Garbsen in alten Ansichten

Garbsen in alten Ansichten

Auteur
:   Anton Freytag
Gemeente
:   Garbsen
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2675-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Garbsen in alten Ansichten'

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49. Das Hartsteinwerk Hansa wurde 1926 in Betrieb genommen. Der Hauptrohstoff, Sand, war in rauhen Mengen rundherum vorhanden, denn hier lagen gewaltige Sandbrinke, die zu den Garbser Dünen gehörten. Mit dem Abbau der Brinke ging wertvolles archäologisches beziehungsweise prähistorisches Gut verloren. Die jetzige Hansastraße erinnert an das ehemalige Hartsteinwerk.

50. Gegen Ende der zwanziger Jahre entstand das 'Hartsteinwerk Garbsen am Kreuzstein', das von der Firma Windmeier Berenbostel gebaut wurde. Ein schwerer tödlicher Unfall der Familie des letzten Besitzers Dr. von Rohr, beschleunigte die Aufgabe dieses Werkes. Ohnehin hätte es früh oder spät der baulichen Entwicklung Garbsens weichen müssen. Auch der Sand war knapp geworden. Für die urnliegenden Neubausiedlungen war es sowieso schon ein überfälliges Umweltproblem geworden.

51. So sah es etwa bis 1925 im heutigen Pottbergsgebiet aus; der Begriff Pottberg kann nach dem Volksmund mit Urnenfunden in diesem Raum identifiziert werden. Auch hier sind die Brinke abgetragen. Heute stehen hier sehr moderne Wohngebiete. Sogar unser langjähriger Bürgermeister Kar! Heinz Strehlke hat hier sein Domizil aufgeschlagen.

52. Diese schöne alte Hofstelle, 1657 erbaut, stand bis zum Abbruch 1938 'Im Winkel', sie gehörte zur Zeit der Verkoppelung 1852·1857 dem Brinksitzer Johann Thiele und Frau Marie Sophie Justine geborene Schneehagen. Heute steht hier ein schmuckes Mehrfamilienhaus der sechsten Generation der Hofstelle, Gerhard und Gisela Ludwig. Statt 'Im Winkel' heißt es jetzt 'Hegerwisch' 5, auch eine Folge der Gebietsreform.

53. Im Winkel um 1900, eine Federzeichnung des Zeichenlehrers Friedrich Schünhoff. Von links nach rechts sehen wir die Hofstellen 6, 28 und 29. Hofstelle 6, Vollmeier Hch Richter. Das Anwesen ist verändert, heute ist hier eine Schrotthandlung untergebracht. Hofstelle 28 steht nicht mehr, Abbruch 1938. Siehe Beschreibung zu Hofstelle Hegerwisch 5. Hofstelle 29 ist vorteilhaft verändert und gehört der Witwe Frieda Lübon, Der Torbalken trägt eine an die Hugenottenverfolgungszeit erinnernde Inschrift:

Schwer wird mir zwar vor andern, sie ziehen so [rohlich her,

nur ich muß traurig wandern, mein Leben wird mir schwer.

leh schau, nichts zu entdecken, drum seufz ich innerlich:

'0 Gott laß die erwecken, mein Vater rette mich. '

Hans Heinrich Deiters-Ilse Katharine Lodding. Anno 1825.

54. Anno 1910, Hofstelle 12, Großköthner Heinrich Stille, spater Luise Herhorst. Hier stehen heute moderne Wohnblocks.

55. Dieses Bild zeigt die Hofstelle Nummer 8 um 1907, vormals Conrad Stille, heute Georg Hölzel. (C, Stille 1944 in Ungarn vermißt.) Es wurde als Bauernhausdenkmal in das Werk: 'Die Kunstdenkmale des Landes Niedersachsen, Kreis Neustadt/Rbg', von Oskar Karpa, aufgenommen. In ihm schreibt Lothar Pretzei: 'Vierständerhaus. Vorkragungen gering, mit sichtbaren Balkenköpfen und gleich profilierten Füllhölzern. 1830. Scheune mit bemalten Einfahrtpfosten. Ausgesägte hölzerne Luftgitter. Brunnen früher mit Wippe.'

In der Scheune waren vorn die Stallungen und hinten eine Wohnung untergebracht. Sie ist nicht wiederzuerkennen, denn Georg Hölzel hat sie unendlich mühevoll zu einem schönen großen Bauernwohnhaus umgebaut. Die Wippe steht nicht mehr.

56. Gastwirtschaft Ludwig Baumgarten hatte den Beinamen 'Meyers Ludschen' und befand sich in der Hannover'schen Straße. Wie hier zu sehen, war diese Straße bei Regenwetter eine Schlamm deponie, so war es um 1920. Den Beinamen hatten Baumgartens wahrscheinlich aus der Schmiedestraße 11 mitgebracht, wo sie zuvor eine Gastwirtschaft betrieben. Heute ist dieser Betrieb in der Hannover'schen Straße ein modernes Restaurant mit großem Saal, Klubzimmer und Bundeskegelbahnen. Es heißt 'Bei Hermann' und gehört Hermann Windhorn in der alten Ricklinger Straße Nummer 11.

57. An derselben Straße, 100 Meter weiter südlich, wo um 1910 das hier gezeigte Colonial- und Materialwaren-Geschäft Chr. Kohlenberg florierte, ist nach zweckmäßigen Umbauten der Damen- und Herren-Salon 'Stephan' entstanden. Man erkennt auf dem Bild noch die Gaslampe aus der damaligen Zeit.

58. Es war einmal eine schöne Hofstelle 7, sie war von 1586 bis 1759 von verschiedenen Namensträgern bewirtschaftet worden. Am 17. Januar 1759 wurde hier der erste Vollmeier Stünkel geboren. 200 Jahre später, am 17. Januar 1959, starb auf der gleichen Hofstelle der letzte Vollmeier Christian Stünkel und hinterließ den Hof seiner Tochter Hildegard, jetzt verheiratete Beckedorf in Luthe bei Wunstorf. Hier stehen jetzt große Wohnblöcke. Die Romantik ist dahin. Freund Adebar kann hier keine Jungen mehr aufziehen. So ist der Welten Lauf und Kauf.

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