Gelnhausen in alten Ansichten Band 2

Gelnhausen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gerhard Blumenröder
Gemeente
:   Gelnhausen
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3160-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gelnhausen in alten Ansichten Band 2'

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9. Der Gauleiter Jakob Sprenger (1884-1945), einst Inspektor der Reichspost in Frankfurt am Main, ließ sich die Versorgung der Kranken angelegen sein. Das städtische Krankenhaus in der Holzgasse war für eine Belegung aus dem Umland der Kreisstadt zu klein. Der Schöfferpark, seit langem den Gästen des Solsprudelbades geöffnet, wurde seitens der Kreisverwaltung zum Standort eines Neubaus gewählt. Die Bauzeit des Kreiskrankenhauses fiel in die Jahre 1935 und 1936. Im Faltblatt zur Eröffnung steht geschrieben: Es ist ein zweckdienlicn eingerichtetes Haus, in dem 100 Patienten Aufnahme finden. Gauleiter Sprenger, dessen Namen der Bau trägt, weihte die Stätte personlich im Dezember 1936 ein.

10. Der Gelnhäuser Wirtschaftshof des Zisterzienserklosters Haina ist urkundlich mehrfach benannt. Von besonderer Bedeutung erscheint hier die Nachricht Reimer II Nr. lOS vom Jahre 1311. Damals überließ die Stadt Gelnhausen der kleinen Hainaer Niederlassung eine Hofreite 'sitam retro hospitale ', Mit Recht sehen wir in dem Eingangstor, das mit seinem Seitenpförtchen bis 1971 stehenblieb, eine Baumaßnahme des 14. Jahrhunderts, als der Hainaer Hof, hinter dem Hospital gelegen, mit einer Maner gesichert wurde.

11. Die Schule der kleinen Suppenkasperle war eine Einrichtung tätigen Bürgertums, Zuerst ward in 1901 den Eltern, die gerneinsam fürs Wohl ihrer Familie arbeiteten, die Fürsorge der nichtschulpfhchtigen Kinder abgenommen. Aufsicht und Verpflegung kosteten Pfennigbeträge wöchentlich. Schwächliche erhielten Solebäder. Der Betrieb der Suppenschule fand in dem damals städtischen Anwesen Schulstraße 3 statt, Der segensreichen Arbeit widmeten sich Diakonissen und Damen des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz. Die Suppenschule bestand bis etwa 1930, unser Bild entstand zehn Jahre zuvor.

12. Der Schifftorturm mit einer breiten Durchfahrt von 3,80 Metern weist auf die Bedeutung hin, die dem Warenumschlag auf der Gelnhäuser Schiffslände zukam. Die ehedem bis hierhin schiffbare Kinzig hat im Mittelalter den Warentransport erleichtert, der vornehmlich auf dem Teilstück der Leipziger Straße, dem Hanauer Sand, von den Rückinger Schlägen bis zur krummen Kinzig, äußerst beschwerlich war. Vom Schifftor ist überliefert, daß es 1569 mit einem Böller und sechs Hakenbüchsen bestückt war. Der Schiffleut Zunftsiegelstempel wird noch heute im städtischen Archivaufbewahrt.

Bad Gelnbausen.

Gesamtansicht.

13. Ein Bliek über das Flußbett, aufs Städtchen hinüber! Da wird uns die heitere Landschaft des mirtleren Kinzigtals vor Augen geführt. Der Fluß, der dem Kinzborn bei Sterbfritz entspringt, hat bis Gelnhausen, ganz im Sinne seiner alemannischen Namensstammform, eine Vielzahl von Quellen und Bächen in seinem Bett vereinigt, die ihm von den Hängen des Vogelsbergs und Spessarts zugeeilt sind. Unsere 'Kinz' hatte im Stadtgebiet sechs Mühlen in Gang zu halten, nämlich Papiermühle, Neumühle, Hainmühle, Stadtmühle, Inselmühle und Wasenmühle. Des Treibens müde gernacht, trägt sie noch immer viel Boote, auch Kähne, und spiegelt sachte das Antlitz der Stadt.

