Gernsheim in alten Ansichten

Gernsheim in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Spohr
Gemeente
:   Gernsheim
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4516-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gernsheim in alten Ansichten'

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19. Ein zweites Bild der Backsteinmacher zeigt das einfache Werkzeug, mit dem die Steine hergestellt wurden, noch deutlicher. Nach dem Pressen und Trocknen der Lehmsteine wurden diese gebrannt. Dazu mußte der Brennofen immer wieder neu aufgebaut werden. Hierbei setzte man zwischen die bereits festen Steine die frischen Lehmsteine, ließ Luftschächte dazwischen frei und entfachte darunter das Feuer. Nach dem Brand räumte man das Ganze wieder ab, und die Lehmsteine waren zu Backsteinen gebrannt. Aus Erzählungen wissen wir, daß bis zu 20 Millionen Backsteine jährlich gebrannt und im größeren Umkreis verkauft wurden.

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20. In diesem Hans in der Magdalenenstraße befand sich von 1898 bis 1903 die Mariendrogerie der Familie Pennrich, die heute noch eine Drogerie gleichen Namens besitzt. Zur Zeit der Aufnahme war in dem Gebäude das Kölner Konsumgeschäft des Josef Wellzien untergebracht.

21. Im Jahre 1864 erbaute eine Küstriner Firma in Gernsheim die Badische Kartoffelmehlfabrik. Dort wurde in den Wintermonaten Kartoffelmehl gewonnen, solange sich die Kartoffeln hielten und ausreichten. 1909 entstand aus diesem Werk die 'Süddeutsche Chemische Fabrik', die zunächst ausschließlich Borax gewann. Als Grundstoff diente die Boronatrocalcit aus Chile oder Kernit aus Kalifornien.

22. Die Fischerei in Gernsheim ist wohl so alt wie die Stadt selbst, denn für die Anwohner eines Stromes ist es seit altersher das N aheliegendste, sich unter anderem vom Fischfang zu ernähren. In Gernsheim standen dafür nicht nur der Rhein, sondern auch fischreiche Bäche und Teiche zur Verfügung. Eine erste urkundliche Erwähnung findet ein Gernsheimer Fischgewässer im Jahre 1250. Unser Bild zeigt Fischer aus Gernsheim und Erfelden beim gemeinsamen Fang im Jahre 1909. An Gernsheimer Fischern sind unter anderen dabei: Ludwig Jakob Kissel und (1) Adler.

23. Die Rheinfischer Hans Adler und Johann Adam Kissel (beide hier zu sehen) erhielten nach dem Zweiten Weltkrieg als erste von den alliierten Militärbehörden die Erlaubnis, für die Ernährung der südhessischen Bevölkerung zu fischen. In Gernsheim und Frankfurt waren damals die Hauptfischmärkte. Der Schokker links, namens 'Hannelore', erbaut 1935, gehörte Hans Adler, der rechte Schokker, namens 'Hans', erbaut 1913 in Holland für 14 500 RM, gehörte erst Ludwig Jakob Kissel, dann seinem Sohn Johann Adam Kissel. Dieser Schokker war lange Zeit der erste in Gernsheim und in Südhessen. Der Schiffstyp modernisierte das Fischereiwesen grundlegend.

24. Am 26. Apri11911 wurde die Großherzogliche Realschule zu Gernsheim eröffnet. Die Bausumme betrug 184 119,30 Mark. Im August 1923 erreichte die Schülerzahl mit 280 ihren höchsten Stand. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schule derart zweckenentfremdet, daß sogar die Sternwarte auf dem Turm abgebrochen wurde, um einer FlaksteIlung Platz zu machen. Von 1945 bis 1949 diente die Turnhalle der katholischen Pfarrgemeinde als Notkirche. Bei der Wiedereröffnung am 25. April 1946 wurde die Schule in Realgymnasium und seit 1. April 1956 in Gymnasium umbenannt. Nach dem Neubau des Gymnasiums zog die Grundschule in das Gebäude ein. Seit März 1976 ist die Sonderschule für Lernbehinderte darin untergebracht. Am 17. Mai 1976 erhielt sie den Namen 'Schillerschule'.

25. Es war offensichtlich eine kleine Sensation, denn immerhin wurde dieses Bild als Ansichtskarte vertrieben. Es zeigt den kleinsten Schüler der Realschule zu Gemsheim am Rhein im Kriegsjahr 1917. Unter dem Arm trägt er 'Andrees Handatlas'. Die genauen Maße von Schüler und Atlas sind leider nicht überliefert.

Gemsheim a. Rh.

K~iser-WI:helm·I'I~lz mil der neuen Re~!sd1ule

26. Eine alte Ansichtskarte, die im Jahre 1918 abgestempelt wurde, zeigt die neu errichtete Realschule am Kaiser-Wilhelm-Platz. Auf dem Dach ist deutlich die Kuppel der Sternwarte zu erkennen, die einem wahnwitzigen Befehl zufolge einer FlaksteIlung weichen mußte.

27. Hier wurden kirchliche und weltliche Honoratioren beim Spaziergang nach dem Gottesdienst durch die festlich geschmückte Magdalenenstraße beobachtet. Unsere Aufnahme entstand am Tag der Firmung 1914. Der Bischof wird flankiert von den Bürgermeistern Nuß (1887-1914) und Hoffmann (1914-1931). Dahinter folgen gemessenen Schrittes Pfarrer Blum und sein Kaplan.

28. Skeptisch drein blieken hier die Kinder Anna und Ludwig Müller bei der Fronleichnamsprozession 1914. Neben den Blumenkindern, die den Weg der Prozession mit frischen Blüten auslegten, nahmen auch stets Kinder teil, die stolz ihre christlichen Fahnen mitführten.

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