Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Betty Oberhofer
Gemeente
:   Germering und Unterpfaffenhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0778-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germering und Unterpfaffenhofen in alten Ansichten'

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69. Der größte Bauer im Dorf war und ist Simon Wunder! an der Unterpfaffenhofener Dorfstraße Nummer 37. Der Urgroßvater Mathias Wunder! war auf dem Anwesen von 1732 an. Das Familiengeschlecht der Wunder! hat ungefähr 100 Jahre Mesnerdienste geleistet. Darum heißt der Bauernhof seit 1732 in vier Generationen das 'Mesner-Hiasl-Güatl', Der alte Hof, der nicht mehr steht, war ein Bestandteil vom Hirschauergelände nach der Zertrümmerung. Das ehemalige Wohnhaus war eine frühere Kartoffelbrennerei, die 50 Jahre auch als Wohnung gedient hatte und 1963 abgebrochen wurde. Auf dem Bild ist der Hof von 1912, der auch nicht mehr steht. Hinter dem Strohhaufen ist ein leerstehender Stall mit einem 'Böhmischen Gewölbe', in dem kein Gramm Eisen verwendet wurde.

70. Der Demmelhof neben der Kirche St. Jakob war einer der ältesten und schonsten Bauernhöfc, heute ein moderner Ruhesitz. Das Anwesen ist nach Angabe des Hofbesitzers gut 350 Jahre alt. Das alte Bauernhaus rnit den landwirtschaf'tlichen Nebengebäuden wurde 1966 abgerissen. Hier sieht man den alten Hof mit Großvater Michael, Großmutter Maria, einer Tochter und den Bruder vom Vater Joseph. Der Giebel des Hofes hat damals zur Straßenseite geschaut, der Hauseingang war auf der Südseite. Bis 1898 war ein Strohdach darauf. Der Hof gehörte eigentlich einer Maria Kellertshofer. 1847 hat ein Sebastian Demmel eingeheiratet. 1944 zerstörten Bomben das Bauerngut, es wurde wieder aufgebaut und später ganz abgerissen.

71. Beim 'Hoamabauern' Xaver Hötzl, Kirchstraße Nummer 3, erfährt man, daß die Regierung von Oberbayern dem seinerzeitigen Pfarrer Pfeiffer bestätigt hat, daß der 'Hoamahof' 300 Jahre alt ist. Es gibt darüber auch eine Urkunde, die noch gesucht wird. Solange das Haus steht, waren immer 'Hötzl' auf dem Anwesen, immer der gleiche Name und es gibt keine Vorbesitzer, das ist eine Seltenheit. Der jetzige Hofbesitzer ist neben seiner Tätigkeit als Landwirt auf einem großen, modernen Bauerngut, schon zehn Jahre Mesner. 1931 hat er den Hof übernommen und seit 1970 sein Sohn. Der Altbauer hat 1944, im Jahre der Bombenzerstörung seines Hofes, die dritte Frau geheiratet.

72. Der 'Kramerwirt' sah in seiner Anfangszeit wie ein Mini-Wirtshaus aus, so auf dem kleinen Bildehen. In späterer Zeit kann man schon einen ziemlichen Betrieb mit größerer Wirtschaft erkennen, so urn 1850. Und vor 100 Jahren, so um 1873, gab es bereits eine ansehnliche 'Widman'sche Gastwirthschaft' an der Salzstraße Nummer 24. Im Jahre 1875 wurde die Wirtschaft zusammen mit einer kleinen Krämerei eröffnet, daher der Name 'Zum Kramerwirt'. Die Krärnerei wurde noch bis 1896 mitgeführt, Auf dem Bild sehen wir Vater Augustin Widmann und Mutter Anna mit den zwei Töchtern Rosa und Anna, die Wirts- und Herbergsmutter Maria Widmann sen., eine geborene Diepold aus Germering. 1925 entstand hier ein modernes, größeres und gepflegtes Restaurant.

73. Der alte 'Sedlmeierhof", früher mit 'ay' geschrieben, in der Salzstraße Nummer 33 hat über 200 Jahre durch vier Generationen so gestanden. wie er vor uns im Bilde aussieht. Vorbesitzer war eine Geschlechterreihe 'Knoll', daher heute noch der Hausname 'Knollhof". In der Familie Knoll war kein männlicher Erbe und die Knoll-Tochter hat den Josef Sedlmeier geheiratet. Der Großvater hat die Bombenzerstörung am 21. Juli 1944 nicht mehr erlebt, jedoch Vater und Sohn Georg. Es hat eine 5-Zentner·Bombe in der Nachbarschaft eingeschlagen. Man hat wieder aufgebaut, verbessert und verschönert, 1972 aber den ganzen Hof abgerissen. Der Altbauer Georg Sedlrneier ist jetzt 88 Jahre alt und ist auf Bild Nummer 57 als Feuerwehrmann zu erkennen.

74. 'Harthaus' war lange Zeit eine Einöde, ein einziger 'Hof im Wald'. Harthaus ist der östliche Ortsteil Unterpfaffenhafens. Vor 150 Jahren war dieser Hof ringsum von Wald umgeben. Franz Defregger, der berühmte Maler, erhielt von König Ludwig lIL diesen Harthof als Geschenk, weil er ihn als Prinzregenten in Lebensgröße sehr lebendig und schön porträtierte; das Bild hängt in der Münchner Residenz, 1883 wurde Defregger auch geadelt; 1921 starb er genau im Todesjahr seines Gönners. Dieser Harthof wurde auch Defreggerhof genannt; es gibt auch eine Defreggerstraße. Der Hof steht nicht mehr so, er ist stark verandert und urngebaut, man findet dort heute ein Schreibwarengeschäft.

75. Die Luftaufnahme von Unterpfaffenhofen aus dem Jahre 1910 zeigt die hufeisenförmige Anlage des Dorfes mit dem Ortskern um die Kirche. Rechts sieht man die Dorfstraße von Germering herkommend, ganz rechts unten die Schreinerei Ludwig Klotz, anschließend weiter oben die Fabrikgebäude des Mannhardt'schen Stahlbau-Unternehmens, quer durch die Wiesen den heute geschlossenen Hasenweg, links mitten durch das Dorf führend die alte Landsberger Straße, die heute Sa1zstraße heißt, unten links, ist der Kramerwirt, das Postwirtshaus und das Wunderl-Bauerngut.

76. 'Holzkirchen am Starzelbach', der aus dem Allinger Moos kommt, war einst eine Hofmark. Die Besitzer waren 1558 ein 'gefreiter Sedlhof des Klosters Polling' bei Weilheim. Seit 1788 besaß die Hofmark der Edle von Schaab; aus dieser Zeit blieb das Feudalschloß Holzkirchen erhalten. Heute gleicht das Schloß nur mehr einern gutfundierten Bauernhof, der dem 'Schloßbauern' gehört. Eine besondere Sehenswürdigkeit war die 1000jährige Linde am Schloßweiher, die heute nur mehr ein 'Baumgreis' ist. In der dortigen Kirche ist eine kunsthistorische Besonderheit. ein farbiges Glasfenster 'Der gegeißelte Herr' aus dem Jahre 1522. Man erkennt Pfarrer Schöttl; gestiftet hat das Bild 1554 Pfarrer Marschall von Unterpfaffenhofen.

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