Gechingen in alten Ansichten

Gechingen in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Roller
Gemeente
:   Gechingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3238-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gechingen in alten Ansichten'

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Wir brtngen es zwar nicht [ertig, die Dinge unseren Wünschen entsprechend zu ändern, doch ändem sich mit der Zeit unsere Wünsche.

Marcel Proust

Der vorliegende Bildband zeigt uns alte Ansichten von Gechingen. Er soll uns erinnern an die lokale Vergangenheit. Die Erinnerung läßt Unangenehmes verblassen. Nur angenehme Dinge bleiben im Gedächtnis, Das soll so auch für Gechingens Vergangenheit gelten, damit diese Zeit als die gute alte Zeit erhalten bleibt. Vielleicht können wir für unsere heutige Zeit lernen. Das ist jedoch nur möglich, wenn wir den Bezug zur nahen Heimat suchen und finden. Der Heimatort soll mit guten Erinnerungen und Erlebnissen unserer Jugend in Gedanken bleiben. Freude und Liebe zum Heimatort ist dazu Voraussetzung. Nehmen wir die vielen Angebote dazu gerne an.

Ich bedanke mich bei Herrn Fritz Roller für die rnühevolle Arbeit die Geschichte Gechingens, auch mit diesem Bildband, für uns und für die Zukunft darzustellen. Die Zusammenstellung dieses Bildbandes ist einer der vielen Beweise für einen guten Bezug zur Heimat.

Rainer Dannemann, Bürgermeister

EINLEITUNG

Gechingen und seine Entwicklung

Der älteste Kern des Dorfes liegt an den Ortsquellen. Die ältesten Straßen sind: Geissbügel, Kuntzengässle, Bronnengasse, Metzgergasse, Hohe Gasse, das Gäßle und die Straß. Ein starker Holzzaun, der 'Etter', zog sich um den ganzen Ort. Es bestanden zwei Ausgänge, nämlich das Hengstetter Tor, gegenüber vom heutigen Rathaus, und das Tor an der Steige, bei der bisherigen Apotheke. Die ursprüngliche Bauform der Häuser war das alemannische Einheitshaus. Vereinzelt finden wir auch die fränkische Hofanlage. Alemannisch sind die Häuser von Samuel Wagner und Gehring auf der Mauer. Alle Häuser wurden in Fachwerk mit eichernem Holz errichtet. Die Gefache wurden früher mit Ästen oder Ruten und Lehm, später mit Feldsteinen, Zie gel ader Schwemmsteinen ausgemauert. Schon sehr früh wurden die Strohdächer durch Ziegel ersetzt. Einige Häuser trugen Inschriften, wie zum Beispiel: Ich achte meine Hasser gleich wie das Regenwasser oder Wie man liest in der Bibel, so steht mein Haus imGiebel.

Seit langem muß es in Gechingen eine Kirche gegeben haben, aber erst 1428 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Über dem südwestlichen Eingang der Kirche steht in Stein gehauen auf lateinisch: Zu Ehren des heiligen Martin ist geweiht diese Kirche im Jahre des Herrn 1481. Bertholdus Dieringer, Pfarrer. Heinrich Wieland. Steinhauer.

In den Jahren 1561, 1743,1825 und 1866 wurde die Kirche renoviert und teilweise erneuert. Aber erst 1876 wurde der Turm in seiner heutigen Form umgebaut.

Ganz in der Nähe der Kirche stand das alte Schulhaus, das 1834 anstelle eines noch älteren Schulhauses neu

erbaut wurde. Heute steht dort das evangelische Gemeindehaus. Daneben ist das alte Rathaus, das jahrhundertelang für die Gemeindeverwaltung da war. Früher wurden hier die Hochzeiten abgehalten. Tagsüber war nur ein Schreiber hier. Der Schultheiß (Schulze) kam nach Bedarf. 1857 wurde das Gebäude erneuert.

Vor dem Bau der Wasserleitung 1906 gab es in Gechingen etwa 76 Pump- oder Ziehbrunnen. Der tiefste Brunnen beim oberen Angel soll über 31 m tief gewesen sein. Die bekarmtesten Brunnen waren der 'Raurbrunnen' (Rohrbrunnen) bei der seitherigen Apotheke, der Brunnen beim alten Waschhaus am Feuersee und der Dorfbrunnen mit zwei eisernen Röhren vor der Bäckerei.

1881 vernichtete der sogenannte Großbrand große Teile des Alterts. 52 Gebäude wurden zerstört. Das heutige Gechingen verdanken wir dem damaligen Schultheiß Otto Friedrich Ziegler, der vorausschauend die Grundzüge eines modernen Dorfes entwarf. Kurz entschlossen sperrte er im Rathaus die widerstrebenden Gemeinderäte ein und ließ sie erst wieder frei, nachdem sie ihre Zustimmung zu seinen Plänen des Wiederaufbaus des Ortes gegeben hatten.

Dieser vorliegende Bildband versucht in 38 Abbildungen aus der Zeit von 1890 bis 1930 die Vergangenheit unseres Dorfes zu zeigen.

Mein besonderer Dank gilt der Familie Otto Weiß und Frau Gertrud Dingler sowie der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung bei der Zusammenstellung dieses historischen Bildbandes.

Gechingen, im Juli 1985

Fritz Roller

1. Schuhmacher um 1866.

Ein sehr altes Handwerk, das früher von ganzen Familien betrieben wurde, ist der Beruf des Schulunachers. Aus selbst hergestelltem Leder wurden die Schuhe geschnitten und zusammengenäht. Hier sieht man die Familie Wagner mit ihren Söhnen, die alle den Schuhmacherberuf ausübten. Dies ist eine der ältesten Aufnahmen aus unserem Ort.

2. Adler-Kreuzung um 1898.

Eine sehr seltene Aufnahme, die uns den Zustand der Kreuzung vor dem Abbruch des sogenannten Höpferhäuschens (Bildmitte) und des Vöhringer oder Ungerhäuschens (halbrechts) zeigt. Anstelle des Höpferhäuschens entstand die heutige Mauer mit den Schranken. Ganz links ist der frühere Gasthof 'Adler' zu sehen.

3. Dieses Bild zeigt das 'Höpferhäusle' von seiner hinteren Seite, links der damalige Konsum.

4. Schafschur um 1900.

Die Schaf zucht lieferte für die Weber im Ort das Rohmaterial. Schafe wurden schon seit Jahrhunderten in Gechingen gehalten. Unser Bild zeigt Mitglieder der Familie Schaible, die schon seit Generationen den Beruf des Schäfers ausübten. Die heutige Weingartenstraße hieß früher übrigens 'Schafgasse ' .

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