Gau-Algesheim in alten Ansichten

Gau-Algesheim in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Wantzen
Gemeente
:   Gau-Algesheim
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0879-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gau-Algesheim in alten Ansichten'

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49. Das 'Kurze Eek' war eine Gastwirtschaft direkt gegenüber dem Hauptportal der katholischen Pfarrkirche. Es erfreute sich besenders sonntags nach dem Hochamt eines regen Zuspruchs, Böse Zungen behaupteten allerdings auch, daß sich die Gau-Algesheimer 'Mannsleut' während der Sonntagspredigt heimlich von der 'Bortkerch' schlichen, um in der Wirtschaft schnelle einen 'Halben' zu trinken. Dies konnten sie unbeobachtet tun, da die Bortkerch, wie die Empore im Volksmund genannt wird, einen eigenen Treppenaufgang in der Vorhalle der Kirche hat. Wenn die Orgel wieder anfing zu spielen, konnte man schnell über die Straße zurück in die Kirche eilen, Auf unserern Bild steht der alte Kirchendiener Mense vor der TÜTe um die 'Sünder' fernzuhalten. Er selbst hatte dort allerdings auch seine Stammkneipe. Links an der Ecke steht Herr Toni Geier, während Frau Kessler aus dem Fenster hinunter auf die Straße schaut.

Bild: Privat,

50. Die 'alte' Neugasse im Morgenlicht. Rechts eine Laterne der ehemaligen Gaststatte 'Zur Bergstraße'. Links vor dem Pfarrhaus der spitze Giebel der alten Schmiede Zimmermann. Turm und Dach der Pfarrkirche sind noch mit Naturschiefer gedeckt.

Bild: A. Kleisinger.

51. In der Schmiede Zimmermann in der Froschau hinter dem katholischen Pfarrhaus wird ein Pferd vom Laurenziberg beschlagen. Johann Bosenbecker halt den Gaul am Zügel, während Herr Wink das Vorderbein stützt, damit Herr Wilhelm Zimmermann, kniend, das abgelaufene Hufeisen entfernen kann. Herr Johann Zimmermann hält das noch glühende, neue Hufeisen mit der Zange bereit. Neben ihm steht Heinrich Schmitt.

Bild: Privat.

52. Das Haus Wetzier in der Langgasse gegenüber der Einmündung des Antoniusgäßchen rnußte dem Neubau einer Weinkellerei weichen. Herr Wetzier war Elektroinstallateur und hatte ein kleines Geschäft für Elektroartikel.

Bild: Privat.

53. Direkt neben dem Haus Wetzier war ein kleiner Garten mit Sauerkirschbäumen. Im Mittelalter endete hier die Langgasse an der 'Heupforte',

Bild: Privat.

54. Ein Küferwagen auf der Langgasse. Rechts das ehemalige Friseurgeschäft Kleisinger, der im Volksmund das 'Schüsselche' genannt wurde. Das Eckhaus links mit dem Weinstock nach der Hofseite beherbergt heute umgebaut eine Metzgerei. Der Pferdekopf am nächsten Haus mit Krüpelwalmdach zeigte eine Sattlerei an. Dieses Handwerk ist inzwischen ganz ausgestorben.

Bild: Dr. Wolff & Tritschler.

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55. Ochsen waren früher neben den Pferden die gebräuchlichsten Zugtiere. Ein Ochsengespann wird vor dern Anwesen Doré in der historischen Weingasse mit Holzbütten zur Fahrt in die Traubenlese beladen. Die Weingasse, erstmals 1344 urkundlich erwähnt, war mit 'katzebuckligen' Flußsteinen gepflastert. In der Mitte war der sogenannte 'Ochsenpfad' mit Blaubasaltsteinen ausgelegt. Dieser war eigens anläßlich des Besuchs des hessischenGroßherzogs Ernst-Ludwig, 1906 hergerichtet worden, damit der hohe Gast ohne Stolpern die Straße begehen konnte. Um Mißverständnissen vorzubeugen; die Bevölkerung brachte den hohen Besuch nie mit dem Schimpfwort 'Ochse' in Verbindung!

Bild: DI. Wolff & Tritschler.

56. Der 'Philippsberg', eine kleine Seitengasse zur Langgasse, hat heute sein Gesicht ebenfalls gewandelt. Die Häuser sind aufgestockt und modernisiert. Niemand, der das Gäßchen betrat, entging dem prüfenden Bliek der Frau des Schuhmachermeisters Best.

Bild: A. Kleisinger

57. Das 'Wolfseck' mit seinen alten Bauemhäusern hat ebenfalls sein Gesicht gewandelt. In Rheinhessen pflanzte man früher gem Weinreben entlang der Häuser, Die Rebe mit ihrer tief ins Erdreich reichenden Wurzel entzieht dem Boden die Feuchtigkeit, die dadurch nicht mehr ins Manerwerk dringen kann. Bei den fränkischen Gehöften, die man in Gau-Algesheirn verbreitet antrifft, sind die Wohnhäuser an der Straße nicht unterkellert, während der Weinkeller sich meist unter den Wirtschaftsgebäuden im Hof befindet.

Bild: A. Kleisinger,

58. Alter Ziehbrunnen im Hof Molitor in der Flössergasse, einer typischen fränkischen Hofraite rnit K.rüppelwalrngedecktem Fachwerkwohnhaus in Giebelstellung zur Straße, überdachter Torfahrt und den um den mit Flußsteinen gepflasterten Hof liegenden Wirtschaftsgebäuden. Auch diese Idylle gehört der Vergangenheit an,

Bild: A. Kleisinger,

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