Gelnhausen in alten Ansichten Band 2

Gelnhausen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gerhard Blumenröder
Gemeente
:   Gelnhausen
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3160-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gelnhausen in alten Ansichten Band 2'

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39. In der Halle des heutigen Rathauses sind an der Ostwand die Reste eines Gemäldes erhalten geblieben. Der Wappenschild, dessen Herzstelle den Mittelschild trägt, sowie die Gewandung der in den Vordergrund gestellten erlauchten Persönlichkeit, weisen in das 16. Jahrhundert, als im Jahre 1502 auf Sankt Peter und Pauli-Tag (30. Juni) eine Versammlung von Kurfürsten hier weilte, die den Markgrafen Joachim von Brandenburg in ihrer Mitte sah. Wieder ging es um hohe Reichspolitik. Unter Leitung des Erzkanzlers Berthold von Henneberg, Kurfürsten von Mainz, bemühten sich die Mächtigen des Reiches um eine Reform, die unter anderem auch die 'Lage des gemeinen Mannes' betraf.

40. Der nordwestliche Teil des Obermarktes, über der alten Trasse der Kinzigstraße gelegen, war schon zu Beginn unseres Jahrhunderts mit Alleebäumen bepflanzt worden. Für die Raumplanung der Zeit gibt der Standort des Kriegerdenkmals 1870/71 Aufschluß. Noch ist die Kirche des Heiligen Petrus turmlos und dient der Zigarrenfabrikation.

41. Das Denkmal für die Krieger des Feldzugs von 1870/71 wurde im Jahre 1874 in der Allee auf dem Obermarkt errichtet. Auf einem 2 Meter hohen Sandsteinsockel erhob sich zu Anfang eine Großbronze im Stil der Rauch'schen Viktoria. Die Denkstätte wurde im Frühjahr 1945 durch Beschuß stark beschädigt. Den heutigen Standplatz in der Alten Leipziger Straße erreichte nur der Denkstein; der Magistrat verzichtete auf die Wiederherstellung der Bronzeplastik.

42. Die katholische Parochialschule Gelnhausen entstand gemäß Kurhessischem Dekret vom 5. Mai 1837. Seit 1840 wirkte aber Herr Georg Kramm als katholischer Lehrer. Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1925 ist ein Beitrag des Schülers Artur Fink (* 1915). Die Gruppe schart sich um den Leiter der Schule, Herrn Nikclaus Mock (*1884), der an den Vorarbeiten dieses Benehts mitwirkte! Die katholische Schule war für die Kinder der Gläubigen in Stadt und Burg Gelnhausen, ferner in Breitenborn a.W., Altenhaßlau, Eidengesäß, Geislitz, Gettenbach, Großenhausen, Hailer, Haitz, Kaltenborn, Lützelhausen, Meerholz, Niedergründau, Roth, Rothenbergen und Lieblos bestimmt; sie wurde 1938 zu Ostern aufgelöst.

43. Während die der Gottesmutter Maria geweihte, von Meistern Rheinischer Dombaukunst vollendete Marienkirche das über die Jahrhunderte behütete Wahrzeichen Gelnhausens blieb, hatte das dem Heiligen Petrus gewidmete Gotteshaus im Westen der Stadt Zeiten eines Schattendaseins zu bestehen. Schuld daran trug der Einfluß des Klosters Selbold, dessen Äbte das Kirchenpatronat ausübten. Als die Auseinandersetzungen zwischen Patriziat und Bürgerschaft ihren Anfang nahmen, erwirkte Selbold für die Kirche der Burger den Baustopp. Das Haus verfiel und wurde als Manufaktur genutzt. Eine junge katholische Gemeinde nahm sich 1932 des Gebäudes an und ließ auch neue Türme aufrichten.

44. Die Orgelbaukunst, in Gelnhausen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts mit der Einwanderung der Familie Ratzmann aus Thüringen beheimatet, hat stets den größten Teil des Montage- und Wartungsdienstes außerhalb der Stadt betreiben müssen, Während von dem 19jährigen 'Orgelbaugehülfen' Wilhelm Ratzmann aus Gelnhausen der Reisepaß des Königlichen Landratsarntes von 1866 erhalten blieb, so ist es von seinem Nachfolger, Orgelbaurneister Riohard Schmidt (*1889), ein Lichtbild mit Kraftrad aus dem Jahre 1924.

45. Es soll niemand die Angst beschwören, die den Bliek zu den Tatsachen verwehrt, die so felgenschwer sein kann wie der Heldenmut. Unser obenstehendes Bild ist ein Zeugnis der soldatischen Tradition, die andere Völker im europäischen Umland nachhaltiger vorlebten. Unverzeihlich sind Not und Tod, die über den angestammten israelitischen Bevölkerungsteil und seine Kultur verhängt wurden. Das Wissen um die eigenen Opfer und Leiden läßt uns hier, angesichts des überfüllten Obermarktes, die Schillerworte berufen: 'Möge nie (mehr) der Tag erscheinen .. .'

46. Das Eckhaus ObermarktjHolzgasse wird 'Syrnen' oder 'Symeren' genannt. Der Ursprung des Namens liegt im Dunkeln. Bereits 1305, im Testament des Siegfried von Breitenbach aus Gelnhausen, den Papst Bonifaz VIII. zum 58. Bischof von Chur ernannte, wird der Bau erwähnt, Die im Kern sehr alte Anlage hat nach der datierten Brandmauer im Jahre 1533 eine bauliche Maßnahme erfahren, die, blieken wir zu den Konsolsteinen und dem überkragenden massigen Fachwerk, nicht die einzige blieb. Zuletzt hat Herr Bernhard Altvater in den Jahren 1958 bis 1962 die Hausstelle saniert. Die denkmalpf1egerische Betreuung übernahm der Gelnhäuser Architekt Dipt-Ing. Gerd Mende.

47. Nicht alleine durch die Massigkeit seiner Fachwerkkonstruktion wirkt der Syrneren auf den Betrachter. Tief unter der Erde auf den Kellersohlen der weiträumigen Gewölbe sind zugemauerte Öffnungen, die unterirdische Anlagen vermuten lassen. Daneben hat im Deckenstuck des Obergeschosses die Zeit der Renaissance ihre Zeugen hinterlassen: Die Numismatik als neue historische Hilfsdisziplin gebot, Münzen des Caligula, des Vespasian und des Domitian neben Engelsköpfen zu modellieren.

48. Die Kleinkinderschule Gelnhausens, heute städtischer Kindergarten, geht auf eine gemeinnützige Stiftung zurück, die einst von verschiedenen Seiten mit beachtlichen Barrnitteln bedacht, einer eigenen Verwaltung bedurfte. Im Jahre 1872 ließen die Herren Konsule Conrad Heinrich Schöffer und Schwiegersohn Carl Wilhelm Ferdinand Becker das Gebäude errichten, das noch heute an der Ecke Obermarkt/Holzgasse steht. Unser Bild entstand im Jahre 1935, als Frau Else Huck Kindergartenleiterin war.

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