Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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59. Der ganze Ortskern von Unterpfaffenhofen lag rund um den Dorfweiher. Auf dem Bild ist links das Bauernanwesen vom Killer Lorenz und in der Mitte der Reitmeier-Hof, den Hans Mannhardt gekauft hat. Der Dorfweiher existierte seit eh und je, er war viele Jahrzehnte von Enten und Gänsen bevölkert. Er reichte von der Salzstraße bis zur Kirchstraße und hinauf zum ehemaligen Garten des Postwirtshauses. Man sieht die Weidenbäume und Hecken, die ihn umrandeten. Dieses Bild wirdnie mehr Wirklichkeit, man kann es nie mehr sehen, denn der Dorfweiher wurde zu festem Baugrund aufgefüllt im Jahre 1950.

60. Die Mutterkirche und Urkirche St. Jakob geht in ihrer Entstehungsgeschichte auf 1315 zurück wie die Dorfkirche in Germering. Zur Zeit der allerersten bajuwarischen Ansiedlung stand hier auf den Resten eines römischen Siedlerhauses ein Holzkirchlein. Um 1000 herum wird mit dem Bau der Kirche begonnen worden sein. Bei Ausgrabungen 1964 stieß man auf eine romanische Kirche aus dem 10./11. Jahrhundert. Man fand sogar Reste einer rörnischen 'Hypokausta', einer Heißluftanlage in der Römervilla rnit römischen Bädern. Und dies vor 2000 Jahren! So hat die Kirche zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausgesehen mit einer Friedhofsmauer aus Ziegeln vor dem Lautscham-Anwesen. Der Boden um diese Mutterkirche ist historisch bedeutsam und wesentlich alter als in der ersten Beurkundung 957 zum Ausdruck kommt.

61. Unter Einschaltung des Amtes für Denkmalpflege wurden in der rornanischen Kirche interessante Feststellungen gemacht: Der Pfarrsitz dieser Kirche muß 'Pfaffenhofen am Barsberg' gewesen sein, wie aus einer Matrikel aus dem Jahre 1524 hervorgeht. Es müssen hier erste Siedler gelebt haben. Man fand lehmgestampften Boden mit einer Brandschicht bedeekt und verkohlte Roggen- und Gerstenkörner. Quadratische Fußbodenplatten wurden gefunden, in die eine Wünschelrute mit Hundepfote eingebrannt war. Hier im Bild sieht man das gotische Presbyterium, man glaubte, das sei der älteste Teil der Kirche, da entdeckte man eine romanische Apsis und das Fundament des Altarsteines. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

62. 'Sankt Jakob' enthält viele Kostbarkelten. Es sollen nur drei hier im Bild gezeigt werden. Am schonsten ist die herrliehe Monstranz mit Kelchen und Kerzenleuchtern. Das Bild links oben zeigt einen uralten Kirchenwandschrank für Kirchenwäsche und sonstige wichtige Utensilien. Daneben ist ein massiver Tabernakel, der aus dem 16. Jahrhundert stammt. Das dritte Bild, links unten zeigt die Rückseite eines Ziegelreliefs, welches auf der Ostseite des Altarsockels eingemauert war, es wird aus der Zeit der romanischen ersten Kirche stammen. Hinter den Seitena1tären wurden romanische Fresken entdeckt. Die letzte Restaurierung 1964 brachte einen Kostenaufwand von 175000 DM.

63. Das Pfarrhaus lag unmittelbar hinter der Kirche Sankt Jakob. Wir sehen hier im Bild einen großen, zweistöckigen Pfarrhof mit Nebengebäuden, der in der Gesamtansicht sehr eindrucksvoll wirkt. Der Pfarrer hatte eine Villa und war noch dazu ein großer Bauer, der auf sein Landwirtschaftsgut stolz sein konnte. Der alte Pfarrhof und das Pfarrgut waren über 250 Jahre alt. Die Kellerdecke ist kein Gewölbe, sondern meisterhaft behauener Naturstein und könnte aus dem 14./15. Jahrhundert stammen.

