Garching bei München in alten Ansichten Band 1

Garching bei München in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr.med.vet. Odvard Geisel
Gemeente
:   Garching bei München
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4725-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Garching bei München in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Die Gemeinde Garehing bei München hat früher aus zwei Ortsteilen bestanden, aus Garehing und Dirnismaning. Beide waren rein bäuerliche Ansiedelungen, Dörfer, deren Gründung in die Zeit der bajuwarischen Besiedelung zurückdatiert werden. Die Ortsbilder waren von der Landwinschaft und wenigen Gewerbebetrieben geprägt. Dieser ländliche Charakter hat sich bis in die fünfziger Jahre unseres Jahrhunderts erhalten.

Seither hat sich viel verändert. Der Zuzug zahlreicher Aussiedler aus den deutschen Ostgebieten, aus Pommern, Ost- und Westpreußen, Schlesien, Böhmen und dem Banat nach dem Zweiten Weltkrieg machte die Gründung neuer Siedlungen erforderlich. So entstanden im Anschluß an den alten Ort Garehing die Post-und Wasserturmsiedlung westlich der Münchener Straße .sowie die Neumayr-Siedlung auf deren Ostseite, und es entstand der neue Ortsteil Hochbrück im Westen des Gemeindegebietes, wo vorher ein militärisches Barackenlager nahe dem Schleißheimer Kanal lag, das die Keimzelle der Nachkriegs-Wohnanlage wurde.

Um den vielen Neubürgern Arbeitsmöglichkeiten zu beschaffen und ihnen ihr Auskommen zu sichern, förderte die Gemeinde die Niederlassung von Industriebetrieben, namentlich in Hochbrück.

Ein neuer Impuls für das bauliche Wachstum Gar-

chings ergab sich aus der Errichtung des ersten deutschen Atorn-Forschungsreaktors, in dem am 31. Oktober 1957 mit wissenschaftlichen Versuchen begonnen wurde. Nach und nach gruppierten sich um dieses Zentrum weitere Institute beider Münchener Universitäten, der Max-Planck-Gesellschaft, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Gesellschaft für Reaktorsicherheit und der Europäischen Organisation für Astronomische Forsehungen in der südlichen Hemisphäre. So entstand in der Gemeinde der vierte Ortsteil: Forschungsinstitute. Im Zuge seiner Ausweitung mußten neue Siedlungen gegründet und bereits bestehende erweitert und umstrukturiert werden. Prägnanteste Zeugen dieser Entwicklung sind die Stoll- und die Max-PlanckSiedlung.

Schließliech muß ein grundlegender Wandel der Landwirtschaft erwähnt werden. Personalmangel und Konkurrenzdruck zwangen die Bauern zu Rationalisierungsmaßnahmen. Die Mechanisierung der landwirtschaftlichen Anbau-, Saatpflege- und ErnteArbeiten sowie der Bodenbearbeitungsmethoden machten enorme Fortschritte, Das war oft mit einer baulichen Umgestaltung der Höfe verbunden. Die meisten Betriebe gaben die Viehhaltung auf und bauten die Ställe für andere Zwecke um. Einige Bauernhöfe verschwanden völlig, ihr Land wurde

verkauft oder verpachtet, und die Gebäude wurden zugunsten anderer Siedlungsprojekte abgerissen oder für die Belange gewerblicher Einrichtungen oder auch für Wohnungen grundlegend verändert. Die beiden alten Ortschaften unserer Gemeinde haben vieles von ihrem ursprünglichen dörflichen Aussehen verloren. Dieser Prozeß ist noch nicht abgeschlossen, Neue Siedlungen wie in Garching-Ost, am Egernfeld und auf dem Riemerfeld, aber auch das neugeschaffene Ortszentrum geben dem Ort ein zunehmend städtisches Gepräge. Auch in Dirnismaning zeichnen sich entlang der Münchener Straße derartige Tendenzen ab, wenngleich hier die landwirtschaftlichen Anwesen noch vorherrschen, Aufgabe dieses Buches ist es, fotografische Dokumente bis zu den dreißiger Jahren zu bewahren, als in Garehing weniger als 800 und in Dirnismaning nur knapp 100 Menschen lebten. Für die über zwölftausend Einwohner, die jetzt Bürger der Gemeinde sind, sollen die Bilder die Wurzeln aufzeigen, aus denen das heutige Gemeinwesen entstanden ist. Sie sollen dazu anregen, der alten Bausubstanz nachzuspüren und diese dort, wo sie noch erhalten ist, gebührend zu würdigen. Vielleicht wird dadurch auch das Verständnis gefördert, das notwendig ist, um die überlieferten Formen zu schützen und sie nicht, wie bisher vielfach geschehen, bedenkenlos modernen

städtebaulichen Konstruktionen zu opfern.

Ich heffe, daß dieses Büchlein vielen Lesern eine Bereicherung ihrer heimatkundlichen Kenntnisse bringt. Allen, die mir bei der Sammlung des Bildmaterials geholfen haben, danke ich von Herzen, insbesondere Frau Sofie Spenger, der die Erhaltung der fotografischen Dokumente ein besonderes Anliegen ist, sowie den Altgarchingern Josef und August Grünwald. Für die sorgfältige kritische Durchsicht des Manuskriptes danke ich den Familien Heinrich Weber, Eduard Sondermayer und Bartholomäus Buchner sowie Herrn Josef Hicker.

