Gelenau in alten Ansichten

Gelenau in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Emmerich
Gemeente
:   Gelenau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5821-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gelenau in alten Ansichten'

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Mittel-Oelenau i. Erzgeb.

9. Ein weiteres Bild vom mittleren Ortsteil: Wie gut erkennbar, war die Häuserzahl im Jahr 1911 wesentlich niedriger als in heutiger Zeit. Die Einwohnerzahl betrug bei der Volkszählung 1910 aber bereits 6 133 Personen. Die Ortsfläche war 1 503 ha groß. Auch hier fügen sich die Fabrikgebäude harmonisch ins Ortsbild ein.

10. Auch das dritte Bild vom mittleren Ortsteil zeigt noch einmal die obere Hälfte des Dorfes, bis zur Burkhardtsdorfer Straße. Die Aufnahme ist wesentlich später als die vorhergehenden gemacht worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gelenau 7 500 Einwohner, was an der größeren Zahl der Häuser zu erkennen ist.

11. Das Feuerwehrdenkmal erinnert an das große Hochwasser am 30. Mai 1882. Nach einen schönen Frühlingstag brach in den Abendstunden ein schweres Unwetter herein. Im Oberdorf lagen die Schloßen mehrere Fuß hoch und hatten die Größe von kleinen Hühnereiern. 1m Mitteldorf gingen mehrere wolkenbruchartige Regenfälle nieder. Fünf Feuerwehrmänner wurden von den Wasserfluten mit fortgerissen. Weitere fünf Einwohner kamen ums Leben.

12. Eine Gedenktafel befindet sich im Vorraum unserer Kirche. Die Namen und das Geburtsdatum aller zehn Einwohner sind darauf', zur Erinnerung an den Schreckenstag des Hochwassers in unserem Ort.

13. Der Marktplatz im Jahre 1911, mit dem Gasthaus Zu den Linden im Vordergrund. Weiter aufwärts ist das Gasthaus Norddeutscher Bund zu sehen, das sich damals zwischen der Klempnerei Böhm und der Schmiederei Gerlach befand. Später wurde das Gasthaus etwas weiter abwärts verlegt. Heute ist die Hirsch-Apotheke daraus geworden. Der erste obere Norddeutsche Bund wurde zum Lebensmittelgeschäft Max Dietz, im Ort einfach beim Lobegott genannt. Das Haus wurde kurz vor Kriegsende beim Bombenangriff zerstört. In guter Erinnerung bleiben die Jahrmärkte die bis 1939 alljährlich im April und September hier abgehalten wurden. Vom damaligen Richter Fleischer bis zum Feuerwehrdenkmal standen beiderseits die Budenreihen. Dazu noch das große Riesenrad ein Karussel und die Luftschaukel. Das damalige gemütliche Jahrmarkttreiben wird von den neuzeitlichen Markten nicht mehr erreicht.

14. Eine zweite Aufnahme vom Marktplatz und ein Stück abwärts davon, die Fleischerei Paul Richter und der Kinder-Schuster mit Schuhgeschäft. Die linke untere Abbildung zeigt die Obere Schule in unserer Väter Tagen; sie besteht schon seit 1879.

15. Ein stiller Zecher, ja, Zeitung austragen macht müde. Ob ein kühles Bier auf dem Kopf Rudolf wieder munter macht? Ja, bei der 'Marie' gab es so manchen kleinen Spaß. Am 1. Januar 1994 wäre Marie Reuther hundertundeinjahr alt geworden. Auch sie verkörperte ein Stück Gelenauer Gastwirtsgeschichte. Die Gaststätte Zu den Linden fiel 1945 einen Fliegerangriff zum Opfer , nur ein Flachbau blieb erhalten. Er wurde Scherzhaft die Sennhütte genannt.

Mit dieser Gedenktafel am Geburtshaus von Louis Riedel werden die Gelenauer an den später in Meßbach ansässigen Heimatdichter erinnert. Ironie des Schicksals:

Die vogtländische Mundartdichtung wurde von einem Erzgebirgler ins Leben gerufen. toto: ösel

16. Eine Gedenktafel und ein Wegename erinnern in Gelenau an Louis Riedel, den Altmeister der vogtländischen Heimatdichtung, Wer war Louis Riedel? Er wurde am 29. April 1847 geboren. Sein Geburtshaus befindet sich oberhalb des ehemaligen Lehngerichtes; dort ist auch diese Tafel zu sehen.

17. Louis Riedel war der Sohn armer Leute, besuchte erst die Dorfschule, dann schon nach kurzer Zeit die Fabrikschule in der Baumwollspinnerei, die sogenannte Schüllermühle. Bei zwölf Stunden Arbeitszeit am Tag waren davon zwei Stunden Schulunterricht. Doch selbst hier wurde die überdurchschnittliche Begabung dieses Arbeiterkindes erkannt. Der damaligen Gelenauer Obrigkeit ist es zu verdanken, daß Louis Riedel am Lehrerseminar in Annaberg seine Ausbildung erhalten konnte. Er wurde dann Lehrer im vogtländischen Meßbach. Dort entstanden seine zahlreichen Erzählungen, Gedichte und kleine Theaterstücke. 37 Bände zählt Louis Riedels literarischer Nachlaß; vieles aus seiner Feder ist heiterer Art. Die mundartliche Kunstdichtung wurde - welche Ironie des Schicksals - von einem gebürtigen Erzgebirgler ins Leben gerufen. Riedel war der produktivste Mundartdichter, und ihm gehört das Verdienst, die vogtländische Mundart literaturfähig gemacht zu haben. 43 Jahre war er Lehrer im kleinen Ort Meßbach. Auch dort wurde an der damaligen Schule eine Gedenktafel angebracht. Er hatte viele Kinder, wie es damals üblich war. Mit fast 72 Jahren ist er am 31. März 1919 in Plauen gestorben.

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18. Unsere alte ehrwürdige Kirche ist das am meisten fotografierte Gebäude unseres Ortes. In ihren schlichten Aussehen paßt sie gut ins Ortsbild. Die letzten großen baulichen Veränderungen wurden 1871 vorgenornrnen, seitdem ist das Äußere unverändert. Zusammen mit Pfarrhaus und der alten ehemaligen Kirchschule bilden sie eine schöne geschlossene Einheit. Die Kirchschule war die erste schulische Einrichtung unseres Ortes.

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