Gau-Algesheim in alten Ansichten

Gau-Algesheim in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Wantzen
Gemeente
:   Gau-Algesheim
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0879-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gau-Algesheim in alten Ansichten'

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9. Postkarte als Bildmontage mit der am Pfingstfest 1910 eingeweihten Volksschule an der Appenheimer Straße, darunter die Südseite der ehernaligen kurmainzischen Amtsburg, Schloß Ardeck, mit dem Treppenturm und daneben der 'Graulturm', gotischer Wehrturm der ehemaligen Stadtbefestigung.

Bild: Privat,

Gemeindescnale

GAU - ALGESHEIH a. Rh.

Schloss Ardeck

Graulturm

10. Die Volksschule an der Appenheimer Straße mit Bliek in die Schulstraße auf die evangelische Kirche. Bei der Anlage der Schulstraße mußte ein Teil des 'Alten Friedhofs' auf der rechten Straßenseite dem Straßenbau weichen. Zu dieser Zeit, nach 1927, wurde der Alte Friedhof bereits nicht mehr genutzt. Die zweite Aufnahme zeigt das Schloß Ardeck zu der Zeit, als das Gebäude als Landwirtschaftsschule diente. Da der Unterricht in den Wintermonaten stattfand, wenn draußen auf den Feldern und in den Weinbergen die Arbeit ruhte, nannte man die Landwirtschaftsschule auch die 'Winterschule'.

Bild: Privat.

11. Blick aus den Weinbergen 'Im Herzcnacker' auf die Altstadt. Aus dem Häusergewirr erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Cosmas und Damian. Die Pfarrkirche vereinigt in sich zwei Kirchen, eine mittelalterliche-gotische, von Osten nach Westen, und eine neugotische, von Süden nach Norden. Aus dem 15. Jahrhundert stammt der Marienchor, aus dem 10. Jahrhundert das steinerne Untergeschoß des ursprünglichals Fluchtturm erbauten Glockenturms, aus dem 19. Jahrhundert die neugotischen Erweitnach Süden und Norden. In der Altstadt finden wir vor 1920, als diese Aufnahme entstand, noch zahlreiche Fachwerkhäuser und auf den Dächern die farbige Ziegel 'Mönch und Nonne'. Diese Ziegelart ist fast ganz verschwunden, Am linken Bildrand sind die Turnhalle und die Volksschule an der Appenheimer Straße zu erkennen. Die evangelische Pfarrkirche ist noch nicht erbaut. Am Fuß des Berges vor der Stadt der 'Neue Friedhof.

Bild: A. Reide!.

12. Vom 'Gehauweg' am Westerberg ergab sich vor 1920 dieser Ausblick auf die Altstadt mit der Pfarrkirche, rechts vorne der 'Graulturrn', dahinter das Rathaus. Links von der Kirche sind die Schule an der Appenheimer Straße, die Turnhalle und Schloß Ardeck zu erkennen. Die Aufnahme entstand entweder am Fronleichnamstag oder am Laurenzifest. An diesen beiden Feiertagen war es früher üblich, Fahnen aus der Dachluke über dern Marienehor und aus den unteren Turmluken am Glockenturm hinauszuhängen. Nur der aufmerksame Betrachter erkennt den Fahnenschmuck. 1m Vordergrund, umgeben von Weinbergen und Obstfeldern, die Gärtnerei Breier, zu jener Zeit einziges Haus jenseits des Welzbaches am Fuß des Westerberges, Bemerkenswert ist auch die frühere Anlage der Weinberge des 'Stockwingerts', die hier besonders deutlich zu sehen ist.

Bild: A. Reidel.

13. Vom 'Woog' geht der Bliek über die Schloßrnauer auf den Westgiebel von Schloß Ardeck mit der katholischen Pfarrkirche im Hintergrund. Schloß Ardeck wurde 1422 bis 1444 von dem Mainzer Erzbischof und Kurfürsten Theoderich von Erbach als Wasserschloß erbaut. Es diente als Amtssitz des kurrnainzischen Amtskellers zu Algesheirn, Nach dem Ende des Kurstaats in den Wirren der französischen Revolution, 1792, und der Zerstörung der wehrhaften Teile durch die Franzosen, 1803, ging das Anwesen zunächts in privaten Besitz über. Erst 1924 kaufte die Stadt das Schloß. Nach entsprechender Erweiterung durch einen Flachbau war es Landwirtschaftsschule und nach dem Zweiten Weltkrieg Landeserziehungsheim. Jetzt hat die Stadt- und Verbandsgerneindeverwaltung ihren Sitz in den historischen Mauern. Auf unserer Aufnahme ist der westliche Anbau noch nicht vorhanden. An seiner Stelle war ein Wintergarten mit einem Balkon darüber.

Bild: A. Reidel.