Der Abdruck der Luftaufnahmen 1,2,3 und 30 erfolgt mit Genehmigung des Bayerischen Hauptstaat archivs in München, die Freigabe zur Veröffentlichung wurde von der Regierung von Oberbayern unter der Nummer GS 300/6934 erteilt, Bei der Auswahl der Aufnahmen wurden nahezu ausschließlich Bilder berücksichtigt, die in den bisher erschienenen Büchern über Garehing noch nicht veröffentlicht worden sind, Die Bildfolge ist nach tolgenden Themenbereichen geordnet: Ortsansichten; bäuerliche Anwesen; die Arbeit in der Landwirtschaft; Kirchliches; der Erste Weltkrieg; Schule; Gewerbe und Handwerk.

1. Garehing 1910. Bei militärischen Aufklärungsflügen entstanden von zahlreichen Ortschaften des Münchner Umlandes technisch hervorragende Luftaufnahmen, so auch von Garehing. Diese Ansicht unseres Dorfes ist die älteste aus der Luft. Sie zeigt den Anblick von Osten her. Vom unteren Bildrand zur Ortsmitte verläuft die Mühlgasse mit der von Pfarrer Seeanner gepflanzten Lindenallee. Nahe dem oberen Bildrand erkerint man eine Kiesgrube, durch deren Eintiefung heute die Schleißheimer Straße die Autobahn unterquert.

2. Garehing 1912. Die Luftaufnahme zeigt den Ort von Westen her. Den oberen Bildrand begrenzt der Flußlauf der Isar mit den Isarauen, deren Ausdehnung der des heutigen Auwaldes entspricht. Darunter ist der geschlängelte Verlauf des Mühlbaches erkennbar.

3. Onsansicht von Garehing 1917. Die Luftaufnahme zeigt detailgerecht die Anordnung der Gebäude des Ortes, von Südosten aus gesehen. Die Hauptverkehrsader war die vom linken Bildrand nach rechts verlaufende Straße, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Ortsmitte den Namen Münchener Straße, ab dort den Namen Freisinger Landstraße erhielt. Vor dieser Zeit gab es in Garehing lediglich Hausnummern für die einzelnen Anwesen.

4. Bliek vom Kirchturm sûdwärts. Um 1900 bot die heutige Münchener Straße noch einen romantischen Anblick. Beherrschend stellt sich der große Bauernhof (Hausname 'Maurer', auch 'Marx') auf der rechten Straßenseite dar, dessen Wohnhaus om 1890 errichtet worden ist (heute Popp). Davor erkennt man das nicht mehr existierende Pfaffelmoser-Anwesen ('Kastenbauer') und das HeekmeierHaus ('Bauemschmied'). Hinter dem Maurer-Anwesen schaut das Dach von Franz Sondermayer ('Schmied') hervor, dahinter das Haus von ZoUner und der Giebel des Hauses von Probst junior ('Strasser') . Der Hof mit dem Leiterwagen im Vordergrund links gehört zum Schweigeranwesen, dahinter sieht man das Wohngebäude von Rabl (Locher), die Dächer von Lipperer und Baumgartner ('Schreiner') und die stolze Stoffelbaner-Villa von 1899, heute Spitzweck.

5. Bliek vom Kirchturm nordwärts. Die Ansicht um 1900 zeigt im Vordergrund das Dach des damaligen Pullinger-Anwesens, Oberhalb davon steht die Krämerei Hagn, links der Straße das Haus Sondermayer vor dem Postgut mit dem Gasthof 'Zur Post'. Längst verschwunden sind die östlich der heutigen Freisinger Landstraße gelegenen Anwesen von Hicker (Werl), Popp (Baderanderl) und Utz (Schneidermichl.) Der Kamin im Hintergrund gehört zum Römerhof, am rechten Bildrand oben ist das stattliche Bauernhaus von Kellerer (Schindlhuber) erkennbar, der Giebel davor gehört zum Dicklhaus. Das Leichenhaus unten rechts diente früher auch als Wohnhaus des Mesners.

6. Gesamiansicht von Garching. Nachgezeichnete Aufnahmen dieser Art dienten um 1928 als Postkarten. An der Totalen im oberen Bildteil gelingt es mit geringer Mühe, die einzelnen Häuser den damaligen Anwesen zuzuordnen. Der Berg im Hintergrund soll die Ansicht der Zugspitze bei Föhn darstellen. In der unteren Spalte sind einige markante Gebäude abgebildet, von denen die Gaststätten heute noch das gleiche Aussehen besitzen. Die Bäckerei Mundinger (heute Scharl) und der Pfarrhof sind inzwischen baulich umgestaltet, das Kriegerdenkmal wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen.

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7. Dorfansicht von Garehing. Die Gesamtansicht zeigt den Bliek von Süden. Links reihen sich DroierAnwesen (Berger), Vötter und das Straßer-Anwesen (Fölsner, später Probst) auf, in der Mitte des Straßenverlaufes steht das Haus von Zollner. Rechts sieht man vor dem Feld als südlichstes Gebäude die Stoffelbauer-Villa von Spitzweck. Die Detail-Ansichten zeigen verschiedene markante Bauten, die heute noch erhalten sind.

8. Straßen. Die Ansichtskarte aus den dreißiger Jahren zeigt oben links die Mühlgasse zur Ortsmitte hin mit dem umzäunten Garten des längst nicht mehr existierenden U tz-Anwesens, rechts die ehemalige Rathausstraße mit der stattlichen Molkerei und dem dahinter hervorragenden alten Schulhaas (1977 abgerissen). In der unteren Reihe sieht man die früher dörflich anmutende Freisinger Landstraße, aufgenommen in Höhe des Wicklmeier-Anwesens, und ihre Einmündung der ehemaligen Rathausstraße beim Postgut.

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