Gera in alten Ansichten

Gera in alten Ansichten

Auteur
:   Hannelore Schmidt
Gemeente
:   Gera
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5308-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gera in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

1987 feierte die Stadt Gera in Thüringen sein 750jähriges Jubiläum. Im Jahre 1874 fand man beim Straßenbau die 'Lindenthaler Hyänenhöhle' im heutigen Stadtteil Pforten, welche auf eine Besiedelung dieses Gebietes vor zirka 60000 Jahren durch Homo sapiens schließen läßt. Eine erwas dichtere Besiedelung erfolgte erst im ausgehenden Eiszeitalter .

Etwa im 8. Jahrhundert kamen aus nördlichen Richtungen sorbische Slawen nach Gera und siedelten hier. Eine große Anzahl slawischer Gräberfelder ist durch die Ostexpansion des frühfeudalen deutschen Adels zu erklären. Im Raum Gora (Gera) wurde eine der grausamsten und blutigsten Schlachten ausgetragen, bei welcher der sorbische Fürst Miliduch den Tod fand.

Mit der deutschen Besiedelung trat eine Verschmelzung deutscher und slawischer Bevölkerungein.

'Quandam provinciam Gera diktam' - erste urkundliche Erwähnung - so heißt es in der Schenkungsurkunde Kaiser Otto III. vom 26. April 999 an seine Schwester Adelheid, Äbtissin des Stiftes Quedlinburg. Die Stadtgründung erfolgte 1237, wie aus Urkunden ersichtlich ist. Gera wurde Knotenpunkt mehrerer im regionalen Rahmen bedeu-

tender Handelsstraßen, die sich ständig erweiterten. Auch eine 'Salzstraße ' führte durch die Stadt, Die Stadt war durch eine Stadtmauer mit fünf Toren gesichert und im südwestlichen Teil befand sich eine Burg mit Kapelle. Schon länger war westlich der Elster auf dem Hainberg eine Burgbefestigung der Vögte von Weida nachweisbar. Nachdem das Stadtschloß im 15. Jahrhundert abgebrannt war, begarm der Ausbau der Burg auf dem Hainberg.

Nachdem schon vorher mehrere Brände der Stadt übel mitgespielt hatten, äscherte der 'Große Brand' nahezu die ganze Stadt ein, Dieses ereignete sich am 18. September 1780, ausgehend von einem Schweinekoben in der Böttchergasse. Wenige Reste der Stadtmauer und einen Turm sind bis in die heutige Zeit erhalten. Seit 1564 gehörte Gera zum Fürstentum Reuß jüngere Linie.

Gera hatte im Zweiten Weltkrieg etliche Bombenschäden erlitten, wodurch vor allem am Roßplatz ein ganzes Häuserviertel verschwand. Das Schloß Osterstein erlitt einen Totalschaden und existiert nicht mehr. Ende 1970, Anfang 1980 wurde die Altstadtsanierung in Angriff genornrnen, aus welcher einige sehenswerte Ensemble hervorgegangen sind.

L Gera war eine landesherrliche Stadt und wuchs im 16. Jahrhundert durch die wirtschaftliche Entwicklung über ihre Stadtmauern hinaus. Grundstein für das Schloß auf dem Hainberg war eine vermutlich im 12. Jahrhundert entstandene Burg. Erster Ausbau, Inschriften zufolge , 1470, 1501 und 1526. Heinrich der Jüngere (1530-1572), Stammvater von Reuß jüngere Linie, baute von 1569 bis zu seinem Tod am Schloß. Sein Sohn, genannt Heinrich Posthumus (1572-1635), da er nach dem Tod des Vaters geboren wurde , vollendete 1613 den Bau des Nordflügeis. Unter Heinrich Posthumus blühte die Stadt Gera auf, er war der erste Förderer der Stadt.

soera. Schloß Osterstein.

2. Dessen Sohn, Heinrich der Il.,der Andere, sein Nachfolger im Arnt, setzte die Bautätigkeit des Vaters fort und vollendete 1666den Ostflügel, an dem schon 1578 gebaut worden war.

GERA

Schloss Olterst.ln. Burgeingang

3. Heinrich Posthumus' Enkel, Heinrich der XVIII., kann als Schöpfer der wesentlichen Grundgestalt des Schlosses Osterstein betrachtet werden. Von ihm rührt auch dieser Torbau und der erweiterte Schloßgarten her. Weitere, unter ihm erstandene Bauwerke, werden im folgenden näher erläutert.

Schloß Ostersteln

4. Der Schloßhauptturm. mit seinen 3,70 m dieken Mauern, stammt aus dem Jahre 1604 und war an der Südwestseite des Schlosses angebracht worden, da diese Seite vom Hainberg aus am leichtesten ins Schloßinnere führen konnte. Dieser Bergfried ist leider - läßt man rekonstruierte Wirtschaftsgebäude außer Betracht - das einzige des Schlosses, was in unsere Zeit herüber gerettet werden konnte.

5. Rechts im Bild sehen wir die gesamte ehemalige Schloßanlage , wie sie majestätisch auf die Stadt herabblickte. Im Hintergrund zeigt sich der Zoitzberg: das helle Band ist die Weiße Elster. Heinrich LXII. Reuß-Schleiz und dessen Bruder bauten etwa ab 1824 in verstärktem Maße am Schloß weiter, wie den Südanbau, Wegaufgang und Innenausbau.

6. Der letzte Fürst, Heinrich XXVII., baute anstelle des unterhalb des Schlosses stehenden Gasthaus 'Zum Mohren' das Verwaltungsgebäude der Kammer und das Beamtenhaus (1923).

Gera -Un ermhaus

7. Dieser Gasthof 'Zum Mohren' wurde alten Chroniken nach 1702 erbaut. Es muß wirklich ein altbekanntes Anwesen gewesen sein, denn noch heute, fast dreihundert Jahre später, heißt der vor dem Gebäude liegende Platz 'Mohrenplatz' .

8. Die andere Seite des Mohrenplatzes säumen geschichtsträchtige Gebäude, Die Marienkirche stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts mit spätgotischem Flügelaltar von 1500. Links daneben das Geburtshaus des Malers OHo Dix, welches nach kompletter Rekonstruktion anläßlich des 100. Geburtsrags des Künstlers am 2. Dezember 1991 als Museum und Gedenkstätte eröffnet wird.

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