Ganderkesee in alten Ansichten

Ganderkesee in alten Ansichten

Auteur
:   Erika Pauls
Gemeente
:   Ganderkesee
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6380-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ganderkesee in alten Ansichten'

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Einleitung

Ganderkesee ist heute eine Landgemeinde von gut 30000 Einwohnern und besteht aus einer Gesamtfläche von 138,2 qkm mit 32 Bauernschaften das heißt Dörfern. Seit dem 27. Juli

1978 ist die Gemeinde Ganderkesee 'staatlich anerkannter Erholungsort' mit sieben Hotels, fünfGasthöfen und 80000 Übernachtungen. Ganderkesee ist eine landschaftlich vielseitige und interessante Landgemeinde. Wir haben hier das Welse tal, den Hasbruch mit Urwald und 1 000 jährlichen Eichen, Badeseen, so wiederum internationale bekannte Industrien, wie Weyhausen Atlas GmbH, Umweltschutz Nord GmbH und Starofit Klose GmbH, um nur einige zu nennen. Die Gemeinde Ganderkesee war immer bemüht, eine saubere Industrie hier anzusiedeln.

Ganderkesee wurde im Iahr 860 schon als Gandrikesarde urkundlich erwähnt und im Iahre 1052 ließ der Erzbischof Adalbert von Bremen die erste Gaukirche für den westlichen Largau, der sich zwischen Hunte und Weser erstreckte, hier erbauen. Ihre heutige Form als dreischiffige gotische Hallenkirche wurde 1352 vollendet. 1699 erbaute Arp Schnitker seine noch heute vollspielbare Orgel, die den schönen Klang der Barockzeit mit ihren Originalflöten in die Hallenkirche trägt. Sie ist sehensund hörenswert.

Großsteingräber in Stenum sowie alte Bodenbefunde die fünftausend [ahre alt sind, zeugen davon, daß Ganderkesee

schon immer ein besiedeltes Gebiet war. Im Ortsteil Schönemoor steht die alte Wallfahrtskirche St. Katharinen aus dem 12. Jahrhundert im Backsteinbau.

In der Karnevalszeit geht es hier hoch her. 4-5 Büttenabende und ein kilometerlanger Umzug mit bis zu 1 12 Festwagen, Fußgruppen und Musik. Es stehen hier Sporthallen und -plätze, Schwimmbäder in der Halle und im Freien zur Verfügung, sowie derTSV Ganderkesee, der sehr vielseitig und aktiv ist. Rundum 'in Ganderkesee kann man sich wohlfühlen' . Es stehen noch 1 SO ansässige Vereine, Tennisanlagen, Reithallen und -plätze sowie Flughafen für Maschinen und ein Segelflugplatz zurVerfügung. Auch die Ballonfahrer sehen Sie ständig, entweder auf dem Boden oder in der Luft.

Zur Schule kann man hier auch gehen, von der Sonderschule bis zum Gymnasium über die VHS. Es ist alles da.

Wenn Sie diese Programme alle hinter sich gebracht haben, dürfen Sie hier chinesisch, griechisch, italienisch oder deutsch essen und trinken so viel Sie wollen in einer gemütlichen Atmosphäre.

August Friedrich Barmeyer wurde am 9. November 1852 in Ganderkesee am Fahrener Weg, als einzigster Sohn, mit vier Schwestern, des Zimmermanns Gerhard Barmeyer geboren. Mit 17 [ahren 1869 ging er nachAmerika und ließ sich neben seiner

täglichen Arbeit als Architekt und Fotograf ausbilden. Er lehrte danach auch regelmäßig Fotografie an einer Schule in NewYork und übte dabei noch den Beruf des Architekten aus.

Im Mai 1903, nachdem seine Mutter verstorben war, kam er auf Besuch zu seinem Vater und seinen Schwestern, die in Ganderkesee, Wilhelmshaven, Bremen und Berlin wohnten. Bei dieser Gelegenheit hat er Ganderkesee durchfotografiert. Leider ist uns das eineAlbum bei den schweren Bombenangriffen aufHamburg bei meinen Eltern verbrannt, sodaß wir nur das zweite Ergänzungsalbum, das bei meinem Onkel erhalten geblieben ist, zur Verfügung haben. Man kann annehmen, daß Onkel August mit dem Plattenapparat den er auf dem Bild trägt, die Aufnahmen gemacht hat. Es sind die besten und eindruckvollsten Aufnahmen die Ganderkesee aus dieser Zeit hat. Bis zum 21 . April 1945 als die Feuerbrunst durch Kriegseinwirkungen den Ort zerstörte, wohnte und lebte die Bevölkerung hier so.

Ich wünsche Ihnen ein bißchen Freude, beim Angucken seiner Bilder.