14. Die Kreissparkasse Gelnhausen, im Jahre 1878 als Kreis-, Spar- und Leihkasse von weitbliekenden Führungskräften der Stadt- und Kreisverwaltung ins Leben gerufen, hat eine geschäftliche Entwicklung genommen, die den Gründern, Sparern und Verwaltungskräften der Frühzeit alle Ehre macht. Im Rahmen unserer Ansichtenwiedergabe kommt das Gebäude am Schnittpunkt der Neuen Straße mit der Schmittgasse ins Blickfeld. Im Jahre 1928 ist es auf dem Ruinengrundstück der niedergebrannten Kees'schen Kunstmühle nach den Planen des Architekten Rudolf Breuer errichtet worden. Der vorerst letzte Umbau der HauptsteIle Gelnhausen fand 1974/75 statt.

15. Ein altes Lichtbild vom 'Platz' führt uns die Häuserfront vor Augen, die durch das Flugzeugunglück vom Juni 1939 völlig vernichtet wurde. Das Tor zum alten Friedhof der Burggemeinde grenzte zur Linken an das Haus der Witwe Bach. Zur Rechten ist das Anwesen Pröscher-Köhring erkennbar. Im Bildhintergrund sind Teile der Löhergasse, mit dem inzwischen auch der Spitzhacke überantworteten Gemäuer des Gerichtsgefängnisses zu sehen.

16. Die Ansicht der Kuhgasse, zu Beginn der dreißiger Jahre, reicht über das Kopfsteinpflaster hinauf an das sogenannte Steinhaus, von dessen romanisohem Ursprung nur noch wenige Bauelemente zeugen. Carl Bindernagel, Haus- und Handelsherr, zählt zu den Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Von der Tiersammelgasse, der Kuhgasse, führte der Hirt das Rindvieh durchs Rupertertor auf die Weide 'zwischen der Kinzich und der Lachen'. Seit Menschengedenken wurden nur noch Ziegen gehütet. Morgens nahm sie Hirt Abig hier in Empfang, trieb mit ihnen in die Dürichshohl. Von dort aus naschten sich die Tiere den Tag über bis in den Stadtwald hinauf.

17. Lange Zeit galt die gotische Hausstelle in der Kuhgasse als das älteste Fachwerkgebäude Deutschlands. In Limburg an der Lahn und Frankfurt-Sachsenhausen wurden indessen 1976 und 1979 gezimmerte Häuser des 13. Jahrhunderts nachgewiesen. Das Haus Kuhgasse 1 war gegen Ende der sechziger Jahre derart baufällig geworden, daß sein Abbruch verfügt werden mußte. Dem unerschrockenen und tätigen Einsatz der Herren G. Kalbfleisch (Bauherr) und G. Mende (Architekt), beide vom Geschichtsverein Geinhausen, verdankt die Stadt die Rettung dieses Kleinods und Zeugen der Geinhäuser Holzgerechtsame im Büdinger Wald, wo das Bauholz 1351 geschlagen wurde,

6érnfÎCl{fSen. - - _

-- Aller' üm'1. F-a~nwerkbaû.

18. Die Schule der jüdischen Bevölkerung Gelnhausens wird urkundlich erstmals 1361 genannt. Nach dem Dreißigjährigen Kriege ist sie wieder aktenkundig: 1656 kann die Instandsetzung der beschadigten Synagoge erfolgen, wobei die Baugenehmigung für die Schule gegen Erlegung von fünfzig Reichstalern erteilt wird. Unsere Aufnahme des Jahres 1916 gilt der Erinnerung an den Vorbeter der Kultusgemeinde und Lehrer des konfessionellen Unterrichts, M. Strauß, der sich als Heimatforscher betätigte und der aufgrund seines Schrifttums noch heute zitiert wird.

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