Gemeinde Stockheim in alten Ansichten

Gemeinde Stockheim in alten Ansichten

Auteur
:   Gerd Fleischmann
Gemeente
:   Gemeinde Stockheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6574-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gemeinde Stockheim in alten Ansichten'

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9 Gar wechselvoll ist die Geschichte der Gastwirtschaft 'Zur Eisenbahri'. Das Gebäude entstand kurz nach 1863. Im Iahre 1878 verkaufte der königlichbayerische Braumeister Georg Herzog Gastwirtschaft, Metzgerei, Gartenwirtschaft, Kegelbahn und Stallungen an Iohann Lang. In der Folgezeit führten die jeweiligen Besitzer immer wieder umfangreiche Umbauarbeiten, so unter anderem auch 1968 und 1979, durch. Im Iahre

1 978 wurde das verschieferte Nebengebäude abgerissen. Wenig später erfolgte die Schleifung der Kegelbahn (rechts vorne) . Die Aufnahme entstand

1 936. Besonders fallen bei diesem Bild die mächtigen Kastanienbäume auf, die

dem Gast an heißen Sommertagen wohltuenden Schatten boten. Leider sind diese Baumriesen schon längst gef<illt worden.

10 Auf eine ungewöhnliche Erfolgsbilanz kann die Firma Stegner - ASS- Einrichtungssysteme - mit heute rund siebenhundert Mitarbeitern in Stockheim, Probstzella, in Mecklenburg- Vorpommern und Ungarn zurückblicken. Adam Stegner erwarb

1937 das ehemalige Tafeli sche Anwesen (unser Bild von 1 939), das er zu einem Sägewerk umbauen ließ. Zusammen mit seiner Frau Margarete führte er das Unternehmen zu einer stetigen Expansion. Im Aufspüren neuer Marktchancen und der Realisierung zukunftsorientierter Produktionsverfahren erhielt Adam Stegner im Iahre 1961 einen zuverlässigen Partner: Sein ältester Sohn Peter trat in die Firma

ein. Mit vielen Ideen, mit Kreativität und nie versiegendem Optimismus machte Peter Stegner ASS zu den 'Großeri' der Schulmöbelindustrie in

Deutschland. Engagiert begleitet seine Frau Susanne diesen Weg. Die Söhne Michael und Matthias stehen nun ebenfalls in unternehmerischer Verantwortung.

11 Am IS. August 1900 gelang dem berühmten Kronacher Fotografen JP. Schmidt in Stockheim ein bemerkenswerter Schnappschuß. Richard Freiherr von Swaine, der Besitzer mehrerer Bergwerke, feierte seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlaß zog ein imposanter Festzug durch Stockheim.Von der Katharinazeche aus führte der Weg vorbei am Dorfteich (links) und am Bauernsachshaus (1994 abgebrochen) in Richtung Gasthaus Schwalb. Den Steigern und Musikanten folgten die Honoratioren im Zylinder, dann reihten sich die Fahnenabordnungen der Bergleute aus Stockheim und Neuhaus sowie die Knappen ein. Richard Freiherr von Swaine, königli-

cher Kämmerer, war von 1 871 bis 1874 Mitglied des Reichstages. Swaine, der der Liberalen Reichspartei angehörte, verstarb 1902. Seine letzte Ruhestätte fand er in Coburg.

12 Um 1910 ist in Stockheim eine bemerkenswerte bauliche Vielfalt feststellbar. Diese Postkarte aus jener Zeit ist der eindrucksvolle Beweis dafür. Oben zu sehen sind der Gasthof Schwalb, dann die Gasthäuser 'Zur Post' und 'Zur Eisenbahn', darunter der Feuerlöschteich, der in den zwanziger Iahren im oberen Dorf zugeschüttet wurde, daneben die einstige Pumpstation der Katharinazeche sowie die Kolonialwarenhandlung Amanda Och, später Brückner. In diesem Gebäude war auch die Drogerie Menzei untergebracht. In der Mitte der Postkarte sind Glasfabrik, Bahnhofund Kohlenwä-

sche (1 9 12 abgerissen) etwas undeutlich zu erkennen. Vom Maxschacht aus führte eine Schienenbahn zur Kohlenwäsche.

13 Gar vielfältig sind die Gesichter des Stockheimer Bahnhofs seit der Inbetriebnahme im Iahre 1863. Für mehrere Iahre war die Bergwerksgemeinde Endstation des Schienen-

mit neun Gleisen (heute zwei). Links sichtbar ist die große Steinkohlenverladeanlage, rechts mehr im Hintergrund der hohe Wasserturm. Zu sehen sind auch die Schmiede Wach-

strangs. Erst 1885 wurde die Verbindung nach Ludwigsstadt und Probstzella hergestellt. Die Aufnahme um 1899 zeigt das damals schon sehr großzügig angelegte Bahnhofsgelände

Ansicht von Stockheim.