14. Der 'Graulturm' an der 'Bleiche', letzter Zeuge der ehemaligen Stadtbefcstigung, errichtet nach 1332, dem Ja/u der ersten Stadterhebung durch Kaiser Ludwig 'den Bayer', Benannt nach dem Schultheißen Peter Gruel, in dessen Amtszeit 1336 bis 1341 und 1343 bis 1346 die Hauptarbeit bei der Errichtung der Stadtbcfestigung fieL Der Turm diente in napoleonischer Zeit als Bezirksgefängnis und verdankt dieser Verwendung seine Erhaltung. Auf der gekappten Spitze lag früher ein Wagenrad, das wiederum einem Storehennest Halt gab. Die großen Fenster und die Gauben wurden später angebracht. Das anschließende Fachwerkgebäude nutzte die ehemalige Stadtmauer als Rückwand. 1966 wurde es abgetragen und der Turm restauriert. Zu seinen Füßen auf der 'Bleiche' ist Wäsche zum Bleichen ausgebreitet. Am Turm vorbei geht der Bliek zu den Weinbergen am Westerberg. Vor 1920 reichte eine geschlossene Weinbergsf1äche über den gesamten Rücken des Westerberges bis hoch zur Waldgrenze.

Bild: A. ReideL

15. Das Wahrzeichen ven Gau-Algesheim ist der historische Marktplatz, erstmals 1345 urkundlich erwähnt. Das barocke Rathaus wurde 1726 auf den Trümmern des von den Schweden im Dreißigjahrigen Krieg zerstörten gotischen Rathauses wiedererrichtet, wobei die spätgotische, ursprünglich offene Erdgeschoßhalle wiederverwendet wurde. Vor dem Rathaus plätschert der Marktbrunnen. Die große Freitreppe vor dem Hauptportal der Pfarrkirche ist noch nicht gebaut. Der Glockenturm weist noch die alten, nach oben abgeschrägten Schallöffnungen auf. Aus Richtung Neugasse kommt ein zweirädriges Fuhrwerk mit einern Faß beladen, das Pferd wird auf dem holprigen Pilaster von seinem Herrn geführt, Auf der rechten Straßenseite ist die Kutsche vom Metzger BeIz abgestellt. Die Straßenbeleuchtung bestand aus stilvollen Gaslaternen, wie an der Stirnseite des Rathauses und an der Ecke des Eisenwaren- und Lebensmittelgeschäftes von Friedrich Kornely zu sehen ist. Die Aufnahme zeigt den Marktplatz im Jahre 1916.

Bild: A. Reidel.

16. Der 'alte' Hochaltar im Hauptchor der alten Pfarrkirche vor ihrern Umbau 1877 bis 1879. Auf dern Altar stehen sechs wertvolle Rokokoleuchter, die heute nur noch ganz selten aufgestellt werden können. Im neugotischen Schrein ist das 'Gau-Algesheimer Gnadenbild', die Muttergottes aus der Kapelle vor der Heupforte zu sehen, die besonders in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Mittelpunkt einer tiefen religiösen Verehrung stand. Zahlreiche Wallfahrten führten zu ihr, nachdem vor ihr wunderbare Gebetserhörungen stattgefunden haben sollen. Etwas tiefer auf der rechten Seite stehen die heilige Barbara und links gegenüber die heilige Columba. Der Chor selbst ist mit Kränzen geschmückt und die Fenster weisen noch das alte, gotische Maßwerk auf. Links vom Altar steht die Osterkerze. Der Hochaltar war auf Anregung von Bischof Ketteler 1870 zur Aufnahme der Muttergottesstatue errichtet worden. Er befindet sich noch heute an gleicher Stelle und ist nach der Erweiterung der Pfarrkirche und der Verlegung des Hauptchors nach Süden der Muttergottes geweiht.

Bild: Privat.

17. Das Innere der katholischen Pfarrkirche St. Cosrnas und Damian nach der Erweiterung im neugotischen Stil mit Blick auf den Hochaltar. Die Ausmalung der neuen Kirche erfolgte 1904 durch den Binger Kirchenmaler Schuto im damaligen Zeitgeschmack. Das Inriere wurde mit einer Gasbeleuchtung erhellt. Aus der Mitte der Vierung hing das Glockenseil für das 'Wandlungsglöckchen' herunter. Am linken Bildrand ist der Aufgang zum Marienchor, dem Hauptchor der-alten Kirche zu sehen. Auf den Säulen der alten Kommunionbank standen zwei Engel, die jeweils einen dreiarmigen Leuchter trugen. Einer der Engel fiel einem Kirchenputz zum Opfer, sodaß der zweite Engel verschwinden mußte. Sie besaßen keinen hohen künstlerischen Wert. Dagegen wurde die schöne Kanzel 1966 bei der letzten Restaurierung leider entfernt.

Bild: A. Reidel.

18. Das alte Zifferblatt der Turmuhr am Glockenturm wurde bei der Neueindeckung des Kirchendachs gegen ein neues Blatt ausgewechselt, auf dem nur Striche anstelle der schönen alten Ziffern zu sehen sind.Auch der Naturschiefer wurde durch den länger haltbaren Kunstschiefer ausgetauscht.

Bild: Dr. Wolff & Tritschler, Frankfurt/Main.

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