Gemeinde Perl in alten Ansichten

Gemeinde Perl in alten Ansichten

Auteur
:   Waldemar Bach
Gemeente
:   Perl, Gemeinde
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2895-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gemeinde Perl in alten Ansichten'

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29. Dieses um 1905 in Borg entstandene Bild zeigt rechts das Gasthaus Deschang. Die leeren Viezfässer vor der Gaststätte sind zum Reinigen aus dem Keller geholt worden. Die Kutsche mit dem Einspänner gehört dem Kastrierer aus dem benachbarten Lothringen. Während dieser drinnen seiner Tätigkeit nachgeht, haben sich draußen Kinder zum Spielen in seine Kutsche gesetzt. Johann Deschang hat sich neben die Kutsche gestellt und schaut in Richtung des Fotografen.

30. Dieses Foto von 1927 verdient besondere Aufmerksamkeit, zeigt es doch außen links einen künftigen hohen Würdenträger der katholischen Kirche, der an der Primiz von Pastor Peter Nilles in Oberleuken teilnimmt. Es ist Professor Dr. Wehr aus Faha, der spätere Bischof Matthias von Trier. Der neu geweihte Priester, das Haupt bekränzt mit weißen Blüten, ist hinter der Mädchenreihe in der Mitte zu erkennen. Die längste Zeit seines priesterlichen Wirkens verbrachte Pastor Nilles in Kanzem, wo er bis zu seinem Tode 29 Jahre seelsorgerisch tätig war. Die letzte Ruhe fand er in seinem Heimatort Oberleuken.

31. Unweit Besch in der Moselebene stand inmitten der Flure das 'Normannenkreuz' , welches an die große Normannenschlacht von 882 erinnert. In dieser Schlacht fiel Bischof Wala aus Metz. Auf dem Feldkreuz ist folgende Inschrift zu lesen: DIS CREVE HAT LASEN MACHEN LORENTZ SVRWIN VON BESCH 1688 LSW. Die Legende erzählt, daß an dieser Stelle Bischof Wala den Tod fand. 1973 mußte das Feldkreuz einer neuen Straße weichen; es wurde abgetragen und innerhalb von Besch aufgestellt.

32. Diese in den dreißiger Jahren entstandene Karte zeigt im oberen Teil das deutsche Zollamt in Nennig. Klein war der Grenzverkehr nach Remich/Luxemburg. Arbeiter, die im Escher Raum tätig waren, oder Bauern, die ihre Ware in Remich auf dem Markt feilboten, passierten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Fuhrwerk die Grenze. Autobesitzer gab es zu dieser Zeit nur wenige. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Zollamt verlegt. Die auf dem Bild zu erkennende Allee fiel der Straßenerweiterung zum Opfer. An dem alten Zollhaus wurden kleine bauliche Veränderungen vorgenommen; es dient heute als Dienstwohnung für Zollpersonal. Im unteren Teil der Karte ist die alte Moselbrücke mit Bliek auf Remich/Luxemburg zu sehen.

33. Seitdem im 18. Jahrhundert die Kartoffel bei uns eingeführt wurde, hat sie sich neben dem Getreide zum Hauptnahrungsmittel der Dorfbewohner entwickelt. Auf diesem Bild - Anfang der dreißiger Jahre - setzt die Familie Sieren-Gelz aus der Bergstraße, Perl, in der Moselebene Kartoffeln mit dem Pflug, dem drei Kühe vorgespannt sind. Die kleine Helferin geht hinterher und legt aus einem Korb jeweils eine Pflanzkartoffel in die Ackerfurche. Falls vorhanden, dienten neben Ochsen und Kühen Pferde als Zugvieh.

34. Traubenlese im 'Sehndorfer Klopp' 1937. Die Familie Herber scheint mit der Traubenernte recht zufrieden zu sein. Die Trauben werden in normale Eimer gelesen. Diese werden in die 'Hotte' entleert. Der Hottenträger geht mit der vollen Hotte zum Kastenwagen, der umgerüstet ist, damit die Traubenbütten darauf Platz haben. Bei der Weinlese geht es immer sehr lustig zu. Sie ist zweifellos ein Höhepunkt in jedem Herbst. In vite vita, in der Rebe das Leben!

35. Das Gasthaus Funk in Oberleuken verkörpert etwa um 1900 den in unserem Raum vorherrschenden Typ des lothringischen Bauernhauses. Bei diesem sogenannten 'Einhaus' befinden sich alle Funktionsräume des Wohnens und Wirtschaftens unter einem einzigen Dach mit durchlaufendem First. Es gibt also keine sonstigen freistehenden oder angebauten, mit eigenen Dächern versehenen Wirtschaftsgebäude. Das 'Einhaus' ist quer zur Firstrichtung in einen Wohn- und einen Wirtschaftstrakt geteilt. Ein charakteristisches Merkmal des Lothringerhauses sind die Luftluken. Neben dem Ackerwagen im Vordergrund des Bildes stehen Mitglieder der Familie Düro-Funk. Die Gaststätte wird heute von der Familie Reiland betrieben.

36. In einer Ehrenpforte vor der Bescher Pfarrkirche lassen sich im Jahre 1924 Mädchen verschiedener Jahrgänge, die von Weihbischof Dr. Mönch gefirmt wurden, fotografieren. Während sich die älteren Mädchen durch ihre Kleidung kaum hervorheben, tragen die jüngeren Jahrgänge ihre weißen Kommunionskleider. Bei der Dame mit Hut rechts im Bild handelt es sich um die Lehrerin, Fräulein Ettelbrück. Sie war Firmpatin der Mädchen. Die Jungen hatten eine männliche Lehramtsperson als Firmpate.

37. Eine der ältesten Fotografien in dieser Sammlung stammt aus dem Jahre l89l. Anläßlich der Firmung erwartet die Sinzer Bevölkerung Weihbischof Feiten aus Trier. Eine Reitergarde mit geschmückten Pferden steht bereit, um dem Bischof Geleit zu geben. Die Straßen auf dem Weg zur Kirche sind mit Ehrenpforten, die Häuser mit Fahnen und Kränzen festlich geschmückt, Die große Anteilnahme an diesem Ereignis läßt erkennen, welche bedeutende Rolle in früherer Zeit Kirche und Religion im Leben der Dorfbewohner gespielt haben.

Schloß Berg bei Remich

38. Schloß Berg bei Nennig mit Ober- und Unterburg ragt auf beherrschender Höhe in die Stille des Moseltales hinein. Ursprünglich wurde es im 12. Jahrhundert als Wasserburg erbaut. Die Besitzer Bovo und Reinerus von Berg nannten sich im Jahre 1180 auch 'de Nenniche'. Im späteren Mittelalter wurde die Burg als Schloßanlage ausgebaut. Das Anwesen wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals den Besitzer. Der letzte Privatbesitzer der Oberburg war ein Bahnmeister namens Doctor, der 1910 das Schloß kaufte. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es in den Besitz des Saarlandes über. Das Bild entstand etwa 1910. Die Unterburg ist heute teilweise nur noch eine Ruine.

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