Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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19. Das alte Rathaus zählte als früheres 'Hirthaus' zu den ältesten Häusern, es geht auf 1791 zurück und wurde 1928 durch den Brunnenmacher Einöder Oskar abgerissen. In diesem 'Hirthaus', Pfründehaus und 'Gmoahaus' genannt, war das Ausgedinghaus für die Armen und Invaliden des Dorfes. Der letzte Insasse im Gmoahaus war der 'bollische Hans'. Es gab auch einen Hirthausweg, der besagte, daß der Gemeindehirte hier wohnte; er hatte von Georgi bis Martini Rinder, Schafe und Schweine der Bauern nach Vertrag und Entgelt zu hüten. Der letzte 'Hüata' war bis 1928 der Röss1meier. 1928 wurde das kleine Rathaus erbaut, man nannte dieses alte Rathaus, das heute dem Roten Kreuz als Rettungsstation dient, 'Wasserschloß', weil das Flutwasser vorne rein und hinten rausfloß.

20. Der Hof des Zimmermoasta's Reger Sebastian wurde 1960/1961 abgebrochen. Das Alter des Hofes geht auf 1780 zurück. Der Bauernhof war früher sehr umfassend und stand weiter in der Dorfstraße herinnen. 1892/1893 ist der Hof abgebrannt und wieder aufgebaut worden. Sieben Reger-Generationen sind nachzuweisen. In der siebten Generation rückte der Sohn des im Jahre 1976 verstorbenen Bauern schon im Jahre 1965 auf. Altbauer Sebastian Reger zeigte stets Interesse an der Entwicklung der Gemeinde. Er sorgte vor allem für die Regulierung des Maukenbaches, Holzbaches und Gröbenbaches und damit für den wirtschaftlichen Aufschwung Gerrnerings durch die Gründung eines Wasserbeschaffungsverbandes. Der Hof führt heute Nummer 23, früher Nummer 15.

21. In der Dorfstraße ganz oben auf 33 1/2 steht immer noch ein langer, alter, baufälliger Bauernhof des Reger Joseph, einem Bruder von Sebastian Reger. Der alte Hof im Bilde geht auf 1780 zurück. Die Mutter, Frau Anna Reger, hat den Hof 1932 von Martin Drexler gekauft. Drexlers besaßen ihn seit 1870 und davor waren gut 100 Jahre schon Vorbesitzer auf dem Anwesen. Links neben dem alten Hof ist ein herrlicher Neubau der Reger-Familie. Der Altbau ist nicht mehr bewohnbar, weil abbruchreif, er ist heute ein riesiges 'Hühnerhaus' und dient nur mehr der Kleintierhaltung. Hinter dem alten Hof sind landwirtschaftliche Maschinenhallen und ein großer Stall mit 100 Stierl.

22. Der Lenzbauernhof vom Niedermeier Franz, früher Dorfstraße Nummer 25, heute Nummer 16, zählte schon immer zu den größten Höfen des Dorfes. Die ganze Hofanlage war zu allen Zeiten ein wuchtiger Dreiseithof. Auf dem Bild sieht man noch das alte Wohnhaus, das den Eingang von der Dorfstraße her hat. Der moderne Neubau ist ganz anders gelagert. Die Maschinenhalle an der Nordostgrenze ist geblieben. Der alte Hof geht auf 1780 zurück, Vor 18 Jahren wurde 1960 das alte Wohnhaus, der Roßstall und Kuhstall abgerissen und ein prachtiger neuer Lenzbauernhof erbaut.

23. Der 'Schusterbauer', Mathias Walch, heute Zeitlrneier, Dorfstraße Nummer 21, früher Nummer 14, bestand schon lange vor 1838 als kleines bäuerliches, strohbedecktes Anwesen. Auf diesem kleinen 'Schusterhäusl' lebte der Urgroßvater Georg Walch, der 1810 geboren war und sein Leben lang schusterte. Er hatte eine Kuh und 15 Tagwerk Grund und arbeitete sich bis zu 35 Tagwerk hoch; es folgte der Großvater Walch Mathias und der Vater 'Jochann' Walch und dessen Bruder Georg Walch; letzterer hat 85 Jahre im 'alten Hof' gelebt, von der Geburt bis zum Tode im Jahre 1970. Neben dem alten Hof, der leer steht und Lagerzwecken dient, ist ein moderner Bauernhof entstanden. Der alte Hof ist 140 Jahre alt.