64. Der abbruchreife alte Pfarrhof, der bis zum Jahre 1957 vollig verkommen und teilweise verfallen war, wurde von Herrn Hans Mannhardt (Stahlbau) in trostlosem Zustande erworben, wie das Bild zeigt. Sein Bestreben ging dahin, alles, was bei der Um- und Neugestaltung vom alten Pfarrhof noch brauchbar war, zu retten. Die Raumgestaltung des großen Hauses wurde größtenteils beibehalten, natürlich anderen Zwecken zugeführt. Der Dachstuhl von 1867 ist ebenfalls in den Neubau aufgenommen worden. Unter dem prächtigen heutigen Wohnraum lag einst der Pferdestall. Beim Umbau stieß man im Keller in zwei Metern Tiefe auf Gräber- und Knochenreste, die auf ein größeres Gräberfeld schließen lassen. Durch geschmackvolle Restaurierung ist der 'alte Pfarrhof' heute ein Prachtbau!

65. Das älteste Haus Unterpfaffenhofens war seit eh und je das 'Postwirtshaus' an der Salzstraße Nummer 35. Aus der Hausgeschichte weiß man, daß 1776 der Urgroßvater Simon Spitzwöck der Postwirt war. Von 1814 bis 1845 war ein Sebastian Pachmayr der Wirt, nach ihrn kaufte 1859 der Josef Hirschauer aus Mauern für 42 000 Gulden das Gasthaus 'Zur Post' mit 400 Tagwerk Grund; dazu gehörte noch ein Ziegenstall. eine große Schäferei, später noch eine Schmiede und eine Bäckerei. Hirschauer war damals der reichste Mann in der Gegend. Beim 'Postwirt ' verkehrten nun die Fahrpost, die Salz- und Botenfuhrwerke. Der Posthalter besaß 24 Pferde, darunter drei Traber. Nach Hirschauers Tod kamen Georg Menzinger und zwei Familien Ruhdorfer, die heute noch Besitzer sind; die Wirtschaft ist nicht mehr.

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66. Nach dem Tode des Posthalters Hirschauer (1880) erbte die ledige Tochter Veronika die Güter des Vaters, verkaufte um 1900 herum den ganzen Besitz und auch das Postwirtshaus. Sie erbaute 1904 mit dem Erlös auf einem Acker die 'Bahnhofsrestauration' mit dem Bliek auf Unterpfaffenhofen. Heute steht hier auf dem gleichen Grund am Bahnhofplatz, das bekannte 'Hotel Huber', das aus Veronikas Restauration entstanden ist. 1920 starb Tante Veronika mit 68 Jahren, Die Nichte Katharina Hirsehauer, die bei ihr war, erbte und heiratete 1920 einen Sohn des Gastwirts Huber aus Puchheim, dessen Sohn übernahm die Hirschauer 'sche Gastwirtschaft, wiederum dessen Sohn Josef Huber heiratete eine Schwester des Hoteliers Mayer.

67. Das ist ein einmaliges Bild und nirgendwo bei Bauern zu finden. Im Hauseingang des Killerhofes hangt dieses abfotografierte Bild des einstigen alten Hofes direkt am Dorfweiher. Man sieht links den alten Hof, Hauseingang und Stalltüre an der Weiherseite , rechts ist das Anwesen des Schmiedes Sebald. Heute steht das neue Bauerngut auf dem festen Grund des nicht mehr vorhandenen Derfweihers. Der alte Hof ist beim Urn- und Neubau wie ein Geheimnis zauberhaft verschwunden. Immer auf den Namen Killer geht der Hof bis 1840 zurück. Zuerst war der Urgroßvater Christian und Frau Kreszentia auf dem Anwesen, nach ihm die Großeltern Johann und Frau Magdalena, dann Vater Lorenz und Frau Ursula, heute Lorenz und Viktoria Killer.

68. Die einstige Schrniede in Unterpfaffenhofen sieht man hier auf dem Bild: 'Sebald Augustin , geprüfter Huf- und Wagenschrnied'. Er lebte auf Kirchstraße Nummer 1; vor ihrn war schon ein Schmied Hörmann da. Die Schmiede war links hinter dem Haus. Ganz früher muß es eine Wirtsohaft gewesen sein, weil Wirtsgerümpel gefunden wurde. Man weiß, daß auf der Hausfrontseite im ersten Stock eine 'Zechstube ' war, in der Feste gefeiert wurden bei Hochzeiten, Leichenschmaus und Fahnenweihen. Links vor der Schmiede ist Sebald Augustin mit Frau und Kiridem zu erkennen. Seit 22 Jahren gehört das Anwesen Frau Luise Schießl, Das Haus stand früher dicht am Dorfweiher, dieser fûhrte direkt am Gartenzaun vcrbei.

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