, daß die Mitteilungen nunmehr dort ausrechend plaziert werden konnten.

'Fürth in alten Ansichten Band 2' soll besonders die Café's und Wirtshäuser - Kasernen und Besonderheiten des Fürther Geschäftslebens zei-

gen, wie diese um 1900 bestanden. Vieles ist längst vergangen, aber manchem Fürther wird vielleicht aus Erzählungen dieser oder jener Winkel wieder in Erinnerung gerufen. Auch die nähere Umgebung Naherholungsgebiete nennt man diese heute - soll einbezogen werden in den Spiegel vergangener Zeiten. Fast hundert Jahre sind vergangen seit die ersten Ansichtskarten entstanden - die Ansichtskarte mit verwandeltem Gesicht zwar gibt's noch heute und hat viele liebenswerte Dinge bis heute lebendig erhalten.

Möge der Betrachter mit Freude an die Beschreibungen herangehen und das Fürth der Jahrhundertwende nochmals in vielen Bildern und Beschreibungen erleben.

Dr. Walter Fischer Alexander Kindier

Fahrt Konig Ludwig 1. von Bayern auf der Ei"l.:hbahn v 'u XÜnlberg Jla<::h Fürth atn 17. AUS'Ubt lbU

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1. Am 7. Dezember 1835 wurde die Ludwigsbahn feierlich eröffnet, wobei die Begeisterung der Bevölkerung 'ins Unglaubliche gekommen war'. Als einziger Wermutstropfen wurde ernpfunden, daß kein Angehöriger des königlichen Hauses erschienen war. Ranghöchster königlicher Vertreter war der Regierungspräsident von Mittelfranken. Erst am 17. August 1836 geruhte König Ludwig 1. höchstselbst von Nürnberg nach Fürth zu reisen. Auf der Rückfahrt verlangte er vom Lokornotivführer die Höchstgeschwindigkeit zu fahren, worüber er sich äußerst befriedigt äußerte. Das Bild zeigtden geschmückten Abfahrtsperron, der König steht auf einem Teppich vor dem geöffneten Abteil.

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2. Der Fürther Staatsbahnhof um die Jahrhundertwende. Die Seitentrakte waren gerade angebaut worden. Die heutige Schalterhalle vor dem Haupteingang existiert noch nicht, sie wurde erst 1914 errichtet. Das klassizistische Gebäude selbst war 1863 in die Höhe gezogen worden, als die Strecke NürnbergWürzburg gelegt wurde. Im Hintergrund ist schon die Bebauung der Südstadt zu sehen. Die hohen Schornsteine deuten aufIndustriebetriebe hin.

3. Ein Bliek vom Turm der 'Alten Veste' nach Osten auf das Rednitztal und die Südstadt, die hier von der Paulskirche auf der linken Seite und der Heinrichskirche eingefaßt wird. Die vielen Fabrikschornsteine beweisen die Besiedelung mit Industrie neben den Wohnblöcken der Baugesellschaften. Ein großer Teil der Arbeitskräfte konnte so bequem den Arbeitsplatz zu Fuß erreichen. Im Vordergrund die beginnende Besiedelung des Ortsteils Dambach mit ViJlen.

Çruss aus Fürth.

4. Die 'Weinstraße' , jetzige 'Rudolf-Breitscheid-Straße' mit dem Bliek nach Osten. Rechts im Hintergrund der 1938 abgebrochene Ludwigsbahnhof. Die linke Straßenseite beginnt beim Eckhaus der Firma Fiedler, damals ein reines Weiß- und Kurzwarengeschäft, und endet mit dem Prachtbau des Parkhotels. Das schöne Haus im klassizistischen Gärtnerstil mit dem markanten Dreiecksgiebel steht leider nicht mehr. Zwei Frisöre, ein Süßwaren-, ein Tabak-, ein Blumenladen sowie eine Metzgerei waren in dieser Häuserzeile untergebracht. Neben dem Parkhotel befand sich die Filiale der Darmstädter- und Nationalbank. Mit der Zahlungseinstellung dieses Kreditinstituts am 13. Juni 1931 begann die Bankenkrise. Verzweifelte Sparer versuchten an diesem Tage die Geschäftsräume zu stürmen. Schreibmaschinen und Stühle wurden davongetragen.

