Gernsheim in alten Ansichten

Gernsheim in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Spohr
Gemeente
:   Gernsheim
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4516-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gernsheim in alten Ansichten'

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59. Fröhliche und ausgelassene Fastnachtsfeiern lassen sich in Gernsheim bereits aus dem letzten Jahrhundert mit Bildern belegen. Hier posiert der Fastnachtsverein Fidelio im Jahre 1898 zünftig um ein närrisches Bierfaß.

60. Und noch einmal Fastnacht in Gernsheim. Diese Aufnahme zeigt folkloristisch verkleidete Gemsheimer in der Fastnachtskampagne 1894. Die Namen der 'Narren' sind leider nicht überliefert.

61. Einen schönen Bliek in die MagdalenenstraßelEcke Heiligenstraße zeigt diese Aufnahme. In der Mitte erhebt sich das mächtige Steinhaus der ehemaligen domkapitularischen Faktorei. Das Entstehungsjahr 1692 finden wir auf einem hübschen Wappenstein, der heute noch dort sichtbar ist. Er zeigt neben dem Wappen des Dompkapitels und dem heiligen Martin auch das Wappen Cüntzers, der zur Zeit der Erbauung der Faktorei in Gernsheim domkapitularischer Faktor war.

62. Dieses Bild, das erst in diesem Jahr nach einem alten Original-Negativ entwickelt wurde, zeigt die ehemalige Kellerei in der Magdalenenstraße 71 in ihrem ursprünglichen Zustand. Das (Wieder- )Entstehungsjahr des Gebäudes dokumentiert ein Stein mit dem Wappen Cüntzers und der Jahreszahl 1711. In das Gebäude integriert ist ein mächtiger Torbogen, der in seinem Scheitel die J ahreszah11500 trägt. Er ist das einzige Überbleibsel aus dem späten Mittelalter und beweist, daß an dieser Stelle des Schöfferplatzes schon in alter Zeit ein großes Gebäude stand. Links über dem Torbogen befindet sich eine Sonnenuhr aus dem Jahr 1790 mit den Buchstaben D und K, für Dynisius Kaltenhäuser .

63. Aus alten Bauakten wissen wir, daß bereits um 1600 ein Pfarrhaus in Gernsheim erbaut wurde. Es hatte einen steinernen Sockel, vielleicht sogar ein steinernes Untergeschoß. Sonst bestand es aus Fachwerk. Das Dach war mit Ziegeln und Schieferplatten gedeckt. 1723 war das Gebäude stark baufällig. Am 12. Oktober 1723 berichtet der Faktor Mathias Cüntzer dem Domkapitel, daß das 'Ingebäu' vom Holzwurm durchfressen sei. 1727 ist das neue, hier zu sehende Pfarrhaus fertiggestellt. Auch dieses schöne Gebäude brannte 1945 bis auf das steinerne Untergeschoß völlig aus.

64. In einer Zeichnung von Peter Hammann aus dem Jahre 1675 ist erstmals das Gernsheimer Rathaus im Bild festgehalten. Dieses Haus mit seinen drei großen Bögen im Erdgeschoß steht schon an der Stelle des heutigen Stadthauses, wurde jedoch 1689 durch die Franzosen unter General Mélac zerstört. Im Jahre 1700 wurde ein neues Rathaus erbaut, von dem noch ein Stein mit der Jahreszahl und dem Wappen der Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn erhalten ist. Unser Bild zeigt das Rathaus, wie es 1839 mit seiner stattlichen Fassade erbaut wurde. Das Gebäude von 1700 mußte dem Neubau weichen, der leider 1945 ebenfalls zerstört wurde.

65. Dieses Bild zeigt die Mädchenschule, die im Jahre 1864 mit Wohnungen für die unterrichtenden Schwestern gebaut wurde. Die Schwestern wurden später durch weltliche Lehrerinnen ersetzt. Die Mädchenschule wurde 1945 bis auf die Außenmauern völlig zerstört. Heute steht an ihrer Stelle die 'Neue Schöfferschule', die 1953 errichtet wurde.

66. Dieses altehrwürdige Haus der Familie Andel stand in der Gernsheimer Innenstadt. Es überstand zwar zwei Weltkriege, wurde aber bei der Innenstadtsanierung 1954/55 entfernt. An seiner Stelle entstand eine kleine Anlage 'Im Rosengarten'. Darin fand auch die sogenannte Pestsäule ihren heutigen Standort, eine im Jahre 1676 nach der damals wütenden Pest errichtete Mariensäule mit dem Wappen der Stifterfamilie Cüntzer. Der Rosengarten hatte früher im Volksmund den weniger schönen Namen 'Pestilenz-Eck'.

67. Im Jahre 1693 entstand das Gasthaus 'Zum Römer'. Mit seinem reichen Fachwerk wirkt es ungemein freundlich und beeindruckend. Leider wurde dieses Haus mit seinen bunt bemalten Eekbalken und Fensterumrahmungen ebenfalls ein Opfer des Zweiten Weltkriegs, und zwar so gründlich, daß nichts mehr für den neuen Bau übernommen werden konnte. Einziger überrest dieses Schmuckstücks ist der Neidkopf im Giebel, die sogenannte Mélac-Fratze, die heute im Heimatmuseum der Stadt Gernsheim zu sehen ist.

68. Im Jahre 1875 erwarb die katholische Kirche unter Pfarrer Heinrich Weber neue Glocken in den Tönen H, d, e und fis für 9 168 Gulden. Auch diese Glocken, die das schönste Geläut weit und breit erschallen ließen, überlebten die Schrecken des Zweiten Weltkriegs nicht. Im Januar 1942 mußten sie zum großen Leidwesen der Gernsheimer abgenommen um zu neuen Rohstoffen für die Kriegsmaschinerie degradiert zu werden. Lediglich die Glocken in Maria Einsiedel durften wegen ihres hohen Alters und ihrer Kunstform an ihrem angestammten Platz verbleiben.

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