Gelnhausen in alten Ansichten Band 2

Gelnhausen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gerhard Blumenröder
Gemeente
:   Gelnhausen
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3160-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gelnhausen in alten Ansichten Band 2'

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29. Die Stadt Gelnhausen trägt als ehemalige Reichsstadt ein Wappen, das den Adler als gemeine Figur zeigt: Im goldnen Feld der schwarze Reichsadler, nach rechts gewandt, rot bewehrt, mit dem silo bernen Herzschild belegt, darin ein schwarzer Balken, der Mittelflanke und Herzstelle überquert. Dieses Zeichen der Reichsstandschaft diente einst militärischen Verpflichtungen. Das Wappen prangte an den Toren der Stadtbefestigung. Bei der Teilnahme an Reichskriegen, beziehungsweise Reichsexekutionen, sammelten sich die wehrfähigen Bürger unter ihrem Fähnlein. In Grenzsteinen, Torbögen und Treibarbeiten finden wir häufig nur den Herzschild wiedergegeben.

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30. Das 'Rote Buch' enthält alle Freiheiten und Rechte, die den Bürgern seit dem Jahr der Stadterhebung 1170 zugekommen und von den Herrschern des Heiligen Rörnischen Reiches Deutscher Nation immer wieder bestätigt worden sind. Letztlich bewahrt es drei in der historischen Literatur nicht erwähnte Kaiserurkunden der Jahre 1712, 1742 und 1746. Die insgesarnt 55 bestatigten Privilegien-Urkunden sind auf Pergament gesenneben und in die Einbanddecke gefaßt, die in roten Samt eingebunden wurde. Der Kaiserlichen Majestät Franz I. und des Vizekanzlers eigenhändige Unterschriften bestätigen unter anderem den inhaltlichen Wortlaut. Siegelschnur und Sicgelkapsel beschließen das Ganze. Das rote Insiegel ruht in einer Nußholzbulle.

31. Die in Wachs geprägten großen Siegel der Stadt Gelnhausen sind nur noch an wenigen Urkunden vorhanden. Bruchstücke überwiegen dabei; sie sind immerhin wahrhaftige Zeugen von der Bedeutung der alten und freien Reichsstadt, deren Einflußnahme irn Zeugenstand der urkundenden Kaiser und Könige nachhaltig auf die Umwelt wirkte. Die Urnschrift SIGILLUM. SCVLTESI ? ET ? CIVIVM ? DE ? GEILENHVSEN bestimmte die Verwendung des Stempelsiegels durch Schultheiß und Bürgerschaftsvertreter. Die urkundlichen Quellen belegen, daß Gerlach von Büdingen im Juli 1230 den Titel Schultheiß und nicht mehr villicvs anwendete. Sicgel kennen wir aber erst ab 1244.

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32. Das Stadtgericht vertrat mit Urteilen und Rechtsbelehrungen das Stadtrecht, das aus dem fränkischen Gewohnheitsrecht erwachsen und mit den praktischen Erfahrungen eines königlichen Reichsgerichts fortentwiekelt worden war. Viele Städte, Flecken und Dörfer wurden mit Gelnhäuser Recht bewidmet. Das Gerichtshaus, praetorium, wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Das Stadtgericht erlangte die Stellung eines Oberhofs, der von einem weiten Rechtskreis angerufen wurde. Neben Rechtsbelehrungen in Prozeßsachen erteilten die Schöffen Auskünfte allgemeiner Art über Prozeßverfahren, Bußen, Marktstatuten und so weiter. Sie schlossen aber nach einem Erlaß König Ludwigs des Bayern jegliche Begünstigung im Sinne der Privilegien ihres reichsstädtischen Eigenlebens aus.

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33. Im Gegensatz zu dem großen Stempelsiegel der Stadtverwaltung mit dem Herrscherpaar hat es ein kleines Petschaft für den unmittelbaren Gebrauch des Schultheißen bei dem Gelnhäuser Schöffengericht gegeben. Wenn auch die ikonographischen Elemente wie Kaiserpaar, Reichsinsignien und architektonisches Beiwerk für Gelnhausens Stadtwesen eigentümlich sind, so ist die Legende SIGILLVM SCULTATIS : GELNHVSANAE ein Beleg für Werden und Walten des Stadtgerichts, das sich zum Mittelpunkt eines weiten Stadtrechtskreises entwickelte. Das Stempelsicgel ging verloren. Stempelabdrucke sind an vielen 'Contracten', bis ins 19. Jahrhundert, erhalten.

