Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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29. Der 'Schustermartl' oder das Geschlecht Matthias Kreuzmaier, Dorfstraße Nummer 32, früher Nummer 22, ist schon seit 1817 auf dem Hof. Es müssen aber schon Vorbesitzer da gewesen sein. Darüber werden augenblicklich noch Auskünfte beim Matrikelamt eingeholt. 1857 wurde auf dem Westflügel des Hofes ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichtet. Das alte Wohnhaus steht noch und wurde vermietet. Das kinderreiche Geschlecht der fünf Generationen Matthias Kreuzmaier hat in Germering besten Ruf. Der Bauer hat sich in der Mitte des großen Kreuzmaier-Hofes ein modernes Wohnhaus erbaut. So manch einer wird das Bild hier nicht wiedererkennen.

30. Die heutige Gassnerschmiede war 1895 eine Brandstätte, auf der Dischler Lorenz, der Nachfolger des Doll-Schmiedes auf der Hinterschrniede, im Jahre 1910 dieses Haus erbaute. Das Hausschild ist ein eisernes Hufeisen mit Zange , Amboß und Pferd. Der Volksmund erzählt, daß dieses Haus wie das Trosthammerhäusl schon im dreißigjährigen Krieg gestanden hat. Es hatte eine eichene Haustüre, winzige Fensterehen und ein Satteldach mit Strohdecke. Aus diesern Hause Nummer 35 in der Dorfstraße hat der alte Moosbauer 1895 einen Buben vom Feuertod errettet.

31. Beim 'Schafflerlenz', dem Großbauern Lorenz Wagner in der Dorfstraße Nummer 25, früher Nummer 16, sah es einst ganz anders aus. Der Hof geht urkundlich auf den Namen Wagner bis 1850 zurück; es waren aber schon Vorbesitzer da, sodaß der Hof gut 250 Jahre alt ist. Bis 1876 wurde von der Familie Wagner eine Schäfflerei ausgeführt, daher der Hausname. Später arbeitete Schäff1ermeister 'Taglang von Gilching', ein Cousin von Sebastian Reger, in dieser Werkstätte des Bauernhofs. Das Bild vom alten Bauernhof, der schon lange so bestanden hat, stammt aus dem Jahre 1910 und blieb so bis 1960, als der Hof an den Sohn, Gemeinderat Wagner Lorenz, übergeben wurde.

32. Der 'Kramerhof' ist heute noch einer der großen Bauernhöfe auf Augsburger Straße Nummer 24, früher Nummer 46. Der Hof geht auf die Jahrzahl 1852 zurück, als Anton Sepp auf dem Hof einen Getreidehandel betrieb, von 1854 bis 1880. Im Jahre 1852 hat er das Anwesen von der Jagdhofintendanz zu München gekauft, er war der 'Jägerbauer ' und darm wegen des Getreidehandels der 'Kramerbauer'. Als früheres 'Jägerhäusl' gehörte es der Königlichen Jagdhofgesellschaft zu Nymphenburg, welches 1798 abbrannte. Es gehörte auch einmal der Eva Meyrin. Seit fünf Generationen ist Sepp Anton auf dem Hof. 1893 brannte der Hof am Frauentag ein zweites Mal nieder. Heute ist der Hof stark verandert und modernisiert.

33. Eine Gelöbnistafel in der Wallfahrtskirche 'Maria Eich' in Planegg erinnert an die große Viehseuche in der Gemeinde Germering im Jahre 1852/1853. Es trat unter dem Vieh Lungenseuche, Rinderpest, Maul- und Klauenseuche, Milzbrand, Schlafsucht der Pferde und Schweinerotlauf auf, das Vieh 'fiel nur so dahin'. Die Bauern von Germering, Unterpfaffenhofen und Puchheim hielten darum am Matthäustag, am 21. September 1853 eine Wallfahrt zu 'Maria in der Oach'; die Viehseuche erlosch noch in diesem Jahr. Beim Eingang in die Wallfahrtskapelle hangt oben rechts eine Votivtafel, wie hier im Bilde, die kürzlich restauriert wurde. Das Bild ist auf Blech gemalt.

