Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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39. Unser Bild zeigt das alte Schulhaus 1910 im Primizschmuck, Die Krönung im Leben der Familie Papst war die Primiz des Sohnes Ludwig, an der Germering und Unterpfaffenhofen mit Liebe und Anhänglichkeit teilnahmen. So wie das Schulhaus reichlich geschmückt war, ahmten es auch selbstverständlich alle übrigen Dorfbewohner und Hausbesitzer nach. Ludwig Papst, der Theologe, war dann Pfarrer in Rattenkirchen bei Ampfing (Mühldorf) und zuletzt in Kronwinkl bei Landshut, wo seine Mutter Veronika bei ihm starb. Aus Anlaß der Primiz bekam die Martinskirche die Glocken und eine neue Orgel.

40. Auf dicsem Schulbild von 1898 erkennt man eindeutig den großen, aber bescheidenen Padagogen Eugen Papst inrnitten seiner Schüler von sieben Jahrgängen, Auch der Knoll Georg vom Sedlmeierhof in Unterpfaffenhafen, heute 88 Jahre alt, war damals Schüler beim Oberlehrer Papst. Es werden sich noch viele ehemalige 'Papstschüler' über dieses Bild freuen. Georg Knoll ist von oben in der zweiten Reihe von rechts der zweite Schüler. Eugen Papst war ein Lehrer, der seinen Schülern ans Herz gewachsen war. Eine besoudere Beliebtheit erwarb er sich bei Eltern und Schülern durch eine unerrnüdliche Pflcge der Musikalität, indem er singbegabte Buben und Madehen in Singschulen und Sängerchören zusammenschloß und ausbildete.

41. Des Bezirksoberlehrers Sohn, auch ein Eugen Papst, war schon in seiner Jugend voll Sang und Klang. Er war ein echtes Weihnachtskind, am 24. Dezember 1886 in den bayerischen Bergen in Oberammergau geboren, hat er aber seine Jugend in Germering verbracht. 1893 war er Schulanfänger bei seinern Vater; er sollte einmal Lehrer werden. Das entsprach aber nicht seinem Herzenswunsch. Er setzte seinen Kopf durch, studierte auf dem Münchner Konservatorium und ab 1907 auf der Akademie der Tonkunst. Er erwarb sich großen Ruhm bei Münchner Konzerten, bekam 1908 den Rheinbergerpreis für Kornposition und Orgel, nahm die Kapellmeisterlaufbahn und wurde 1936 Generalmusikdirektor. Er wurde ein Begriff für die Musikwelt Europas.

42. Alfred Febrmann's einstige Werkstätte an der Ecke Dorf- und Augsburger Straße weiß kaum eincr mehr zu suchen. Hinter dem jetzigen grofsen Haus der Eisenwarenhandlung Trager, Dorfstraße Nummer 1, war früher die Werkstätte, davor lag ein schöner Garten. 1937 wurde die Eisenwarenhandlung und Parterre eine Werkstätte in dem neuerbauten Haus eingerichtet, der Garten mußte verseliwinden. Fehrmann war ein treuer Bürger Germerings. Frau Trager's Vater war der letzte Lohndrescher des Landkreises Fürstenfeldbruck. Er ist neunzigjährig verstorben.

43. So sah im Jahre 1899 der Hof des Sattlermeisters Lorenz Diepold aus. Aufdem Bild erkennt man Lorenz Diepold sen., der das Anwesen 1892 erworben hat, daneben seine Frau Anna und den kleinen Lorenz, der 1895 geboren wurde und der Vater vom heutigen Otto Diepold ist, ferner ein Geselle und ein Lehrling, rechts zwei Rösser mit dem Pferdehalter. Wahrscheinlich wurde ihnen ein neues Geschirr angepaßt. Dieses Haus, Dorfstraße Nummer 40 beim 'Sottla', hatte früher Nummer 57. Ein Köberle Peter baute das Anwesen im Jahre 1866, ihm folgten dann einige Besitzer bis 1892. Das Sattlerhandwerk ist in der Familie Diepold schon seit 1688 ausgeübt worden.

44. Diese herrlichen Pferdegeschirre bei einem Sechsergespann stammen aus der Sattlerei Diepold. Sattler-Erzeugnisse Diepold's, seine prächtigen Roßgeschirre sind nicht nur in deutschen Landen bekannt, man kennt sie in ganz Europa und vielen Städten der Welt. Die Werkstätte Otto Diepold fertigt auch heute noch prunkvolle Pferdegeschirre an. Allerdings hat sich das heutige Berufsbild geändert, da es kaum mehr Zugpferde gibt. Darum hat sich die Sattlerei auf Innendekoration und Raumausstattung umgestellt. Der Sohn Otto Franz, die vierte Diepold-Generation, erlernt das Sattler- und Raumausstatter-Handwerk,

45. Die 'Hengerleut' auf dem 'Hengerhof", heute Dorfstraße Nummer 19 bei Simon Fruth, früher Nummer 13, hatten den schönsten Hof in Germering. So erzählen die Dorfbewohner. Der Hengerbauer war der Gastwirt August Mayer II (1868 geboren). Die Hengerbäuerin, die Wirtsmutter (1872 geboren) war eine Maria Dietrich. Vater Dietrich von der Wtrtsmutter Maria hat den Hof gekauft; er lebte früher in Unterpfaffenhofen. Maria Dietrich hat den Hof übernommen und den Gastwirtssohn August Mayor II geheiratet. Das ist der Großvater des heutigen Hotelbesitzers. Frau Anna Mayer beim Kiermaier Stanis, ist die Tochter der 'Hengerleut', Der 'Hengerhof' wurde vor einigen Jahren abgerissen; Hofnachfolger ist Fruth Simon, der 'Branntweiner'.

46. Der Hof des 'Vöstmichl' Mathias Sollinger, Dorfstraße Nummer 2, früher Nummer 36, war ein sehr alter Hof, der bei einem Umbau die Jahrzahl 1600 aufgezeigt haben soll, es kann aber nicht bewiesen werden. Auf dem Bild sehen wir den Altbau, der 1924 abgerissen und neu erbaut wurde. Der houtige Bauernhof verfügt über moderne Stallungen. Die Stirnseite des Hauses schaut mit dem Giebel heute zur Dorfstraße. In der 'Kuch!' war im alten Hof rotes Ziegelsteinpflaster, 1820 hat erst ein Sollinger aus Puch in den Hof eingeheiratet. Der Mathias Sollinger ist 1898 auf den Hof gekommen. Es müssen einige Generationen Vorbesitzer auf dem Hof gelebt haben. Im Jahre 1977 ist der Altbauer mit dem Fahrrad tödlich verunglückt. Sein Sohn Hubert Sollinger führt den modernen neuen Hof weiter.

47. Das 'Hofbauerngut' im Norden am Ende des Altdorfes, Augsburger Straße Nummer 3, früher Nummer 56, war und ist eines der größeren Anwesen. Es war Besitz des Urgroßvaters von Martin Strobl und ist im Urkataster 1865 schon eingetragen. Heute ist das Anwesen kein Bauernhof mehr, sondern völlig zweckentfremdet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gut noch bewirtschaftet, dann hat Martin Strobl den übernommenen Hof an Wohnungsleute verrnietet, die Landwirtschaft ganz verpachtet und in den Nebengebäuden und Scheunen hat sich eine Mechanikerwerkstätte eine Existenz aufgebaut. Der 2. Bürgermeister der Großgerneinde Germering hat sich in der Südendstraße einen Bungalow gebaut.

48. Die Dorfstraße ist die älteste Straße Germerings, die schon zur Zeit der Ortsgründung angelegt wurde. Häufig war sie vom Grundwasser bedrängt, war schmuddelig und schwer begehbar. In der Mitte der Dorfstraße war das Hirthaus und ab 1928 das alte Rathaus; im unteren Bild sieht man den Hof des Kramerbauern und vorne rechts das Kaufhaus Stefani, das 1978 abgerissen wird. In der Dorfstraße hat sich das Handwerk angesiedelt, Schmiede, Wagner, Schreiner und Sattler. Nach dem Urkataster standen 1865 in der Dorfstraßc 39 Häuser.

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