Gelenau in alten Ansichten

Gelenau in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Emmerich
Gemeente
:   Gelenau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5821-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gelenau in alten Ansichten'

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Çruss aus der yecirhütle Wilisch/llal

49. Eine Partie ins Wilischthal und ein Bliek auf die ehernalige Pechhütte, vier Kilometer unterhalb von Gelenau, zeugen von der Romantik unserer einstigen Schmalspurbahn.

artle aus dem Wilischtal

50. Der Ortsteil Wilitzsch läßt auf slawischen Ursprung schließen. Die Namensbezeichnung bedeutet Wolfsaue und für den Fluß Wilisch Wolfsgrund. Das sehr alte Anwesen die Wilitzschmühle, auf unserem Bild mit Fachwerk, wurde am 5. März 1945 bei einem Fliegerangriff stark beschädigt. Dabei kamen im Ortsteil neun Menschen ums Leben.

51. Die untere Mühle wurde bereits 1580 in Aufzeichnungen erwähnt. Von wechselnden Besitzern wurde sie zum Mühlengut erweitert. Die schweren Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und die damit verbundenen Gebäudeschäden wurden recht und schlecht überstanden.

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Ein Samenkorn, wenn noch so klein, Kann sich zur größten Frucht gestalten, Wenn nächst der Sorgfalt für's Gedeihn Auf Müh' und Arbeit Sexen walten.

52. Im Jahre 1819 kam ein Bäcker- und Müllergeselle aus Kottengrün im Vogtland auf der Wanderschaft nach Gelenau. Die Mühle war wieder einmal verkäuflich, Der Wanderbursche erwarb mit Hilfe der Eltern, die ebenfalls Mühlenbesitzer waren, das Anwesen zum Preis von 3 800 Talern. Sein Name war Johann David Schüller. 1829 heiratete er Christine Wilhelmine Ahnert, die Tochter des Burkhardtsdorfer Müllers und Weißbäckers. Mit dieser Verbindung ist ihm wieder viel Geld dazugekommen. Er baute sein Anwesen gründlich aus und unternahm das Wagnis, riß den größten Teil der alten Mühle ab, und es entstand daraus 1838 ein Spinnereibetrieb. Mit der Spinnerei ging es erstaunlich schnell vorwärts; das Wasser der Wilitzsch und auch des Gelenauer Dorfbaches waren gute und billige Arbeitskräfte,

53. Die Schüllermühle. Die Aufnahme wurde 1908 gemacht. Der industrielle Ausgangspunkt: wie viel hat sich doch in den siebzigJahren seit der Inbetriebnahme als Spinnereibetrieb in unserer Gegend verändert. Aus Gelenau war ein Industrieort geworden. Auch die Strumpfherstellung hatte sich wesentlich verändert. Aus Hausarbeitern waren Fabrikarbeiter geworden.

54. Ein Bliek in den Krempelsaal der Schüllermühle: Beachtenswert ist die Antriebsart mit der stehenden Welle, durch alle Stockwerke hindurch. Die Kegelräder hatten damals Hartholzverzahnung. Aber auch der lange Frauenrock bei der Arbeiterin zeugt vom Geist der Zeit.

55. Auch der Zweizylinder-Selfaktorsaal zeigt den wasserradtypischen Antrieb. Die Selfaktorspinnmaschine wurde 1825 in England erfunden. Beachtenswert ist auch die heute kaum mehr vorstellbare Tatsache, daß die Beleuchtung mit Petroleumlampen und die Heizung mit Eisenöfen in den Fabriksälen erfolgten.

56. Die alte Villa an der Herolder Straße gehörte dem 1895 verstorbenen Louis Schüller. Danach war sie bis 1945 Beamtenwohnhaus. Es ist die älteste Villa unseres Ortes. Leider ist der alte Herrenhauscharakter in der Folgezeit nicht erhalten worden. Besonders wertvoll waren die gewölbten Bleiglasfenster.

57. Seit 1912 hat die Flyerin auf diesem Bild in der Spinnerei gearbeitet und hat einen großen Teil Betriebsgeschichte mit erlebt. Sie war eine der vielen pflichtbewußten, treuen und fleißigen Menschen unserer Gegend.

58. Eine Erinnerung an die ehemalige Spinnerei Weißbach, drei Kilometer Wilischabwärts. Im November 1933 brannte das Fabrikgebäude in wenigen Stunden völlig aus. Der Großbrand vernichtete die 1862 in Betrieb genommenen drittälteste Spinnerei der Firma Gebrüder Schüller. Nach jahrelangem Ausbau war eine Betriebsfeierstätte daraus geworden, die zum hundertjährigen Betriebsjubiläum 1938 ihrer Bestimmung übergeben wurde. Später wurde eine Gewerkschaftsschule daraus.

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