Gernsheim in alten Ansichten

Gernsheim in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Spohr
Gemeente
:   Gernsheim
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4516-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gernsheim in alten Ansichten'

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69. Die frevelhafte Aktion 'Glocken für Kanonen' wurde strengstens überwacht, Es war unter Strafe verboten, die eigentliche Abnahme der Glocken zu fotografieren. Einem Anwohner gelang hinter halb geschlossenen Fensterläden dennoch dieser Schnappschuß. Leider litt das Original-Negativ ebenfalls unter den Kriegseinwirkungen.

70. Am 9. März 1845 schulte ein kleines Häuflein Protestanten in der ehemals geschlossen kathelischen Stadt Gemsheim ihre Kinder bei einem auf eigene Kosten angestellten Privatlehrer ein, dem Kandidaten der Theologie, Staudinger . Damit legten sie sicherlich unbewußt den Grundstein für eine evangelische Gemeinde. Der Grundstein für die evangelische Kirche wurde jedoch erst am 14. September 1898 gelegt. Die hier zu erkennende neuromanisehe Turmspitze brannte 1945 völlig aus und wurde beim Wiederaufbau 1949/50 einfach weggelassen.

71. Erster Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde war Pfarrer Adolf Vogel, der seiner 'ersten Liebe' Gemsheim 35 Jahre lang (1897-1932) die Treue hielt. In besonderer Weise hatte Dekan Vogel, seit 1920 Dekan des Dekanats Eberstadt, es verstanden, mit der katholischen Gemeinde in Frieden und Eintracht zu leben. Mit manchem katholischen Pfarrer verband ihn sogar eine gute Freundschaft.

72. Das 'Christ-Königs-Haus' wurde ehemals als katholisches Vereinshaus benutzt. Das Gebäude wurde 1749 von Andreas Brentano im italienischen Renaissancestil erbaut und wie fast die gesamte Gemsheimer Innenstadt 1945 zerstört. In der Nische im Obergeschoß stand die sogenannte Madonna vom Siege, die 1749 vom Erbauer gestiftet wurde und über die Kriegsereignisse gerettet werden konnte. Im vergangenen Jahr wurde die Figur umfassend restauriert und soll an einem würdigen Platz der Bevölkerung wieder zugänglich gemacht werden.

73. Bereits in römischer Zeit ist ein Rheinübergang bei Gernsheim zu vermuten. Erstmals schriftlich erwähnt wird eine Rheinfähre in einer Urkunde aus dem Jahre 1283. Die Fähren bestanden viele Jahrhunderte aus hölzernen Schiffen, die mit Rudern betrieben wurden. Seit 1891 waren sie aus Eisen und wurden mit Hilfe eines Gierseiles bewegt. Die Fähre scheint auf dem Wasser hin und her zu fliegen, weshalb sie im Volksmund 'Fliegende Nähe' genannt wurde. Unser Bild zeigt die Gernsheimer fliegende Brücke etwa um das Jahr 1930. Die Fähre konnte 250 Personen befördern und benötigte für die Überfahrt etwa sicben Minuten.

74. Im März 1937 wurde der Grundstein für das Neubauerndorf Allmendfeld gelegt, das heute einer der beiden Stadtteile Gernsheims ist. Das Rathaus mit Schule, das hier auf unserem Bild zu sehen ist, war das erste neu erstellte Gebäude. Am 31. Oktober 1937 fand um 11.00 Uhr im neuen Palais in Darmstadt die Gründungsfeier statt. Am letzten Sonntag im Juni 1938 wurde dann die Dorfweihe vorgenommen.

75. Als Dorfgemeinschaft erheblich älter ist der zweite Gernsheimer Stadtteil Klein-Rohrheim. Erstmals erwähnt wird ein Rorheim minor im Lorscher Codex um das Jahr 1200. Das Dorf ist jedoch erheblich älter. Es bestand sicher schon im Jahre 793, denn in diesem Jahr wird im Lorscher Codex ein Rorheim superior (Groß-Rohrheim) genannt, was ein Rorheim minor voraussetzt. Unser Bild zeigt das alte Rathaus in Klein- Rohrheim, das heute leider nicht mehr vorhanden ist, Die 'Feuerglokke' des Rathauses fand auf dem neugestalteten Dorfplatz einen würdigen neuen Standort.

76. Eine Rarität ganz besonderer Art stellt diese Luftaufnahme vom 30. August 1926 dar. Sie zeigt die verwinkelte Gernsheimer Innenstadt in ihrer früheren Schönheit. In der Stadtmitte ist das Stadthaus zu sehen, links davon die katholische Kirche in ihrer ursprünglichen Gestalt. In der Bildrnitte rechts sehen wir die evangelische Kirche mit ihrem im Krieg zerstörten und nicht wieder hergestellten Turm. Interessant ist auch das noch relativ unbebaute Gelände um das Rheinknie mit dem sogenannten Floßhafen.

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