Gemeinde Perl in alten Ansichten

Gemeinde Perl in alten Ansichten

Auteur
:   Waldemar Bach
Gemeente
:   Perl, Gemeinde
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2895-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Gemeinde Perl in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Noch heute ist die Portalanlage im Winkel beim Treppenturm der Oberburg von Schloß Berg, Nennig, gut erhalten. Das Portal wurde um 1530 in den Formen der deutschen Renaissance gebaut. Die beiden Tore stehen im rechten Winkel zueinander. Zu den mit Säulen und Gebälk umrahmten Türen führt ein gemeinsamer Podest. Über ihnen füllt ein Balkon den Winkel aus. Auf der Eingangstreppe stellen sich Schloßbewohner dem Fotografen.

40. So sah ehemals das prächtige Schloß Bübingen bei Nennig aus. Es war umgeben mit einer herrlichen Parkanlage. Erbaut wurde Schloß Bübingen im Jahre 1340 von Gobel von Remich/Luxemburg. Große Ländereien gehörten zum Schloß, und die Besitzer, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach wechselten, betrieben Landwirtschaft sowie Weinbau. De Maringh war der letzte Privatbesitzer, bevor das Schloß durch Verkauf 1940/41 in den Besitz des damaligen Kreises Saarburg, der darin eine Lehrerinnenbildungsanstalt unterhielt, überging. Im Zweiten Weltkrieg wurde Schloß Bübingen zerstört. DieRuine ist heute in Privatbesitz.

6-russ een der ®bermoseL

Schlo , Thom. ~L... . 1~3/J

41. Etwa einen Kilometer nördlich von Nennig steht auf erhabener Höhe Schloß Thorn. Obwohl das Gebiet heute zum Landkreis Trier-Saarburg gehört, muß Schloß Thorn in diesem Zusammenhang erwähnt werden, weil es stets in geschichtlicher Beziehung zu Schloß Berg und Schloß Bübingen stand. Links im Bild sieht man Schloß Thorn, rechts ist eine Teilansicht von Schloß Bübingen. Erwähnt wird Schloß Thorn erstmals 1456. Das Schloß ist heute in Privatbesitz. Die Schlösser Thorn, Berg und Bübingen mit jahrhundertelanger, zersplitterter nationaler Zugehörigkeit sind uns heute irn Grenzland zu Frankreich und Luxemburg Ansporn für eine eigene europäische Verbundenheit.

42. Hier sieht man junge Männer aus Perl, Oberperi und Sehndorf die 1938 von der Musterung kamen. Der Musterungstag und die Musterung selbst waren für sie ein großes Ereignis, das entsprechend gefeiert wurde. Wer gemustert wurde und damit als wehrtauglich galt, war stolz darauf. Wohl deshalb schmückten sich die künftigen Soldaten mit einem bunten Blumenstrauß.

43. Dieses Foto aus den dreißiger Jahren gestattet dem Betrachter einen Bliek von einer Anhöhe auf den Ort Sinz, der zum Saargau zählt. In einer Urkunde des Klosters St. Eucharius (heute St. Matthias, Trier) erscheint der Ort 1148 unter dem Namen 'Sinciche' als dessen Besitztum. Die Kirche ist dem heiligen Dionysius geweiht. Das 'Gasthaus Probst ist noch am selben Platz. Der Baumbestand ist leider nicht erhalten geblieben.

44. An der Primiz des Paters Martin Becker im Jahre 1929 in Tettingen nahm die gesam te Dorfbevölkerung teil. Am Elternhaus wurde der neu geweihte Priester abgeholt und mit einer Prozession zur Kirche geleitet. In der festlich geschmückten Kirche zelebrierte Pater Becker das Primizamt. Das Gotteshaus konnte an diesem Tag die große Anzahl der Gläubigen, auch aus den urnliegenden Orten, kaum fassen.

: ..... ,

Umgegend ven Remich

Wies - Dorfkirche.

45. Im Ortsteil Wies von Nennig herrscht im Sommer 1912 ein reges Treiben vor der Kapelle. Der Schweinehirt ist gerade im Begriff, die Schweine zusammenzutreiben. Hühner laufen frei herum. Die Kinder kannten damals als Spielplatz nur die Straße. Das gesamte Dorfleben spielte sich vorwiegend draußen vor den Häusern ab. Autoverkehr gab es noch nicht. Gutsbesitzer von Maringh fährt mit seiner Pferdekutsche durch die Dorfstraße. Die dem heiligen Sebastian geweihte Kapelle - sie wurde 1877 erbaut - ist bis auf den heutigen Tag das besondere Kleinod der Wieser Bevölkerung.

46. Ein herausragendes Ereignis im Leben der Kinder ist der Tag, an dem sie zum erstenmal in der Kirche die heilige Kommunion empfangen dürfen. Später als heute galt das damals erst für die Kinder des fünften Schuljahres. Entsprechend der Bedeutung dieses Tages begannen die Vorbereitungen in Form des Kommunikantenunterrichts durch den Pastor schon Monate vorher, und zwar mehrmals wöchentlich. An die Kommunionsmesse am Weißen Sonntag nach Ostern schloß sich eine häusliche Feier mit der Verwandtschaft an. Das Foto zeigt 1914 Pastor Streng inmitten der Perler Erstkommunikanten (Jahrgang 1902).

47. Der Hochaltar in der katholischen Pfarrkriche Perl wurde nach den Plänen von Architekt Wirtz, Trier, im Jahre 1740 gebaut. Der Barockaltar hat eine reiche Säulenarchitektur mit verkröpftem Gebälk, begleitet von Akanthusranken. In der Mittelnische stehen die Figuren der Heiligen Gervasius und Protasius. Vor den vorderen Säulen sind halbfigürliche Reliefs Christi und Mariä. Der in die Giebelenden gestellte Nischenaufbau beherbergt die Figur der Mutter Gottes mit dem Kinde, darüber ist ein Oval mit Gottvater. Zu der Ausstattung des Hochaltars gehören ebenfalls zwei Seitenaltäre aus dem Jahre 1740 (Marienaltar und Sebastiansaltar).

GRUSS AUS PERL A. O. NOSEL. 8arockhochaltar der Pfarrkirche in Perl aus dem Jahre 1740

48. Die Schmitzgasse in Ober1euken um 1915 nennt sich heute Gartenfeldstraße. Bewohner dieser Häuserreihe waren die Familien Hein-Ludwig, Kremer, Krier und Biwersi. Vom Fotografen ablichten ließ sich die Familie Hein-Ludwig, Wie auf dem Bild sichtbar, hatte die Hausvorfläche eine Pflasterung, die in der Regel von den Hausbesitzern selbst vorgenommen wurde, während die Straße mit gebrochenem Gesteinsmaterial befestigt war. Zwar gehörte der Straßen- und Wegebau wie auch heute zu den wichtigen Aufgaben der Gemeinde. Um aber die Kosten möglichst gering zu halten, mußten alle Bewohner beim Ausbau und bei Reparaturen mithelfen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek