Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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49. Die alte Schmiedstraße hat sich aus der Urzeit bis heute nicht wesentlich verandert, die Zukunft wird allenfalls Neues brtngen. Ihren Namen hat die schrnale Straße von der 'alten Schmitten', auf der das Doll-Geschlecht von 1723 bis 1889 lebte. Die Schmiedstraße führt in die Dorfstraße, die vor 50 Jahren noch 'Wasserstraßc' hiefs. Der Getreideputzer 'Hüttenmartl' (Meitinger) lebte bis 1895 fast 30 Jahre lang in der Schrniedstraße. 1865 zählte man in der Schmicdstraßc acht Häuser. Viele Jahre hatte Germering so um 1808 herum 26 Strafsen registriert, 1975 waren es 108 Straßen. Wie anheimelnd war doch das Dorf mit drei Straßen!

50. Die Augsburger Straße, die von München herkommend am Altdorf vorbeiführt, war einst eine wichtige Heerstraße, eine bedeutsame Salzstraße und die Poststraße. An der Mayer'schen Gastwirtschaft hielten schon im 15. und 16. Jahrhundert die Salzsäumcr mit ihrern 'weißen Gold' aus dem Reichenhaller und Traunsteiner Raum, Ab 1679 verkehrte hier auch regelmäßig die 'Taxis'sche reitende Post', während die 'fahrende Personen post' ab 1784 verkehrte. 1865 standen 17 Häuser in der Straße. Auf dem Bild ist nochmals das Warenhaus Stefani und rechts der umgebaute Roßstall der Mayer'schen Gastwirtschaft, dem heutigen Hotel.

51. Eine Sicht vom Kirchturm aus zeigt zwischen den Gebäuden an der Augsburger Straße rechts die alte Gastwirtschaft August Mayer mit Stallungen, die sehr umfassend waren, daninter die Schnapsbrennerei, links vorne das alte Schulhaus, den Käserschmied Doll und das Kolonialwarengeschäft Stefani. In diesern Winkel spielte sich das geschäftliche Leben des Altdorfes ab.

52. Das 'Parsberger Paar' um 1860 wurde von dem Olchinger Kunstmaler Sonner dargestellt. Im Jahre 1925 konnte man bei einem Volksfest vom 5. bis zum 23. September in Fürstenfeldbruck die Parsberger Tracht noch tatsächlich sehen, ebenso bei der Stad terhebungsfeier in Fürstenfeldbruck vom 4. bis zum 12. Juli 1936. Vor 1890 traf man im Germeringer Raum auch die 'Krachlederne' für die jungen Burschen an, Ein Trachtenverein sollte sich bernühcn, die 'Parsberger Tracht' wieder aufleben zu lassen. In allen Teilen Altbayerns wird die bodenständige Tracht gepflegt.

53. Ein Erinnerungsbild vom fünfzigjährigen Jubiläum des Gesangvereins 'Frisch auf!' in Germering. Von links nach rechts der alte Simon Hartl-Wirt, Gemeinderat Johann Wagner, der Vater von Frau Trager Alfred Fehrrnann, Professor Pfanner, Hochzeitlader König und die beiden Herren Sutor, Vater und Sohn. Der im Jahre 1909 gegründete Männcrgesangverein ist weit über die Grenzen des Landkreises hinaus ein angesehener, erfolgreicher Chor, dessen Vorsitzender Rernigius Sammerübcr 20 Jahre die Geschicke des Chors geleitet hat. Leider haben einige der Jubilare davon schon das Zeitliche gesegnet,

54. Germering vor 50 Jahren weist noch ein landwirtschaftliches und bäuerliches Gepräge auf. Links von der Dorfkirche St. Martin sieht man die Kirchenstraße, die die untere Bahnhofstraße kreuzt. Rechts führt die Augsburger Straße am Gebäudekomplex August Mayer vorbei, sie mündet bei der Kreuzung in die Dorfstraße links ein und führt durch das ganze Altdorf bis hinunter nach Unterpfaffenhofen. Links ist neben dem Altdorf ein schmaler Fußweg an den Äckern entlang erkennbar. Um diese Zeit ist Germering schon lange kein Straßendorf mehr, sondern ein Haufendorf.

55. Gerrnering vergißt seine Dorforiginale nicht. Der Hochzeitlader Josef König war eigentlich Schuhmachermeister. Auf je der Hochzeit hat er seine lustigen 'Gstanzln' gesungen zur Freude des Hochzeitspaares. Ludwig Klotz, der beliebte Treppenbauer, war ein großartiger Bastler und Automechaniker. Er baute eine vollwertige kleine Trambahn auf Bulldoggs auf und fuhr die Bevölkerung beim alljährlichen Volksfest im Juli durch Unterpfaffenhofen und Germering. Der Dritte im Bunde war Joseph Schilling, der Witzemacher allüberall. Kinder und Erwachsene mußten zwerchfellerschütternd lachen, wenn er zu erzählen begann.

56. Der Rinnerhof am Steinberg ist ein Landschafts-Idyll. Auf der höchsten Erhebung des Parsberges steht das Herrenhans des Barons von Rarnberg, der um 1890 den Stcinbcrgerhof, noch frühcr Rinnerhof, gekauft hatte. Dicht dabei steht der Hof des 'Parsberger Hiasl"; beide Höfe wurden vereinigt, sie mögen einige hundert Jahre alt sein. Man findet dort ein landschaftfiches Kleino d auf einern Moränenhügel, der sich mehrere hundert Meter von Ost nach West hinzieht und die höchste Stelle des Parsberges mit 607 Metern erreicht. Die hochbetagte Baronin hielt den Hof mit einem Gutsverwalter immer noch aufrecht. Wie lange das ganze Gemäuer dort oben noch stehen wird , weiß bislang keiner ; hoffentlich noch lange.

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57. Im Mai 1973 hat die 'Freiwillige Feuerwehr Germering und Unterpfaffenhofen' ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert. 1855 hatte Germering schon eine hölzerne Feuerspritze. Am 11. November 1895 war ein seltenes Fest: der Feuerwehrmann Kaspar Keller, der Großvater des heutigen 'Moosbauern' in Germering, wurde für die Rettung des Knaben Michael Wagner aus dem brennenden Haus Nummer 35 die Rettungsmedaille überreicht (Siehe Bild 241). 1896 wurde bei der Jagdverpaehtung an Baron Hirsch, Planegg, eine neue Feuerspritze eingehandelt.

58. Ein Bliek vom Parsberg auf Unterpfaffenhofen zeigt hier die Ur- und Mutterkirche Sankt Jakob und rechts davon die Pfarrstadeln. Der Pfarrer hatte, wie damals viele Pfarrer in Oberbayern, ein Landwirtschaftsgut beim Pfarrhof. In Unterpfaffenhofen stand ein stattliches Pfarrhaus mit 260 Tagwerk Grund, den der Pfarrherr mit seinen Dienstboten und freiwilligen Helfern bewirtschaftete. Der Pfarrer hatte Kühe und Ochsen, Pferde mit Fohlen, Schweine, Hühner und anderes Kleinvieh, Die umfassenden Stallungen stehen natürlich längst nicht mehr.

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