Ganderkesee, Erika Pauls

1 Der am 9. November 1852 in Ganderkesee geborene Fotograf August Friedrich Barmeyer.

2 August Wiese hatte eines der typischen Bauernhäuser unserer Gegend. Es stand arn Ring gegenüber von Schlecker. Das Fachwerkgebälk wurde aus den eigenen Wälder geholt und geschnitten und das Reet war in der Wesermarsch zu Hause und wurde bei Frostwetter geerntet und zur Dachabdeckung benutzt. Vorne rechts sehen wir die Plumsklos zu denen man bei Wind und Wetter hin mußte.

3 NebenAugustWiese, wie rechts noch im Bild erkennbar, sehen wir die Gastwirtschaft Bücking Härtel. Schlanken Schrittes nähert sich Hermann Huth diesem köstlichen Refugium, man traf sich wohl zum Frühschoppen. Nach dem Bahnanschluß hatte auch Bücking-Härtel dort einen Saal angebaut in dem geschwoft und getanzt wurde. Die Landwirtschaft behielt man nur zur Eigenversorgung in Nebenbetrieb bei.

4 Das Pastorenwitwenhaus wurde 162 S vom Magister Mebes für seine nachbleibende Witwe gebaut. 17 6S war es aber so baufällig daß es mehr Reparaturkosten kostete als es einbrachte, sodaß man es verkaufte und den Erlös zu einem Prediger- Witwenfundus belegte. Schauen Sie mal genau bei F.W Härtel hin, es steht noch, nur ist es jetzt verputzt. Mit dem Ziehbrunnen hatte das so seine eigene Bewandnis. Die Kirchengemeinde sah ihn als ihr Eigentum an und der Besitzer vom Witwenhaus als seinen. Nun hatten wir 1878 einen recht prozeßfreudigen Pastoren Collmann und da gab es Trappel. Das Gericht sprach dem Hausbesitzer den Brunnen zu und er soll heute noch zur Gartensprengung benutzt werden. 1888 wurde der Pastor vom Oberkirchenrat in den Ruhestand versetzt. Es

gab vorher eine Anzeige von ihm in der Zeitung. 'Gesucht ein Mädchen das nicht tanzwütig ist.' Am anderen Tag stand in der Zeitung 'Eln Mädchen, das tanzt und ein Pastor der prozeßt, nun sagt

den Kunstdünger eingeführt, sodaß die Bauern von daab zwei Heuernten bekamen und der Boden verbessert wurde.

mir doch einer was ist das Best? Die Tanzwut des Mädchens, die gibt sich mit der Zeit, doch dem Herrn sein prozessen dauert in Ewigkeit.' Pastor Collmann hat hier aber in der Gemeinde

5 Die Pastorei wurde nach dem großen Dorfbrand von 1775 der im Knick ausbrach, als erstes Haus des Dorfes am Ring mit massiven Mauern erbaut. Es war mit einer großen Diele und Stallgebäuden versehen in dem die Unterkunft derTiere war. Der Pastor hatte ja zu der Zeit ein sehr geringes Einkommen und mußte sich selbst versorgen. In den Räumen links neben dem Wallnußbaum befand sich später die Sozialstation, die heute in der Lindenstraße ist.

6 Die Pastorei von vorne. Links war seit über zweihundert [ahren der Konfirmandeusaal auf dessen Bänken die ganze Ganderkeseer Jugend gesessen hat, und rechts waren die Stallungen. Später wurde hieraus das Kirchenbüro gemacht, und heute ist das ganze Haus umgebaut und wurde zum Verwaltungszentrum der evangelisch-lutherischen Kirche, mit Büros, Gemeinschaftsräumen und Saal.

7 Von den 36 Linden die hinter und vor der Kirchhofsmauer rund um die Kirche standen, stehen nur noch 13 Stummellinden, die anderen wurden zwecks Straßenverbreiterung gefällt. Im Hintergrund nochmals die Pastorei. In den oberen Räumen befindet sich jetzt auch die Arbeitslosen- und Sozialhilfeberatungsstelle.

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8 Die alte Gaukirche 1903. Sie war 1050 als kirchlicher Mittelpunkt des westlichen Largaues vom Erzbischof Adalbert van Bremen als Standpunkt hier in Ganderkesee ausgesucht worden. Zuerst war es eine Holzkirche und dann wurde sie im romanischen Stil mit Feldsteinen und Findlingen Erbaut. Man sagt derTeufel hätte die Find linge alle aus der Umgebung herangeschleppt da man ihm gesagt hätte es würde ein Gasthof. Als er aber merkte daß man ihn belogen hatte trat er mit seinem Teufelsfuß dagegen und wollte das Gemäuer zum Einsturz bringen, was ihm aber nicht gelang. 1 352 wurde sie dann als dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil eingeweiht.

1708 mußte derTurm erneuert werden, da er beim Sturm abgefallen war, er wurde erneuert, und erhielt bis zum 21 . April 1945 sein Aussehen.

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