Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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9. Das denkwürdigste Foto aus Germerings vergangener Zeit ist die 'Hinterschmiede' in der Schmiedstraße 33 1/3. Sie geht zurück bis vor den dreißigjährigen Krieg. Nach Berechnungen muß sie schon im Jahre 1600 gestanden haben, demnach wäre das Anwesen 378 bis 400 Jahre alt. Vor dem DollSchmied, der 1718 aufzog, war vorher schon ein Dallmayer-Schmied einige Generationen hindurch auf dem Anwesen. Die Familie Doll war von 1718 bis 1889 auf der Schmiede in fünf Generationen. Am 22. Mai 1889 verkaufte ein Simon Doll die Schmiede und das nebenanliegende 'Hinterschmiedsgut' Nummer 33. Nach dem großen Dorfbrand 1798 dierite die Hinterschmiede sechs Jahre lang im rückwärtigen Scheunenteil 'Rumpelloch' als Notschule bei Schmiedebetrieb.

10. Einen ortshistorischen Wert hat sich die Hinterschmiede als das spätere "Trosthammerhäusl' bewahrt. Von 1600 bis 1913 war auf dem Grundstück eine Schmiede, die älteste im Germeringer Raum. 1923 kaufte der Spenglermeister Karl Trosthammer aus München das Häuschen. Er und seine Frau sind nun verstorben und haben 1976 ein baufälliges Häuschen hinterlassen. Die Gemeinde Germering hat es erworben. Es gilt als abbruchreif und kann jeden Tag einstürzen. Schade! Es bleibt also auch hier nur die Erinnerung im Bild. In Grundform und Aussehen steht es hier wie eh und je. Es wurde nur die einstige Schmiede ausgeräumt und das Strohdach abgenommen.

11. Das Hinterschmiedsgut, später Dörzbach-Hof benannt, wurde im Jahre 1889 von Simon Doll an einen Stefan Schneider verkauft. Der Käufer stammte aus der Schweiz und war 30 Jahre auf diesem Bauerngut. Der Hof geht auf das Jahr 1702 zurück. Bei einem Umbau des Hauses hat man im Mauerwerk die Durchreiche einer Wirtshausschenke, Wirtsbänke und einen tief gemauerten Wandeinbauschrank mit allerlei Wirtsgerümpel gefunden. Auf der Innentüre eines Wandkastls war die Jahrzahl 1702 eingelassen. Man darf also annehmen, daß hier vielleicht früher mal eine Gassenschenke war.

12. Zwischen dem Bauerngut Dörzbach und dem Trosthammerhäusl steht noch ein uraltes, baufälliges 'Backhäusl', ein gemauertes Backhans zum bäuerlichen Brotbacken mit dem richtigen, echten Sauerteig. Es sind schon die Backöfen neben den Bauerngütern äußerst selten geworden, aber ein Backhaus, wie dieses, findet man weit und breit nicht mehr. Darum sollte es auch nicht in Vergessenheit geraten. Es wäre lohnend, wenn sich jemand um die Wiederherstellung kümmern würde. Vermutlich stammt dieses idyllische Brothaus aus der Zeit des ledigen Mathias Doll, der 1842 neben der Schmiede das abgebrannte Hinterschmiedsgut wieder aufgebaut hat.

13. Das ist der alte Stroblhof, wie ihn die wenigsten Einwohner noch kennen. Er geht auf das Jahr 1458 zurück. Der Hof war durch Schenkung des Herzogs Ernst von Bayern und seiner Frau Elisabeth an das Kollegiatsstift auf dem Heiligen Berge Andechs gekommen. Joachim Stro bi, der erste der Strobl, der in Germering nachweisbar ist, hat einen der Klosterhöfe von einem Thomas Mayer im Jahre 1638 übernommen bis 1672. Nach neun Strobl-Generationen wurde er durch Einheirat der 'PollingerHof'; Luitpold Pollinger war das zwölfte Kind des Nebeler Bauerngeschlechtes. 1937 erfolgte ein großer Abbruch auf dem Hof und der neue 'Jochambauer' in der Augsburger Straße Nummer 10, früher 5, erstrahlt in neuem Glanze.