34. Der im April 1920 bei Lichtenberg im Odenwald gefundene Denar mit der Umschrift BEATRIX GEILENHVS ist um 1180 nach der Zeitrechnung geschlagen worden. Der Pfennig ist in Silberblech ausgeprägt, und zwar in der Art, die seit der Renaissance von den Numismatikern Brakteatenkunst genannt wird, Der Durchmesser beträgt 27 Millimeter; das Gewicht 0,74 Gramm. Beatrix von Burgund war die zweite Gemahlin Kaiser Friedrich Barbarossas. Dieser Pfennig ist ein sichtbares Zeugnis der Verehrung der Kaiserin und ein Zeichen der Zuneigung zu der 1170 mit besonderen Freiheiten bedachten jungen Stadtgemeinde. Die Nennung von beider Namen bezeugte den Schriftkundigen damals schon die große Liebe Barbarossas zu Beatrix und zu Gelnhausen.

35. Ein Schriftbrakteat, der den Namen des Kaisers mit den Versalbuchstaben FRIDERIC nennt, stammt auch vorn Lichtenberger Fund, 1920. Der Durchmesser beträgt 26 Millimeter. Sinnbild des Markttreibens, für das den Kaufleuten aus kaiserlicher Huld Freiheiten verliehen wurden, ist das Marktkreuz, als Ringkreuz ausgebracht. Der Sternpelschneider hat es dem Zepter zubedacht und zwischen das Herrscherpaar gestellt. Mit dem Pfennigtyp setzt die Bildtradition Gelnhausens im Wirtschafts- und Rechtsgefüge des Hochmittelalters ein, Der Nachwelt erscheint es bedeutungsvoll, daß der Kaiser nicht ein Zeichen wie Adler oder Reichsapfel setzen ließ, jedoch sich selbst mit seiner Gemahlin für die Ehre und Wirtschaftskraft der Stadt verwandte.

36. Die Planungen für die Barbarossa-Halle, Bürgerhaus und Stadthalle im Zentrum der Altstadt, lassen die Fragen zunächst offen, was aus dem Baubestand des 19. Jahrhunderts werden kann. Ohne Zweifel gebührt den Resten des Franziskanerklosters der Vorzug und für die Wiederherstellung oder teilweise Einbeziehung des Kreuzgangs wären gelungene Beispiele jüngster Städtebaukunst anzuführen, Zu hoffen ist, daß der 1980 eingeleitete Wettbewerb das Projekt vorrangig auslobt, das unter anderem auch eine angemessene Verwendung für die alte Mittelschule findet, die, am 3. November 1892 eingeweiht, den Namen der Gattin Kaiser Wilheims 1., Augusta geborene von Sachsen-Weimar, trug.

37. Mit einern Klassenfoto des Jahres 1904 stellen wir die 'Erstberjerschul' vor. Sie war die städtische Mittelschule, die namens der deutschen Kaiserin ab 1892 'Augusta-Schule hieß, Lehrer Kar! Druschel (1843-1923) unterrichtete Deutsch und leitete die Turnstunden. Der Schulbetrieb sah vor, daß Buben wie Mädchen aller Konfessionen hier eine dreijährige Vorschule mit dem Lehrstoff der ersten vier Grundschulklassen durchliefen, um bis zur Untertertiareife am Ort unterrichtet zu werden. Als 1909 die Realschule die Erziehung der Knaben übernahm, verblieb die Augusta-Mittelschule den Mädchen, die ab 1919 nach dem Lehrplan des Lyzeums ausgebildet wurden. Zu Ostern 1926 erfolgte die Auflösung der Mittelschule; die Schülerinnen besuchten fortan die Realschule.

38. Wir befürworten die Errichtung von Stadthallen oder Biirgerhäusern. Es gab eine Zeit, die öffentliche Kaufhäuser bauen ließ. Ein Privileg König Ludwig des Bayern von 1330 besagt, daß die Bürger von Gelnhausen 'eyn kauffhues in die stad gepauwen mogen'. Das ab 1358 als Rathaus benutzte Gebäude brannte 1736 im Dachstuhl aus. Wiederaufbau im 18. Jahrhundert und Sanierung in neuester Zeit erfolgten rnit Mansarddach.

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