24. Der 'Moosbauernhof' des Keller Kaspar amEnde der Schmiedstraße, früher Nummer 31, heute Nummer 15, ist uralt und war einst rundum von Urwald umgeben. Die Großeltern vom heutigen Kaspar Keller haben den Hof gekauft, es waren schon viele Vorbesitzer darauf. Der Hof wurde öfter umgebaut und modernisiert, dann aber abgerissen und 1925 neu erbaut. Auf dem Bild sieht man noch den alten Bauernhof mit dem Getreidestadel. Dahinter liegt der Torfstich. Der Großvater vom Moesbauern stammt aus dem Kristeinerhof: er wurde 1895 als Feuerwehrrnann mit der Rettungsmedaille des Prinzregenten Luitpold ausgezeichnet.

25. Der Kristeinerhof, Dorfstraße Nummer 27, früher Nummer 17, war einmal ein sehr bedeutender Hof, wurde aber später zertrümmert. Der Hof geht auf Vorbesitzer bis 1780 zurück. Das Geschlecht der Familie Keller stand in bestem Rufe, galt als intelligent und charakterlich vorbildlich. Ein Joseph Keller, der Urgroßvater, war insgesamt 15 Jahre Gemeindevorsteher von 1818 bis 1824, dann von 1833 bis 1839 und von 1842 bis 1845; er hatte eine Klosterschule besucht und stand an Bildung hoch über den Männern seiner Zeit und Umgebung. Ein Nachkomme Joseph Keller, 1897 geboren, galt ebenfalls als Vorbild. Der Hof ist teilweise abgerissen, die Vorderfront zeigt noch das alte Bauernhaus, es hat sich einiges verändert.

26. Der alte Stürzerhof, früher Dorfstraße Nummer 20, heute Nummer 36, geht auf das Jahr 1829 zurück, vorher lebte auf dem Hof ein Osterrneier Korbinian, Ob vorher noch andere Besitzer da waren, ist noch nicht ausfindig gemacht. 1841 vernichtete ein Großbrand die Anwesen Schustermartl, Jochi, Stürzer Johann und Reger Josef. 1843 wurden die Höfe wieder aufgebaut. Man gründete daraufhin einen Brandunterstützungsverein, weil alle Häuser noch Strohdächer hatten. Der alte Stürzerhof', wie auf dem Bild , wurde 1960 in ein Mietshaus umgebaut. Der Besitzer Johann Stürzer hat sich 1956 einen Aussiedierhof gebaut. 1864 heiratete ein Anton Stürzer die 'Kaisertochter Magdalena'.

27. Germering brennt seit 1830 Schnaps aus Kartoffeln. Eine Branntweinbrennerei gab es auf der früheren Hausnummer 12, heute Nummer 17, beim Wastlsepp. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen die Vorfahren eines Simon Fruth als 'Überrheiner' aus Baden nach Nedlingen bei München, von da aus mit einer Obstbrennerei nach Germering. Bis 1880 hatte Germering sieben rentable Schnapsbrennereien. Eine davon gehörte schon immer zur Gastwirtschaft August Mayer. Noch heute befindet sich die einzige Schnapsbrennerei im Landkreis Fürstenfeldbruck im Hof des Hotel 'August Mayer'; Teilhaber sind Strob! Andreas (Jochambauer) und Kiermeier Stanis.

GERMERING

Hartl'sene Gastwirtschaft

28. Der Hartl-Wirt, Dorfstraße Nummer 33, geht auf das Jahr 1830 zurück. 1887 hieß die Gaststätte 'Zum Schauerwirt '. Man sieht auf dem Bild die gemütliche Gaststätte, die Stallungen, das Schlachthaus mit Metzgerei, die Kegelbahn und den Biergarten mit schattigen Kastanienbäumen; früher war auch noch eine Kramerei dabei. Das ganze gesellschaftliche Vereinsleben hat sich bei dem 'historisch bedeutsamen' HartI-Wirt abgespielt, Hier wurde auch 1922 der Krieger- und Veteranenverein gegründet. Vater Simon Hart! starb 1971. Nach ihrn wurde die Gastwirtschaft aufgelassen und 1972 das Hartl-Wirtshaus und alles Drum und Dran völlig abgerissen. Das hat viele Menschen mit Trauer erfüllt, Ein modernes Wohngebäude steht heute da.

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