Gernrode in alten Ansichten Band 1

Gernrode in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ursula Matthias
Gemeente
:   Gernrode
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5391-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gernrode in alten Ansichten Band 1'

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19. Die alte Marktkirche, die 1847 zur Schule umgebaut wurde. Der Kirchturm wurde in der alten Form erhalten; er gehört weiterhin der Kirche.

~ Gernrode

Partie an der Tempel- u. K.osterstrasse

20. Die links nach oben führende Straße, die Cyriakusstraße, hieß früher Tempelgasse, weil sich hier früher ein jüdischer Tempel befand, der um 1900 abgerissen wurde. Der letzte jüdische Bürger Gernrodes, Emi! Meyer, ist bereits vor 1933 gestorben. Das in der Mitte des Bildes gelegene Eckhaus war nach der Gründung einer öffentlichen Elementarschule 1530 das erste Gernröder Schulhaus; es wurde bis 1847 für den Unterricht genutzt. Später hatte in diesem Haus der Optiker Kellner sein Geschaft, jetzt ist dort eine Goldschmiedewerkstatt. In dem Haus rechts an der Ecke befand sich die Lebensmittelhandlung Schwalenberg.

21. In diesem Haus Cyriakusstraße Ecke Lindenstraße waren außer dem Tabakwarengeschäft noch verschiedene Geschäfte, darunter auch ein Elektrogeschäft. In den letzten Jahren wurde der Geschäftsvorbau - auf dem Bild mit einer alten Gaslaterne - mit dem dahinterliegenden Haus zu einer einheitlichen Wohnung umgebaut.

22. Die Wassertorstraße führt von außerhalb des Stadtkerns direkt auf den Stiftsbereich zu. Ein Stadttor gab es hier nicht, nur einen bewachten Schlagbaum. Die Häuser auf der linken Straßenseite sind im wesentlichen erhalten, auf der rechten Straßenseite wurden Häuser abgebrochen; an ihrer Stelle wurde ein neues Einfarnilienhaus errichtet. Hinter den Häusern auf der rechten Straßenseite befanden sich früher bäuerliche Höfe.

LUFTKURORT GERNRODE-HFlRZ.

23. In direkter Fortsetzung der Wassertorstraße führt an der Stiftsmauer entlang die Schloßallee , die auch als Kirchweg bezeichnet wurde. Hinter der Maner, die teilweise noch Steine der mittelalterlichen Mauer enthält, entstand 1710 der 'Fürstliche Arntshof'. Hier standen früher Stiftsgebäude, in denen man für eine Hofhaltung geeignete Räume gefunden hattc, die dann als fürstliches Logis genutzt wurden. Diese Gebäude nannte man 'das Schloß', daher der Name Schloßallee für die Straße entlang der Mauer. Von 1721 bis 1740 war die bürgerliche Gemahlin des Fürsten Kar! Friedrich von AnhaltBernburg in dieses Schloß verbannt.

Flm Kir<:hweg

24. Bliek von der Schloßallee über den Hagenbach zur Äbtissinstraße mit dem wohl ältesten noch stehenden Haus Gernrodes. In dem Haus befinden sich drei untereinanderliegende Keller, deren Lage und Anordnung darauf hinweisen, daß sie früher als LagerkeIler der Stiftsbrauerei gedient haben. Die Straße führt um die Mauer herum zum Bläkhof und weiter zum Platz mit der Linde. Diese war ein alter 'Mal'-, d.h. Grenzbaum zwischen den in dieser Gegend liegenden großen Höfen , die Äbtissinstraße hieß deshalb früher auch Baumstraße. Vor einigen Jahren wurde die Linde vom Blitz getroffen und mußte beseitigt werden, eine neue Linde wurde gepflanzt. Dabei wurde der früher für die Linde charakteristische Standort auf einer Steinanhäufung aufgegeben; sie wurde in einen dreieckigen Platz mit Steinumrandung und Anpflanzung gestellt.

25. Das Haus links hinter der Mauer, das 1477 erbaute älteste Fachwerkhaus Gernrodes, wurde früher von Angehörigen des Stifts bewohnt. Vom Keller des Hauses führte ein unterirdischer Gang zum Stift, der später zugeschüttet wurde. Das Grundstück war lange ein bäuerlicher Hof. In den zwanziger Jahren befand sich dort eine Sozialstation mit einem Kindergarten. Später hatte Herr Blechschmidt in diesem Haus eine Milchhandlung; er fuhr lange Zeit mit dem Pferdewagen die Milch zum Verkauf durch die Stadt. Auf der rechten Straßenseite standen früher Fachwerkhäuser , die jetzt verputzt sind.

Luftkurort Gernrode-Harz - Der Blökhof

26. An der Äbtissinstraße Ecke Gersdorfer Straße liegt das Tor zum Bläkhof, einem ehemaligen landwirtschaftlichen Freihof. Die Mauern des Hofes sollen zum Teil noch aus der Entstehungszeit stammen. Am Einfahrtstor zum Hof zeigt der Schlußstein ein Wappen, das aber nicht mehr erkermbar ist. Unter dem rechten Torbogen befindet sich eine Därnonenmaske, die Böses vom Hof abwenden sollte. 1191 soll der Hof von dem Nienburger Mönch Heydenreich gekauft und der bei Mägdesprung gelegenen Hagenröder Probstei geschenkt worden sein.

Oernrode (Harz)

Malerwinkel

27. Die Schloßallee geht direkt in den Spittelplatz über. Der Name Spittelplatz weist auf ein Hospital an diesem Platz: das lohannisstift mit der dazugehörigen lohanniskapelle. Das Stift wurde 1136 für alte und gebrechliche Bürger gegründet, und befand sich hinter dem Haus an der rechten Bildseite. 1867 wurde das Spital wegen Baufälligkeit abgerissen, die Kapelle war schon vorher verschwunden. Die rechts abgehende Straße, die Klosterstraße, hieß früher Spittelgasse. Der Spittelteich war ursprünglich Fischteich der Abtei, und diente außerdem zum Reinigen der Fässer der Brauerei und zur Brandlöschung. Er wurde 1926 zugeschüttet.

28. Der Spittelplatz nach dem Zuschütten des Teiches. Das Haus neben dem Eckhaus gehörte dem Bäckerrneister Wolter; die Bäckerei wurde jetzt wieder eröffnet. Dieser Teil des Spittelplatzes mit Bliek zur Stiftskirche wird seit langem als Malerwinkel bezeichnet. Der Torbogen links war der Zugang zu einem alten Hof, auch der Henneberg'sche genannt. Dieses Hofgut war dem Kloster 1323 geschenkt worden und erstreckte sich über einen großen Bereich zwischen Spittelplatz, Schloßallee , Kirchweg und Teichstraße. Das zweistöckige Haus neben der Durchfahrt wurde um 1975 abgerissen und dreistöckig wieder aufgebaut.

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