Gelenau in alten Ansichten

Gelenau in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Emmerich
Gemeente
:   Gelenau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5821-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gelenau in alten Ansichten'

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39. Dieselbe Klasse noch einmal ein paar Jahre später im Schulgarten mit Lehrer Kurt Martin in den dreißiger Jahren.

In seiner bescheidenen, aber selbstbewußten, zielstrebigen und geradlinigen Art ftogen ihm die Herzen der Jugend wie der Erwachsenen des kleinen Erzgebirgsstädjchens zu. Zu allen Jahres-

40. Als Ausdruck des Dankes und der Verehrung für alle Gelenauer Lehrer, ist gewissermaßen stellvertretend für alle, Bild und Gedicht von Lehrer Reinhard Rother gedacht. Bild und Gedicht erinnern an den 1899 in Stollberg geborenen Lehrer. An beiden Weltkriegen mußte er teilnehmen - 1944 ist er an der Ostfront gefallen.

41. Zensuren

Und nun der letzte noch! Gott sei Dank! S'ist Zeit! Nie überkommt des Daseins Kläglichkeit

mich so, wei beim Zensurenschreiben>-

Der Teufel machst Ich ließ es gerne Bleiben! Was soll das: Eines muntren Wesens Kern in toten Ziffern richtig auszudrücken?

Ich weiß bestimmt: Von allen hohen Herrn die heut regieren, wird das keinem glûckentIndes der letzte noch! Der Rudi, 0 ...

Da steht er vor mir, ja, leibhaftig so:

Mit blondem Haar, das blaue Auge lachtich habe niemand je so lachen sehen-

als wollte er vor Übermutt vergehen!-

Und in dem Lachen wohnt geheime Macht:

S'steckt an! Ich könnte euch davon berichten. Jedoch, was sollen alle die Geschichten? ..

Er kann auch ernst sein, ja, gar ernst und dann sieht er mich abgrundtief wehmûtig an,

als wollte er Verzeihung und Verstehen

für allen seinen Übermut erflehen>-

Ein guter Kamerad: Sein Butterbrot teilt er mit jedem Nachbar, ist es Not.

Sein Höchstes aber ist und bleibt: mit singen

laut jubelnd duren die grüne Welt zu springentIch nannte ihn drum oft [ûr mich im stillen

und war ihm gut dabeit-Mein wildes Füllen.Hallo! Da kam ich ja in faules Träumen! Zensurenschreiben heißt's, nicht ZeitversëumentZensuren!-Rudi!-Ach dein Lesen ist

ein böses Holpern, wenn mans recht so mißt,

und richtig schreiben, nicht wahr, fällt dir schwer.Ein jeder Aufsatz war ein rotes Meer!

Am schlimmsten aber hast du stets empfundenich weiß es wohl-die vielen Rechenstunden! Was waren Preise und Prozente dir?-

Es tut mir leid: im Rechnen gibts-die Vier! Die böse Vier! Ach sähest du darin,

wie gut ich dir trotz deines Rechnens bin. Glaub mir: ich schrieb sie-mit viel Liebe hin!

(Reinhard Rother , Lengefeld)

42. Der Sportplatz und die Arbeiterturnhalle wurden durch die finanzielle Opferbereitschaft und viele Eigenleistungen der damaligen Sportler geschaffen. Seit langer Zeit hat auch der Ring- und Sternrnklub Jugendkraft hier seine Kampt- und Trainingsstätte. Gelenau wurde schon frühzeitig als Ringerhochburg bekannt.

43. Auch der Festwagen eines Gelenauer Heimatfestes weist auf die große Ringertradition unseres Ortes hin.

44. Die Methodistenkapelle wurde 1907 geweiht. Das schlichte Aussehen hat sich seitdem wenig verändert.

45. Auch die bescheidene aber würdige Raumausstattung mit Altar, Kanzel und Taufeinrichtung aus Holz ist eine sehr gute Arbeit des gebürtigen Gelenauers Gerhard Weidhaas, der das Tischlerhandwerk erlernt hatte. Der Genannte wurde danach Pastor der Methodistenkirche. Zu erwähnen ist noch, daß in diesem Gotteshaus der bekannte Pastor, Schriftsteller und Dichter Karl-Hans PoHmer zwei Jahre amtiert hat.

46. Das in der Bildqualität nicht sehr gute Foto wurde am Eingang des ehemaligen Gasthofes 'Zur Katze' gemacht. Es zeigt die letzten Besitzer, die Wirtsleute Richard und ülga Berthold mit ihrem einzigen Sohn Heinz, der im Krieg gefallen ist. Auf der rechten Seite die Kellnerin Marianne und ein Verwandter der Wirtsfamilie, Kurt Knobloch. Das Bild und der folgende Artikel 'Eigenartige Gaststättenbezeichnung' sind aus dem Nachlaß von Olga Berthold. Es wurde dem Verfasser freundlicherweise von Frau Alice Fichtner, ihrer in der Schweiz lebenden Nichte, überlassen.

47. Eigenartige Gaststättenbezeichnung

Bemerkenswert ist die Erklärungfür die Gaststätte 'Katze' in Gelenau. Ein Heimatforscher hörte dazu neben anderen Deutungen auch die folgende: Als um die Mitte des vorigen Jahrhunderts die Straße Altchemnitz-Weißbach-Niedergelenau-HeroldEhrenfriedersdorf ausgebaut und im Anschluß daran der Bau einer Dorfstraße durch Gelenau erwogen wurden, kam die Meinung auf, man müsse an der Straßengablung in Niedergelenau eine Gaststätte errichten.

Die Wirte zweier sich gegenüberliegender Häuser bemühten sich um die Schankbewilligung. Der eine, seiner Sache sicher, meinte zu seinem Gegenüber (dem Wirt der heutigen ' Katze'}, er brauche sich gar nicht weiter zu bemühen, denn alle seine Bemühungen würden 'doch nur für die Katz sein'.

Aber gerade der Siegessichere erhielt die Genehmigung nicht. Der andere nannte dem unterlegenen Mitbewerber zum Spott den neuen Gasthof ' Katze' und gab damit zu verstehen, daß seine Bemühungen zwar '[ûr die Katze', und doch nicht '[ûr die Katz' gewesen seien.

Das Bestehen einer Schänke an dieser Stelle ist urkundlich bereits 1669 nachweisbar.

48. Das Bahnhofsgelände, dahinter der Ortsteil Wiltzsch mit der Gaststätte Grünes Tal. Von 1886 bis 1972 war Gelenau Kleinbahnstation. Auf der 13,25 km langen Strecke von Wilischthal bis zum Bahnhof Thum, 507 m hoch gelegen, mußten 167 m Höhenunterschied überwunden werden. Die Fahrzeit der Personenzüge betrug im Fahrplan von 1939 fünfzig Minuten. Von Bedeutung war der Güterverkehr für die Spinnereien, das Kalkwerk in Herold und weitere Betriebe.

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