14. Der 'Sedlmoarhof' war früher sehr umfassend, er gehörte einem Jakob Mair auf Dorfstraße Nummer 7, dieser war 1776 als Sedlmoar im Viererrat des Dorfes eine Persönlichkeit. Nach Wissen der Altbürger geht das Anwesen bis Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Bis 1908 hatte das Haus ein Strohdach, das Plattendach hat sich gut erhalten, innen aber wurde es mehr und mehr baufällig, die Aufstockungsmauer drückte bereits nach außen, sodaß vom 26./28. Juni 1978 der Gesamtabbruch des Hofes erfolgte. Der Hof hieß auch Kaiseranwesen, weil viele Jahre eine Familie Kaiser darinnen lebtc. Ein archivalischer Vermerk sagt, daß die Kaiser-Tochrer Magdalena 1864 einen Anton Stürzer heiratete und mit ihm sieben Kinder hatte.

15. Das 'Kroatenschusterhäusl' des Kiermeier Stanislaus, Ecke Augsburger Straße-Dorfstraßc Nummer 4, war eines der ältesten Häuser; es steht längst nicht mehr und ist im Jahre 1693 erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Hof stand auf dem früheren Anwcsen Nummer 39 beim heutigen Siaß-Hof. Ein Kataster aus dem Jahre 1812 gibt über Größe und Umfang des 'Kroatenschusterhäusl unter Hausnummer 39' genaue Auskunft: Ein Haus mit Nebengebäuden und Hof nebst Gärt], zwei Äcker. Als im Jahre 1742 kroarische Kriegshorden unter Oberst Trenk auch Germering niederbrannten, vertrieb der tapfere Schuster Andreas Lederer die Panduren für immer, daher der Hausname. Der ganze Hof wurde abgerissen, in dern früher eine Gastwirtschaft 'Zum Krowatten ' war.

16. Ein altes Gerrneringer Geschlecht ist die Familie Schweigl Quirinus auf dem 'Siaß-Hof", früher Nummer 39, heute Augsburger Straße 1. Auf dem Bild sehen wir den früheren Hof, der mehrmals verschönert wurde, Das Anwesen geht auf das Jahr 1705 zurück, Das Foto zeigt das im Jahre 1925 neuerbaute Bauernhaus, an dern bis heute viel renoviert wurde, Der Siaß-Bauer hat seinen Hof verpachtet, Gründe verkauft, einige Häuser gebaut. 1913 hatte sein Hof noch ein Strohdach. Früher waren beim Hof 150 Tagwerk Grund, dazu noch die 'Siaßwies' und der Berg bei der 'Flußsandgruabn'. Auf seinen Großvater, den Jakob Hierholzer, der beim Rußlandfeldzug 1812/1813 dabei war, ist der Bauer Schweigl sehr stolz.

17. Aus dem Doll-Schmied auf der Hinterschmiede wurde ein 'Käserschmied'. Nachdern Simon Doll 1889 die Hinterschmiede und das Bauerngut verkaufte, zog er zu seiner Schwester, der Witwe Anna Maria Wex, Kaserin auf dem Dollhof, Augsburger Straße Nummer 2. Es wurde neben der Käserei das Schmiedeanwesen weitergeführt. So entstand der Hausname 'Käserschmied', der heute noch existiert. Die Käserei bestand schon seit 1886. Sirnon Doll starb achtundsiebzigjährig. 1878 ist der Doll-Hof abgebrannt, wurde wieder aufgebaut, steht noch als großer, wenn auch sehr veränderter Bauernhof auf Augsburger Straße Nummer 18, gegenüber dem Hotel 'August Mayer',

18. In der Eingangshalle des Hotel 'August Mayer', Augsburger Straße Nummer 1, sieht man eine farbige Zeichnung von der ganz alten 'Mayerischen Gastwirtschaft' mit den ersten landwirtschaftlichen Gebäuden. Hier auf dem Foto sieht man das Landwirtschaftsgebäude mit Pferdestallung und Remisen, im Hintergrund den Kuhstall, rechts die Gastwirtschaft mit Garten. Vorne war der große, breite Hof für Abstehplatze der Kutschen und Salzfuhrwerke in den Jahren des Salzhandels; es war auch eine landwirtschaftliche Waage aufgestellt. Der Hotelbesitzer berichtet, daß das Anwesen auf das Jahr 1522 zurückgeht, ein anderer Balken verrät die JahrzahI1728.

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