Germersheim in alten Ansichten

Germersheim in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Raithel und Ludwig Hans
Gemeente
:   Germersheim
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4862-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Germersheim in alten Ansichten'

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9. Die Fronte Beekers, der einzige heute noch vollständig erhaltene Abschnitt der Stadtumwallung, auf einer 1921 oder 22 entstandenen Fotografie. Bei der Schleifung der Festung aufgrund des VersailIer Vertrages konnte die Stadt für diesen Festungsabschnitt eine Ausnahmegenehmigung durch die Interalliierte Kommission erhalten. Dadurch blieb dieser Teil der Festung als bedeutendes Dokument der Festungsbaukunst des 19. Jahrhunderts der Nachwelt erhalten. Das Foto erlaubt einen interessanten Überblick über die gesamte Anlage der Fronte Beekers etwa von der heutigen Richthofenstraße aus. Der Weg in der Bildmitte entspricht dem Verlauf der heutigen Glacisstraße. Links im Bild ist der Wall mit der rechten Traverse zu erkennen, nach rechts schließen sich Grabenwehr, Infanteriegalerie und Waffenplatzreduit an.

10. Aus der gleichen Zeit wie das Foto der Gesamtanlage der Fronte Beekers stammt diese Aufnahme des Mittelhofes der Grabenwehr, wegen seiner Form im Volksmund 'Hufeisen' genannt. Es handelt sich dabei um einen Verteidigungsbau von dem aus der Hauptgraben nach rechts und links mit je sechs Geschützen verteidigt werden sollte. Hinter den Türen liegen beiderseits geräumige Geschützkasematten. Ihren Namen hat die Fronte Beekers von Karl August Reichsgraf von Beekers zu Westerstetten (1770-1832), wie die meisten anderen Namenspatrone der Festungsbauwerke, ein bayerischer General aus der Zeit der Befreiungskriege.

GERMERSHEIM. Kaserne Seyssel.

11. Im Jahre 1915 schrieb ein Soldat seiner Freundin diese und die nächste Postkarte mit Ansichten des Kasernengebäudes, in dem er als Angehöriger des dritten Bataillons im traditionsreichen 17. Infanterieregiment 'Orff' stationiert war. Es handelt sich um die Seysselkaserne, die größte Kriegskaserne der Festung Germersheim, die mit ihrer 284 Meter langen Front den Betrachter auch heute noch beeindruckt. Sie wurde nach General Graf Seyssel d'Aix (1776-1855) benannt und ist heute Sitz des Fachbereichs Angewandte Sprachwissenschaft der Johannes-Gutenbcrg-Universität Mainz. Ungefähr 100 Meter vor der Mitte dieses Bauwerkes wurde 1834 der Grundstein für die Festung gelegt. Er wurde hundert Jahre später gehoben und steht heute vor dem Ludwigstor.

Aufz,iehen der Wache.

12. Wachwechsel vor dem Eingang der Seysselkaserne. Bei den Nischen links und rechts des Hauptportals handelt es sich um in die Mauer eingelassene 'Wachhäuschen'. Weit über 2 000 Studierende aus aller Welt benutzen heute in jedem Semester diesen Eingang und lassen sich am FAS zu diplomierten Dolmetschern und Übersetzern ausbilden.

13. Bliek in die Orffstraße in Richtung Militärlazarett kurz nach 1900. Während auf der linken Straßenseite die Bürger- und Offizierswohnhäuser der 'Neustadt' liegen, die im Zuge des Festungsbaus entstand, befand sich rechter Hand ein rein militärisches Viertel: die Theobaldkaserne (nicht im Bild), die Zollerkaserne, von der ein Seitenflügel in die Bildmitte hineinragt, der Festungsschirrhof (im Vordergrund rechts) sowie Heumagazine, Exerzierhäuser und Nebengebäude. Zoller- und Theobaldkaserne wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört,bzw. nach Kriegsende abgebrochen. Auf dem Gelände des Festungsschirrhofs befindet sich heute das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth.

14. Diese Ansicht hatte der an der Zollerkaserne vorbeispazierende Bürger kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs irn Jahre 1914. Die erst nach der eigentlichen Festungsbauzeit (1834-1861) in den Jahren 1867/68 erbaute Zollerkaserne war Sitz der ersten beiden Bataillone des Infanterieregimentes Nr. 17. Der weiträumige Innenhof dieser Kaserne bot eine imposante Kulisse für Aufmärsche und Paraden der 1Ter. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne teilweise zerstört, in den Nachkriegsjahren die Reste abgetragen. Heute steht auf diesem Gelände die Berufsbildendc Schule.

15. Das 1839 fertiggesteJlte zweite Festungstor, das Weißenburger Tor, auf einer Ansichtskarte aus dem Jahre 1905. Als 'das zweifellos schönste und sehenswürdigste Bauwerk der alten Festung' bezeichnet G. Ball dieses Torgebäude in seinem Buch 'Germersheim, die geschleifte Festung'. Das Bild zeigt die 61 m lange Stadtseite rnit den drei Torbogen, von denen der mittlere die eigentliche Durchfahrt darstellt, während hinter den anderen Öffnungen nur Vorhallen liegen, die zum Antreten der Torwache verwendet wurden. Im Weißenburger Torgebäude ist heute die Standortverwaltung der Bundeswehr untergebracht.

16. Die Außenseite des WeiBenburger Tores auf einer Fotografie die vermutlich aus der Zeit um die Jahrhundertwende stammt. Mit einem Pferdefuhrwerk passiert ein Bauer gerade das Tor, das gemeinsam mit dem Ludwigstor über 70 Jahre lang, den einzigen Ein- und Auslaß in die 'gepanzerte Stadt' darstellte. Der Entwurf für die Fassade dieses gewaltigen Tores stammt von dem Münchener Professor Gärtner. Neben dem Jahr der Erbauung sind über der Durchfahrt zwei bayerische Löwen, mit der Krone als Hochrelief, in den Sandstein gehauen. Die Grabenbrücke war auf dem Foto noch zum Teil als Zugbrücke eingerichtet. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine feste Brücke ersetzt.

17. Aus dem Jahre 1914 stammt diese Postkarte auf der der batimbestandene Paradeplatz und das Militärlazarett zu erkennen sind. Bis zu 550 Kranke konnten in diesem weitläufigen Gebäude untergebracht werden. Auch das Kellergeschoß war bewohnbar und zur besseren Beleuchtung von einem sieben Meter breiten Graben mit senkrecht gemauerter Außenwand umgeben. Der Graben ist heute nicht mehr vorhanden. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit Betonplatten abgedeckt, die heute von Rasen überwachsen sind.

18. Im Kriegsjahr 1915 entstand diese Aufnahme, zu der sich die Kranken und das Pflegepersonal vor dem Hauptportal des Militärlazaretts versammelt hatten. Bei der Planung der Festung hatte man den Lazarettbau für die Versorgung von Verwundeten und Kranken im Falle einer Belagerung vorgesehen. Zwar kam es zu keiner Belagerung, jedoch leistete das Germersheimer Festungslazarett in den Kriegen 1870/ 71 und 1914/18 hervorragende Dienste und konnte oft die Verwundeten und Kranken nicht unterbringen. Nach 1918 diente der Bau zunächst den französischen Besatzungsstreitkräften. Von 1937 bis zum Kriegsende war in dem Gebäudekomplex ein Wehrmachtsgefängnis für etwa 1 200 Mann untergebracht. Heute gehört das Bauwerk zur Stadtkaserne der Bundeswehr.

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