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ter, die vor der Eisenbahneröffnung das letzte Haus in Stockheim gegen Süden war sowie das ehemalige Schloß.

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14 Durch den Bau der Eisenbahn - am 1. März

1863 dampfte der erste Zug im geschmückten Bahnhof ein - veränderte sich der untere Bereich von Stockheim total. Als die

weiträumige Anlage in Betrieb genommen wurde, war sie von Feldern und Wiesen umgeben. Doch schon bald setzte ein beachtlicher Bauboom ein, begünstigt vor allem durch

den Ausbau der Straße von N eukenroth nach Haßlach im Iahre 1868.Bisher führte die Hauptstrecke über Cundelsdorf Reitsch, Wolfersdorfnach Neukenroth. Unser Bild von 1925

zeigt (von links) das alte Bahnhofsgebäude (1978 abgerissen), die Glasfabrik, einen Teil der Tafelschen Fabrik, Stellwerk, Kohlentender und Wasserturm.

Stockheim i. Obfr.

Bahnhoî

15 Die Dorfgasthäuser als lebendige Stätten der Begegnung und der Geselligkeit haben seit altersher einen hohen Stellenwert in den Dorfgemeinschaften eingenommen. Ein klassisches Beispiel dafür ist auch das 'Vogels- Wirtshaus' (Aufnahme von

1 930) . Generationen von Bergleuten sind dort eingekehrt, haben sich nach harter Arbeit unterTage bei Bier und Preßack gestärkt. Ebenfalls sei an die zünftigen Tanzveranstaltungen durch die örtlichen Vereine erinnert. 1919 kaufte Fleischermeister Hans Vogel von Michael Weißert das Anwesen. 1936 übernahm ein Sohn Hans (gleicher

Vorname) das Geschäft.

N ach dem Tod von MetzgermeisterVogel am 23. Dezember 1960 betrieb seine Frau Anni die Wirtschaft noch bis 1 978 weiter. 1988 ist durch die Fa-

milie Förtsch neues Leben eingekehrt. Der 'Vogelbau' wurde in 'Alte Zeche' umbenannt, sozusagen als Erinnerung an den ehemaligen Steinkohlenbergbau.

16 Generationen von Schülern sind aus der Stockheimer Volksschule hervorgegangen, ausgestattet nicht nur mit fundierten Kenntnissen und breitgefächertem Wissen, son-

dern auch mit geistiger und sittlicher Bildung. Bewährte Lehrkräfte prägten, teils mehrere Jahrzehnte, nicht nur die schulische, sondern auch die kulturelle Entwicklung Stockheims.

Zu diesen unvergessenen Pädagogen zählt neben Oberlehrer JosefSchneider auch Oberlehrer Max Fischer, der von 1 92 0 bis 1951 in der Bergwerksgemeinde unterrichtete. Un-

sere Aufnahme zeigt Max Fischer mit den Schülern im Iahre 1934.

17 Stürmische Zeiten erlebte seit seiner Gündung im Iahre 1922 im Gasthaus Vogel der 1. FC Stockheim. Mit der Kohle eng verbunden, legten die Fußballfreunde auf der Schutthalde des ehemaligen Bergwerks Maxschacht einen Fußballplatz an, der auch heute noch fürTrainingszwecke genutzt wird. Seit 1922 jagten unzählige Fußballbegeisterte dem 'runden Leder' nach. Mannschaften kamen und gingen. Geblieben ist bis zum heutigen Tag die Begeisterung. Ein erfolgreiches Team sorgte 1 938 (unser Foto) für Schwung. Van links: JosefTurk, Paul

Bernschneider, Hanni Wachter, Albert Spachtholz, Hans Schröder, Erhard Renk, Robert Wachter (legendärerTorwart), Hans Müller, Andreas Mäusbaeher, Baptist Oppel, Georg Bernschneider und Hans Bernschneider.

18 In der Fotografie lebt die Vergangenheit. Die Postkarte aus dem Iahre 1897 birgt eine Fülle von historischen Kostbarkeiten. Zu sehen sind der Bahnhof, das Forsthaus, die Grube 'Maxschacht' , dann in der Mitte die Grubenwasserpumpstation von 1839 beim früheren Dorfteich sowie die Glasfabrik Sigwart & Möhrle. Lediglich das Forsthaus neben der katholischen Kirche St. Wolfgang hat die Stürme der Zeit wohlbehalten überstanden und dient heute als Wohnhaus.

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