Gau-Algesheim in alten Ansichten

Gau-Algesheim in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Wantzen
Gemeente
:   Gau-Algesheim
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0879-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gau-Algesheim in alten Ansichten'

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29. In den Jahren 1925 bis 1927 wurde im Klopp die evangelische Pfarrkirche von der Gau-Algesheirner Baufirrna Gebrüder Gerharz errichtet, J. B. Gerharz aus Montabaur kam 1887 nach Gau-Algesheim, um die Erweiterungsbauarbeiten an der katholischen Pfarrkirche vorzunehrnen. Er blieb in der Stadt und gründete ein Baugeschäft, Die von dem hessisohen Kirchenbaumeister Professor Walbe aus Darmstadt entwerfene evangelische Kirche gehört mit ihrem 'bauchigen' Dach über dem Chor, worüber sich der Kirchturm als Dachreiter erhebt, zu den markanten Silhouetten des Städtchens.

Bild: Privat.

30. Die dem heiligen Laurentius geweihte Wallfahrtskapelle auf dem Laurenziberg wurde von 1707 bis 1730 auf den Fundamenten der im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstörten Pfarrkirche des untergegangenen Dorfes Bergen erbaut. Alljährlich findet am ersten Sonntag im August die Laurenziwallfahrt statt, bei der die Pferde gesegnet werden. Die Wallfahrt geht auf die große Pestepidemie im 17. Jahrhundert zurück und ist seit 1666 nachweisbar.

Bild: A. Reide!.

31. Das Innere der Laurenzikapelle nach der gotisierenden Erneuerung durch den Mainzer Architekten Greifzu im Jahr 1906. Hierbei wurde ein Rigipsgewölbe eingezogen, Der Hochaltar stammt aus der Lambertuskapelle des Mainzer Domes und ist um 1680 entstanden. Auf ihm wurde die von Bischof Ketteler gestiftete Laurentiusfigur aufgestellt. Die Seitenaltäre, um 1720 entstanden, stammen aus der Mainzer St.-Christophskirche.

Bild: A. Reide!.

32. Feierliches Hochamt am Außenaltar der Laurenzikapelle am Wallfahrtstag. Traditionsgemäß feierte früher der Pfarrer von Ockenheim am Laurenzitag als Hauptzelebrant das Hochamt auf dem Laurenziberg, während der Pfarrer von Gau-Algesheim Hauptzelebrant bei der Hauptwallfahrt zu den vierzehn Nothelfern auf dem Jakcbsberg war. Diese Tradition stammt aus dem frühen Mittelalter, als beide Gemeinden, Gau- Algesheim und Ockenheim, Filialen der alten Hauptkirche in Bergen, dem heutigen Laurenziberg, waren.

Bild: Privat.

33. Am Laurenzifest kamen früher zahlreiche Pferdefuhrwerke hinauf zum Berg. Sie kamen aus der näheren und weiteren Umgebung, aus Rheinhessen, dem Hunsriick, selbst von.der Lahn um Bad Ems. Die Wallfahrer reisten bereits am Vorabend an und übernachteten in der Kapelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Zahl der Pferde stark zurück. An ihrer Stelle kamen Traktoren. Inzwischen ist die Zahl der Pferde wieder angestiegen. Viele Reitervereine führen ihre Pferde zur traditionellen Pferdesegnung auf den Laurenziberg. Berühmteste Teilnehmer waren einmal bis zum Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1792 die Pferde aus den kurfürstlichen Stallungen in Mainz.

Bild: Privat.

34. Feierliche Fronleichnamsprozession durch die Straßen der Stadt. Die Aufnahme entstand an der Einmündung der Querbein in die Langgasse. Die Häuser sind reich mit Fahnen, mit aus Tannengrün gebundenen Girlanden und Birkenreisig geschmückt. Über die Fensterbänke wurden Teppiche und bestickte Deckehen gebreitet auf denen mit Blumen gezierte Heiligenfiguren und Bilder standen. Kongregationen und Verbande trugen die Statuen ihrer Schutzpatrone. Vereine nahmen mit ihren Fahnen an der Prozession teil. Die Fronleichnamsprozession ist die feierlichste aller Prozessionen während des Jahres. An den Bittagen, an Christi Himmelfahrt, an Fronleichnam, dem Laurenzitag und am letzten Tag des 'Großen Gebets' führen feierliche Prozessionen durch die Straßen der Stadt,

Bild: Privat.

35. Kinder begleiteten mit Fähnchen und Palmzweigen das Allerheiligste in der Fronleichnamsprozession. Sie wurden von den Lehrern beaufsichtigt, daruit sie keine Dummheiten machten. Die Dame mit dem großen Hut war Fräulein Friedhof aus Bingen. Die Aufnahme entstand auf dem Kegelplatz vor der kleinen Barockkapelle. Hier war traditionsgemäß eine der vier Stationen, von der die Evangelien während der Prozession verkündet und der sakramentalische Segen erteilt wurde.

Bild: Privat.

36. Das frühere Kriegerehrenmal auf dem 'Alten' Friedhof an der Appenheimer Straße wurde im Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet. Seine Westwand war mit einem Relief verschlossen, auf der eine Mutter, ihr Kind an sich drückend und ein kniender Greis dargestellt waren. In der Mitte stand ein mit einem Helm und einem Lorbeerzweig geschmückter Sarkophag. Auf der Rückwand standen die Namen der Gefallenen.

Bild: Privat.

37. Die 'Richardshöhe' auf dem Westerberg über Gau-Algeshcim bietet dem Wanderer noch heute einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, die Rheinebene bis hin zum 'Binger Loch', die Höhen des Hunsrück und des Taunus, sowie in den Rheingau. Von der Firma Gebrüder Avenarius, Gau-Algesheim, wurde eine Schutzhütte gestiftet, die im Volksmund noch heute mit der Abkürzung 'GAGA' bezeichnet wird.

Bild: A. Reide!.

38. Bis hin zur 'GAGA' reichte vor dem Ersten Weltkrieg der Kiefernwald auf dem Westerberg. In den Notjahren nach den beiden Weltkriegen wurde der Wald als Brennholz abgeholzt und wanderte in die Öfen der frierenden Bevölkerung von Gau-Algesheim und Umgebung. Da die meisten Parzellen in Privatbesitz sind, konnte später nur ein geringer Teil des Westerberges wieder aufgeforstet werden. Der größte Teil der Fläche wird heute von Niederwald eingenommen. Der 'Gau-Algesheimer Kopf", wie dieser Teil des Westerberges in botanischen Fachkreisen genannt wird, zeichnet sich durch eine Vielzahl seltener Pflanzen aus, die aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit und des hiesigen Klimas auf ihm wachsen.

Bild: A. Reide!.

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