Gernsheim in alten Ansichten

Gernsheim in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Spohr
Gemeente
:   Gernsheim
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4516-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gernsheim in alten Ansichten'

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39. Eine Kostbarkeit ganz besonderer Art stellt diese Aufnahme dar, die eine noch weit größere Kostbarkeit zeigt. Diese nicht nur in ihrer Schönheit, sondern auch in ihrer Größe und umfassenden Darstellung sicherlich einmalige Weihnachtskrippe mit ihren lebensgroßen Figuren war der Stolz der Pfarrkirche in Gernsheim. Ein solches Prunkstück zu beschreiben, reichen die wenigen Textzeilen bei weitem nicht aus. Sehen Sie sich das Bild in Ruhe an, versuchen Sie, sich die Atmosphäre einer großen Kirche vorzustellen, und lassen Sie das Bild auf sich wirken. Sie werden in jedem Quadratzentimeter interessante und erstaunliche Dinge entdecken. Und eine solche Kostbarkeit mußte ebenfalls dem wahnwitzigen Feuersturm des März 1945 zum Opfer fallen.

40. Ein unvergessenes Gemsheimer Original. Der ungeheuer populäre und volkstümliche Pfarrer Jakob Blum, der von 1912 bis 1930 Hirte der katholischen Pfarrgemeinde Gemsheim war, zeigt sich hier in seiner ganzen Würde und Stattlichkeit.

41. Im Jahre 1848, am Dreikönigstag, wurde in der katholischen Pfarrkirche auf Einladung von Pfarrer Haffner die marianische Jünglingssodalität gegründet. Der Brockhaus erklärt den Begriff 'Sodalität' mit Genossenschaft. Die Sodalen waren demnach (Glaubens- )Genossen. Der erste Präses der Sodalität war Kaplan Schneider. Des 25jährigen Jubiläums wurde 1923 zunächst nur in einer geschlossenen Vereinsversammlung gedacht. Am 1. Juni 1924 wurde jedoch nachträglich ein großer Festakt auf dem Stadthausplatz veranstaltet. An dem anschließenden Festzug nach Maria Einsiedel nahmen 75 Vereine mit 55 Fahnen und 21 Musikkapellen teil.

42. Zum Festtag des 25jährigen Stiftungsfestes präsentiert sich hier die Jünglingsodalität vor der Kapelle Maria Einsiedel zum Erinnerungsfoto. Erste Reihe, von links: Ludwig Adler, Georg Wetzel, Wilhelm Schäfer und Heinrich GrülL Rechts neben der Fahnenabordnung mit Georg Schmitt, Georg Gutjahr und Georg Allendörfer , die Geistlichen Benefiziat Beeker, Pfarrer Blum und der Präfekt der Sodalität, Nikolaus DieL

43. Zum 25. Jubiläum wurden für den Spielmannszug der marianischen Jünglingssodalität, Spielleute der freiwilligen Feuerwehr zur Verstärkung angeheuert, und zwar Richard Frick, Fritz Haas, Josef Schmitt und Johann Diehl. Unser Bild vor dem 'Tuchbleichen-Häuschen' zeigt die verstärkte Truppe mit dem als Original bekannten Sanitäter Reichmann in der Mitte. Der Spielmannszug wurde wie die gesamte Sodalität ein Opfer des Kriegs.

44. Zum Jubiläum führte die Sodalität ein selbstverfaßtes Bühnenspiel auf, das 'Im Hause zu Nazareth' das Leben Marias und der heiligen Familie zum Inhalt hatte. Dr. Ledroit (Pseudonym Dr. Justus) glaubte, daß das Spiel 'seinen Weg gehen wird und berufen ist, eine höhere Aufgabe zu erfüllen'. Leider waren seine prophetischen Gaben gering, denn das Jahr 1933 setzte allen Plänen ein knebelndes 'Halt' entgegen. Die Juden hatten von diesem Jahr an ein eigenes Trauerspiel aufzuführen, und das alte Testament wurde gebietend durch den Mythos des neuen "Tausendjährigen Reichs' ersetzt. Unser Bild zeigt Jakob Halliger als Joachim, Gertrud Blum-Schmitt als Maria und Elisabeth Schneider als Mutter Anna.

45. Der Mannheimer Theaterfriseur schuf alttestamentarisch getreue Typen. Hier sehen wir die zwölf Apostel, wie sie, bis auf die unechten Bärte, auch in Oberammergau nicht besser dargestellt werden konnten. Es waren dies Franz Draut, Franz Gutjahr , Johann Diehl, Franz Anton Lenz, Anton Wenz, Jakob Kauth, Jakob Schneider, Wilhelm Andres, Michael Meister, Nikolaus Meister, Heinrich Wenzel, Friedel Seibel und als Jesusdarstel1er Ludwig Adler.

46. Die heilige Familie. Maria wurde dargestellt von Gertrud Schmitt-Blum, Klein-Jesus war Friedrich Wenzel, der Sohn des Petrusdarstellers Heinrich Wenzel und der Darstellerin der Schwester des Johannes, Anna Wenzel. Wilhelm Schäfer als Josef gehörte zum Inventar der Sodalität. Schließlich der Esel. Da es in Gernsheim zu dieser Zeit keinen solchen oder besser kein Grautier gab, mußte man aus Bensheim an der Bergstraße einen ausborgen.

47. Ebenso wichtig wie die Spieler auf der Bühne waren die 'Geister' hinter ihr. Den Helfern oblag vor allem die Gestaltung der Spielstätte. Aus Eisenbahnschwellen wurde ein Hügel errichtet, mit einer Grasnarbe überzogen und mit Sträuchern und Bäumen eingepflanzt. Auf dem Hügel wurde dann das Haus von Nazareth errichtet. Das ganze war umrahmt von den jahrhundertealten Linden von Maria Einsiedel. Das Bild zeigt einen Teil des Bühnenkommandos; stehend von links: Michael Meister, Ludwig Kalter, Peter Meister, Joharm Maus sen., Valentin Lichtel, Georg Grüll, Franz Göbel, Philipp Müller, Nikolaus Diehl, unbekannt, Wilhelm Dreutel und Johann Fell. Sitzend von links: Peter Schneider, Heinrich Gutjahr, Peter Gast, Franz Schäfer, Jakob Tuch und Ludwig Maus.

48. Hier sehen wir das Abschlußfoto des Jahrganges 1924/25 der Kochschule Gernsheim. Auf der Tafel in der Mitte ist zu lesen:

0, wie war das Koehen schön, schad, daß es zu Ende geht, doch die Stund' der Theorie war niemals so schön wie die

Kochschule 1924125.

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