34. Zu einer Hintersehmiede gehörte damals auch eine 'Vorderschmiede' gegenüber dem alten Rathaus, heute Dorfstraße Nummer 13, früher Nummer 11. Der Vorderschmied war der dreiundneunzigjährige Rupert Streicher, der heute noch beachtenswert rüstig ist. 1855 war seine Mutter auf der Schmiede geboren, davor lebten also deren Eltern und einige Vorbesitzer auf dem Hof. 200 Jahre dürfte der Hof gewiß alt sein. Vier Generationen haben das Schmiedehandwerk hier ausgeübt. Auf dem Bild ist das ganz alte Wohnhaus mit Eltern und Kindern. 1923 wurde das Haus abgerissen und neu erbaut. 1972 ist dieses Wohnhaus, die angebaute Schmiede und der Stall bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Auf der Südseite der Brandstätte steht jetzt ein modernes Wohnhaus.

35. Das ursprüngliche Besitztum des Köbele Paul, beim 'Neirnoar ', auf Nummer 18 in der Dorfstraße, früher Nummer 7 1/2, geht auf 1780, also auf 200 Jahre zurück. In frühester Zeit stand hier nur ein kleines Austragshäusl mit Strohdach. Ab 1918 erst ist es Besitztum des 'Neimoar PauJi' geworden, seit 1918 steht das Bauerngut so, wie es hier abgebildet ist; Köbele Paul hat 1921 eine Schwester des Vorderschmieds, die Maria Streicher, geheiratet. Die Tochter hat 1972 den Hof übernommen. Der alte Hof, der neben einem prächtigen neuen Anwesen noch immer steht und an eine elektrotechnische Firma vermietet ist, wird vom neuen Hofbesitzer Adam Sanktjohanser sicher mal abgerissen und neu gestaltet.

36. Der 'Schulsepp' wohnte dort, wo früher die Metzgerei Jakob Huber war. In dem Haus auf dem Bild war unten beirn Eingang das 'Schulstüberl'. Der Hausname 'Schulsepp' war vom vorherigen Besitzer Franz Berberich von Biburg übernommen. Domkapellmeister Berberich in München war der Onkel des Schulsepp. Der Käufer Jakob Huber hat diesen Hausnamen übernommen; er hat die schulischen Belange in jeder Hinsicht sehr gefördert. 1804 wurde dieses Haus von der Gemeinde als Schulhaus erworben und tat 40 Jahre gute Dienste. Heute ist darauf das Ladengeschäft Baumgartner, Augsburger Straße Nummer 11, früher Nummer 43.

37. Das alte Schulhaus neben dem alten Pfarrhof bestand von 1885 bis 1976, also 93 Jahre. 1976 wurde es abgerissen, um für den neuen Schulbau Platz zu gewinnen. Der 1. Lehrer Germerings war wohl Marquart, der Ercmit, 1665 wird erstrnals eine Schule urkundlich erwähnt. 1796 war das 'Jagerhäusl' Mini-Schule, nach dem Grofsbrand 1798 gab es die Hinterschmied-Schule bei Gehämmer und Pferdegewieher, dann war 40 Jahre auf der Brandstätte-Schule Augsburger Straße Nummer 43 Unterricht. 1885 kaufte die Gemeinde das Haus Nummer 50 als Schule und Lehrerwohnung für die Lehrersfamilie Eugen Papst, die ab 1887 dort einzog. Der Unterricht wurde in zwei Schulräumen abgehalten.

38. Eugen Papst war der strengste, beliebtcste und berühmteste Lehrer und Erzieher Germerings von 1887 bis 1917. Er war 30 Jahre Mesner, Organist und Oberlehrer bis zu seiner Pensionierung. 1904 erhielt er als berufene Lehrerpersönlichkeit eine 'Allerhöchste Neujahrsauszeichnung', die silberne Medaille des Verdienstordens der Bayerischen Krone. Die Ehe war mit elf Kindern gesegnet. Eugen Papst entstammte der Lehrersfamilie Wendelin Papst aus Schöllang bei Oberstdorf im Allgäu; durch seine Mutter war er mit dem Malerfürsten Herkomer in München verwandt. Er selbst spielte rnehrere Instrumente virtuos und war ein ausgezeichneter Singschullehrer. Von der Bevölkerung wurde er als schöpferische Persönlichkeit verehrt und geliebt.

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