Gemeinde Stockheim in alten Ansichten

Gemeinde Stockheim in alten Ansichten

Auteur
:   Gerd Fleischmann
Gemeente
:   Gemeinde Stockheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6574-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gemeinde Stockheim in alten Ansichten'

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29 Einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leistet der Schützenhort Stockheim, im Iahre 1885 gegründet. Als erster Vorsitzender stellte sich Forstmeister Adolf Sametschek zur Verfügung. 1 934 fusionierte der Schützenhort mit der Schützengesellschaft. Nach zweijähriger harter Arbeit weihten die Schützen unter Vorsitz von Carl Christlein 1967 ihr schmuckesVereins heim am 'Maxschacht' ein. Den kirchlichen Segen erflehten pfarrer Andreas Bittel und der evangelische Geistliche Friedrich HenzIer. Eine wesentliche Bereicherung erfuhr der Verein mit der Aufstellung der ASS-Sportsch ützenhalle unter der Regie von Vorsit-

zendem Max Specht. Besondere Höhepunkte waren zu allen Zeiten in der Vereinsgeschichte natürlich immer wieder die Schützenfeste. Im Iahre

1 92 9 (unser Schnappschuß) wird Schützenkönig August Och van Schüt-

zen und Musikern in zünftigerWeise abgeholt. Links, vorne, Vereinsdiener Johann Ströhlein.

30 Was wäre eine Gemeinde ohne Feuerwehr! Bereits seit 1875 sorgen in der ehemaligen Bergwerksgemeinde Stockheim zahlreiche Aktive rund um die Uhr für den Feuerschutz. Gewiß, die Aufgaben haben sich zunehmend in den technischen Bereich verlagert, doch geblieben ist der Idealismus als Basis des Helfens in der Gemeinschaft. Stolz und selbstbewußt stellten sich die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Stockheim am 13. September 1903 vor dem Schulhaus mit ihren Gerätschaften zu einem Erinnerungsbild. Den ersten Vorsitz der Wehr übernahm Bürgermeister Georg Detsch, erster Kommandant war Andreas Prell.

31 Als ein bauliches Ensemble wie aus dem Bilderbuch präsentierte sich das 'alte Stockheim' 1940 von der Eisenbahnbrücke aus gesehen. Gotteshaus St. Wolfgang, das frühere Forsthaus, das Kuratenhaus sowie das ehemalige Schloß bilden einen eindrucksvollen Kontrast zur Winterlandschaft. Geblieben sind auch der Weg zum 'Staudenbergla' und der' Achelesbaam'. Ganz im Hintergrund (rechts) steht das Anwesen Morand ganz alleine auf weiter Flur. Jetzt ist dieses Gebiet total verbaut.

32 Neben Haig stand die GeschoBfabrikation während des Ersten Weltkrieges auch in Stockheim in hoher Blüte. Das Militär war ein geradezu unersättlicher Auftraggeber. Für die Frauen und Kinder war dies ein willkommener

N ebenverdienst, die schmale Haushaltskasse aufzubessern. Die GeschoBkorbfabrikation hatte der örtliche Geschäftsmann August Och im groBen Nebengebäude hinter der Gastwirtschaft 'Zur Post' organisiert.

Haig

33 Urkundlich erwähnt wird der Stockheimer Ortsteil Haig erstmals im Iahre 1323 imPrivilegienbuch des Bischofs von

Bamberg. Noch heute kündet das Haiger Schloß von herrschaftlichen Zeiten. Johann Veit van Würtzburg legte am 18. Juni 1731 den Grundstein. An dem Plan wirkte auch der berühmte

Barockbaumeister Balthasar Neumann mit. Auf dem FotoausdemJahre 1900 sind (von rechts) Schloß, Schule sowie der Gutshof mit anschließendem Scheunentrakt zu erken-

nen. Das Dach des Gutshofes zierte einst ein Glockenturm. Im Iahre 1906 brannte der obere Bereich dieses Gebäudes ab.

34 Das Interesse dieser Postkarte von 1935 gilt hauptsächlich dem Gasthaus Baptist Detsch. Noch heute ist jener Sandsteingewölbekeller unter dem jetzigen LandgasthofDetsch in Haig erhalten, den der Zimmerer Johannes Detsch 1723 als Braukeller und erstes Gebäude nebst kleinem hölzernem Brauhaus errichten ließ. Damals betrieb die Familie Detsch noch eine Sägemühle, die sogenannte Neumühle, am Lochbach in der Nähe des Haiger Sees. Im heutigen Ortskern entstand 1775

ein Wohn- und Gasthaus, das später auch um eine mit Dampfkraft betriebene Sägemühle ergänzt wurde. Über zehn Generationen

hinweg übten die DetschFamilien das Zimmerhandwerk aus. Selbst der Kronacher Architekt Baptist Detsch hat vor Beginn seines Architekturstudiums eine Zimmererlehre bei

seinem Vater, Baumeister Georg Detsch, absolviert. Heute betreiben die Gastwirtschaft Veronika und Helmut Detsch zusammen mit Tochter Barbara und Ehemann Manfred.

35 Bereits 1 892 sorgte in Haig eine einsatzfreudige, hochmotivierte Feuerwehr - allerdings ausgerüstet mit bescheidenen technischen Gerätschaften - für Feuersicherheit im Dorf 1894 kaufte die Gemeinde Haig eine zweiräderige Hand- und Druckspritze. Das war damals ein wesentlicher Fortschritt. Stolz stellten sich diese 'Herren' in den zwanziger Iahren zu einem Erinnerungsbild. Von rechts: Georg Kreul, JosefFörtsch, Adam Kreul, Iohann Fischer, Iohann Buckreus, Michael Kestel, Iohann Kreul, Iohann Detsch, dann im Hintergrund Franz Gebhardt.

36 HaigimJahre 1928:

Endlich ist es soweit! Der am 20. Dezember 1903 gegründete Kirchenbauverein hat nach mancherlei Rückschlägen sein Ziel doch noch erreicht. Das

Gotteshaus, später der Heiligen Mutter Anna geweiht, steht im Rohbau. Noch fehlt derTurm, der erst

1 93 1 vollendet wurde. Zu sehen ist auf der Bergeshöhe rechts das Gasthaus

Förtsch, das noch im Iahre 1928 ein Raub der Flammen wurde.Am 28.Juli 1929 konsekrierte Weihbischof Dr. Adam Senger das Gotteshaus. Dank der großen Opferbereitschaft der

Bevölkerung wurde eine Idee Wirklichkeit.

37 N eben der harten, gefahrvollen Arbeit in den Stockheimer und Reitscher Bergwerken bot die Landwirtschaft den Haigern einen spärlichen Verdienst. Nach der Jahrhundertwende erlebten die Bauern einen stürmischen technologischen Wandel. Viel bestaunt wurde in den zwanziger Iahren die Dampfdreschmaschine, die in jener Zeit nach der langen Ära des Dreschflegels immer wieder ihre Bewunderer fand. Im Hintergrund ist das Anwesen Hans Welscher zu sehen.

38 Schön ist der Blick im Iahre 1939 vom Hasenberg auf das Dörfchen Haig. Ein kleines, aber feines Landschloß bildete den baulichen Mittelpunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Gesicht dieser Gemeinde ganz entscheidend. Mit der Errichtung mehrerer Bergwerkssiedlungshäuser setzte ein Bauboom ein. 1975 ist dann Haig im Rahmen der Gebietsreform in die Gesamtgemeinde Stockheim integriert.

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