5. Als die Fürtherin Katharina Wipplinger, eine Handarbeitslehrerin 1866 in einem schmalen Hinterzimmer neben dem Hotel National ein winziges Handarbeitsgeschäft eröffnete, ahnte sie bestimmt nicht welch bedeutendes Modegeschäft sie gegründet hatte. Gerade aber in jener Zeit bevorzugte die Mode Stickereibesätze und Borten, und ihre Unternehmung prosperierte alsbald. 1873 heiratete sie Hermann Fiedler aus Dresden. Dieser, lange Zeit als Damenmodenvertreter tätig, brachte neue Impulse mit, d.h. das Wissen was die Damenwelt modisch benötigte. Als kurz nach 1880 das Eckhaus Weinstraße 9 zu kaufen war, griff Familie Fiedler zu. Die firmeneigene Postkarte gibt den Zustand des Geschäftes um die Jahrhundertwende wieder. Erstmals werden die Schaufenster mit der neuen hellen Gasbeleuchtung ausgestattet, deren Lampen sich vor der Front befanden. Strümpfe, Kurz-, Weiß- und Wollwaren, aber auch Handschuhe und Schürzen wurden ausgestellt. Besonderen Ruf genoß die Firma durch ihre persönliche Beratung der Damen in Dingen, die die Figur betrafen.

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FURTH In Bayern

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6. Ein Bild der Fürther Freiheit, als diese noch bebaut war. 1922 stellte die Ludwigseisenbahn ihren Betrieb ein, Einige Jahre später befuhr die neue Straßenbahn die frühere Eisenbahntrasse. Für die Straßenbahn genügte eine einfache Wartehalle, wie sie oben mit dem Uhrtürmchen über dem Zeltdach zu sehen ist. Eine Fahrkartenausgabestelle, ein Obst- und ein Blumenladen waren in dem Gebäude untergebracht. Der alte Bahnhof harte keine Züge mehr zu empfangen. In ihm war in der Eingangshalle das allen alten Fürthern bekannte 'Kaiserpanorama' untergebracht. Wer 10 Pfennig bezahlt hatte, durfte durch eine Art Feldstecher sehen und sah nun bunte Bilder dreidimensional aus der weiten Welt. Einen Teil des Bahnhofs hatte eine Möbelfirrna gemieter, die sogar noch Schaufenster dazubauen konnte. Der seinerzeit Schlagcter-Platz genannte Ort war der Endpunkt der Straßenbahnschnellbahnlinie, der Linie 31.

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7. Von der Luisenstraße an begarm die Hornschuchpromenade, die wohl eleganteste Straße Fürths. Vor dem chateau-artigen Neurenaissancebau wurde 1906 - zur Erinnerung an die 100jährige Zugehörigkeit der Stadt zum Königreich Bayern - die prächtige Wittelsbacher Anlage geschaffen. Die Weinstraße im Hintergrund wurde nach 1945 in Rudolf-Breitscheid-Straße umbenannt.

8. Die Hindenburgstraße, jetzige Breitscheidstraße von der Schwabacher Straße aus gcsehen. Rechts der 1926 in Betrieb genommene Bavaria-Automat. Durch ihn erhielt Fürth das richtige großstädtische Flair. Nach Einwurf von 20 Pfennigen konnte man aus einem Drehautomaten ein belegtes Brötchen entnehmen. Neben dern Automatenrestaurant, das Rauchwarengeschäft der Gebr. Hierteiß. Große Schaufenster in einer Marrnorfront zeigten der Damenwelt die neuesten Pelzmodelle. Von dieser Straßenecke bis zum Musikpavillon in der Englischen Anlage ging der 'Bumrnel'. Nachmittags von 15 bis 17 Uhr bummelten hier die Gymnasiasten der Oberklassen mit ihren schwarzen oder grünen Samtmützen, auf der anderen Straßenseite kamen dann rein 'zufällig' die höheren Töchter des Lyceums, meist mit einem Ausredepäckchen unter dem Arm, vorbei. Erhaschte ein junger Mann nun einen kurzen Bliek unter langen Wimpern, war seine Glückseligkeit unsagbar.

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