Gemeinde Stockheim in alten Ansichten

Gemeinde Stockheim in alten Ansichten

Auteur
:   Gerd Fleischmann
Gemeente
:   Gemeinde Stockheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6574-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gemeinde Stockheim in alten Ansichten'

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49 Noch Iahre nach dem Zweiten Weltkrieg bot die Rosenauer Straße ein geschlossenes Bild. Das hat sich zwischenzeitlich gründlich geändert. Das Schwedenhaus von 1560 (zweites Gebäude von rechts) ist bereits 1972 abgetragen worden. Damit wurde ein Stück Neukenrother Ortsgeschichte für immer ausgelöscht. Das stattliche Gebäude diente seinen Erbauern einst als Jagdschloß. Die verputzte Mauer des Erdgeschosses betrug einen Meter. Der obere Bereich war in Fachwerk mit Andreaskreuzen erbaut worden.

50 Bereits 1864 etablierte sich ein Musikverein in Neukenroth. 1989 feierten die Musikanten, die in dieser langen Zeit einen wesentlichen kulturellen Beitrag für die örtliche Gemeinschaft leisteten, ihr 125jähriges Bestehen. Die Aktiven stellten sich 1932 zu einem Erinnerungsfoto (von links oben nach rechts unten): Otto Fröba, Iohann Lehnhardt, Baptist Romig, Christian Bienlein, JosefHeinlein, Konrad Thomas, Iohann Daum, Sim on Thomas, Felix Fehn, Adam Wich, Konrad Porzelt, Georg Schneider, Johann Romig, JosefNeder,

Karl Daum, Iohann Lieb, GeorgWeißerth, Hauptlehrer Georg Brendel, Bienlein, Peter Jungkunz, Konrad Wich, Hans Wich, Karl Darr, JosefBeez und Johann Blumenröther.

5 1 Während in früheren Iahren - gemeint ist die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) -es den Bauern relativ gut ging, hatten es die Arbeiter sehr schwer, über die Runden zu kommen. Entsprechend klein und bescheiden wurden die Häuser gebaut. Trotzdem war man froh und glücklich über ein eigenes Heim. Unser Bild von 1 930 zeigt das ehemalige Anwesen Georg Müller am südlichen Ortseingang von Neukenroth. Kleidung und Bauweise sind schon längst Geschichte geworden.

52 Nur noch wenige Neukenrother können sich an die Dorflinde vor dem stattlichen 'Fiedlershaus' erinnern. Die Aufnahme dürfte in den dreißiger Iahren entstanden sein. Ein Sturm, so berichten die Chronisten, hatte dem riesigen Baum ein jähes Ende bereitet. Vor dieser wunderschönen Kulisse fand alljährlich zur Kirchweih der Plantanz statt. 1978 wurde der schöne Brauch dank der Initiative der Neukenrother Feuerwehr mit Vorsitzendem Andreas Scherbel wiederbelebt. Bis zum heutigen Tag engagiert sich die Zechgemeinschaft stets mit großer Begeisterung für eine Fortsetzung des Plantanzes.

Burggrub

53 Viele interessante Details aus Burggrub sind bei dieser Postkarte, die der Kronacher Fotograf Iohann F. Schmidt etwa um 1898 anfertigte, erkennbar. Große Bauern- und Bürgerhäuser ließen einen gewissen Wohlstand erkennen. Selbst der künstlerisch wertvolle spätgotische Flügelaltar von 1530 ist auf diesem Zeitdokument verewigt. Grube, wie das Dorf einst genannt wurde, hatte einen stattlichen Ansitz. Im Iahre 1272 taucht erstmalig Konrad von Grube auf 1348 stirbt das Geschlecht aus. Ebenfalls werden die Herren derer 'von Schaumberg' , seßhaft in Mitwitz, mit 'Grub' in Verbindung gebracht.

54 Die Konfirmationzweifellos eine bedeutende Station im Leben der jungen evangelischen Christen - hat seit eh und je eine gewisse Faszination ausgestrahlt. Daß es bereits 1 91 0

recht feierlich und kultiviert zuging, beweist wohl recht deutlich dieses Foto! Das Bild zeigt die Konfirmanden aus Burggrub und Stockheim mit pfarrer Spiegel ( sitzend) . Zu er-

kennen ist auch Oberlehrer Philipp Höfner aus Stockheim (sechster von rechts). Sehr intensiv bereiten sich die Buben und Mädchen beim Präparandenunterricht auf ihren ' großen Tag'

vor. Sonntags vor der Konfirmation wurden die jungen Christen ausgefragt. Dazu hatten die Mädchen farbige Kleider - sogenannte Spazierkleider - an.

55 Seit urdenklichen Zeiten thront über den Dorfplatz von Burggrub majestätisch die St.-LaurentiusKirche. Ein mächtiger Sandsteinturm prägt das Gotteshaus, auf einem Bergsporn erbaut. Die drei unteren Geschosse des Turmes und wohl auch der Ostteil der Langhausnordwand gehen auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, 1460 wird eine Kapelle St. Maria erwähnt. Um 1903 (unsereAufnahme) beherrschten Ochsengespanne und Pferdefuhrwerke das Straßenbild. Gerne traf sich die Gruber Jugend am Dorfplatz.

56 Bei unzähligen kirchlichen Anlässen ist der Posaunenchor Burggrub, im Iahre 1924 von pfarrer Ludwig Unger gegründet, aufgetreten. Sechs junge Männer folgten damals dem Ruf des Geistlichen. Die Finanzierung der Instrumente und Noten stellte zum Start ein großes Problem dar. Mit Hilfe der Eltern und durch Spenden der Gemeinde, besonders durch die Unterstützung des Stockheimer Glasfabrikanten Carl Sigwart, wurden die für erste Anschaffungen benötigten 1 000 Reichsmark zusammengetragen. Unser Foto von 1924 zeigt die Gründungsmitglieder Max Ehrsam, pfarrer Ludwig Unger (3. von links), August Körner, Konrad Schultheiß, Hans Göppner, August Langbein und Hans Franz.

57 Burggrub im Iahre 1914. Dem Besucher präsentiert sich eine gepflegte Gemeinde, die es durch Fleiß und Schaffenskraft ihrer Bürger zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht hat. Besonders stolz ist man auf das neue Schulhaus in Richtung Haig, erbautimjahre 1905. 1915 wird das pfarrhaus erneuert und 1 928 die Kirche entscheidend erweitert, denn bereits 1 935 zählte der Ort an die siebenhundert Menschen. Auf unserem mittleren Bild ist der Blick zum Gasthaus Höring gerichtet und die untere Aufnahme zeigt die ehemalige Dorflinde vor den Anwesen Höring und Parnickel.

58 Burggrub, das zu allen Zeiten stark nach Thüringen ausgerichtet war, hatte unter derTeilung Deutschlands besonders zu leiden. Iäh unterbrochen wurden die Straße (B 89) sowie der

Eisenbahnstrang nach

N euhaus-Schierschnitz. Trotzdem resignierte man nicht; die 'Crûber' orientierten sich neu. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Burggrub

sogar zur Faschingshochburg im Frankenwald. Alljährlich lockte der farbenprächtige Gaudiwurm Hunderte von Besuchern an.

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