Gerolstein in alten Ansichten

Gerolstein in alten Ansichten

Auteur
:   Josef P. Böffgen
Gemeente
:   Gerolstein
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0911-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gerolstein in alten Ansichten'

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Hötel Heck.

Gerolstein, den

190 ,.

9. Diese Karte, Werbung für 'Hotel Heek', wurde am 21. September 1903 geschrieben. Adressat:

Fräulein e.M. Wohlgeboren in Gerolstein. In den Himmel hinein schrieb 'er' einen lyrischen Erguß von Sonnenschein, linden Lüften und Vöglein, die ihn umflattern, und 'er' bittet 'sie' zu entschuldigen, daß er sie 'im Halbdunkel gestern abend nicht erkannt' habe. 'In allerbester Freundschaft' versichert er, daß Kathrinchen sie am Sonntag abholen werde.

10. Winterliche Heimarbeit bei Familie Horsch. Während Frau Horsch Kartoffeln schält aus dem 'Rest', das ihr Mann selbst verfertigt hat, holte dieser sich die Schneidbank in die 'Stuff' und machte Reehen. Nach dem lebenden Modell und diesem Foto hat Willi Bloos ein Porträt von Herrn Horsch gemalt, das als sein bestes Werk gilt; es hängt heute im Folkwang-Museum in Essen.

11. Bliek von der Ecke Hauptstraße/Bergstraße zum Rathaus und 'Hotel Heek', Klempner Breuer (Thele Karl) hatte hier (links im Bild) Wohnhaus und Werkstatt. Sein Haus, direkt an der östlichen Stadtmauer gelegen, war ursprünglich Burgamtmannhaus. Beim Verputz des Hauses im Jahre 1935 wurde an einem nach innen vermauerten Schlußstein der Türe ein Stein mit einem Kopf-Halbrelief und der Jahreszahl 1573 gefunden. Er wurde über der Haustüre angebracht. Haus 'Schuilen' (Breuer-Candels) mit der Treppe links ist Stammhaus der Breuer, die Anfang des neunzehnten Jahrhunderts von Stadtkyll nach Gerolstein kamen. Früher war das Haus eine Brauerei. Das Rathaus (mit Uhr) hieß 'Lindens-Haus' (1710), war zeitweilig Schule und später Bierverlag. 'Maaken-Haus' (rechts) wird schon 1709 erwähnt.

Foto H.J. Paffenholz.

12. Und so begann Schneiderrneister Heinrich Schildgen in Gerolstein. An der Treppe, die von der Hauptstraße zum alten Stadtturm führt, lag sein Haus in halber Höhe. Die Rückwand war mittelalterliche Stadtmaner, Seit 1750 ist die heute weit verzweigte Familie in Gerolstein ansässig. Auch damals gab es schon 'Kunst-Färberei und chern, Waschanstalt'.

Aufnahme 1911.

13. Kein Knusperhaus, keine Märchenburg, sondern einfaches Wohnhaus einer alten, edlen Dame am Fuß des Burgfelsens. Frantze Mala war bekannt durch ihre feinen Handarbeiten und gehäkelten Spitzen. Ob sie ihr Brennholz selbst noch sagen und spalten konnte, ist nicht überliefert. Im Winter wurde das Holz von den Waldarbeitern gehauen, im Frühjahr als Hausbrand versteigert, auf dem Holzbock wurde es gesägt und auf dem Holzstuppen filr den Ofen zerkleinert.

Foto Fredy Lange.

14. Christine Böffgen-Güth war die letzte der 'Jenewisch' - einer der drei Zweige der Familie Böftgen. An ihrem Hause ist zur Straßenseite ein schöner, 'breit gelagerter Renaissancegiebel. Die Voluten ganz mit gehobenem Blattwerk gefüllt. Die Spitze des Giebels ist herausgebrochen.' (Wackenroder.) Irn gleichen Baukörper das Haus De-ia-Motte. Herr De-Ia-Motte war der erste Vorsteher des Güterbahnhofs und trug als Zeichen seiner Würde einen langen Säbel, Die Treppe im Vordergrund führte zum Brunnen an der 'Mülleport' (siehe Bild 2).

Aufnahme Fredy Lange.

15. Die Kreuzabnahmc, die heute vor dem Rathaus steht, stand i urspriinglich genau gegenüber auf dem heutigen Parkplatz zwischen den Häusem Faber und Looso. Das Denkmal scheint an Stelle eines alten Sühnekreuzes auf der 'Keks', dem Hinrichtungsplatz, errichtet worden zu sein. Daß es 1940 zum Symbol des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus wurde, ist mit dem Namen Josef Schildgen (Rejinne Jupp) untrennbar verbunden und macht das Denkmal noch ehrwürdiger,

16. Die 'Untere Straße', das 'Märloch' gibt es heute nicht mehr. Zwischen Schlosser Koch und 'Kutsch Tunn' (Metzgerei May, heute Eifeler Bädermarkt) war ein altes Stadttor (Ansatz am Hause Koch, 'Schrengisch', heute noch zu sehen). Von diesem führte die Untere Straße zur Mülleport. Die Häuser der Straße wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und die Straße bekam als Mühlenstraße im oberen Teil eine andere Führung. Aufnahme 1936 bei der Sechshundertjahrfeier der Verleihung der Stadtrechte an Gerolstein.

Foto Fredy Lange.

17. Holzplätze und Wirtschaftshöfe waren zwischen Wohnhäusern, Ställen und Scheunen nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ideale Kinderspielplätze, 'Stoppes' konnte man nirgends besser spielen als im 'Märloch'. Das alte Burgderf hat durch die Bomben des Krieges am meisten gelitten. Selbst die Häuser der höher gelegenen Hauptstraße fieien auf die der Unteren Straße, sie zerschlugen, was der Zerstörung noch entgangen war und begruben Menschen unter sich. Die alten romantischen Winkel sind verschwunden, und was erhalten blieb, wurde duren einige ungute Neuerungen verändert oder entwertet.

Aufnahme um 1930.

18. Landwirtschaft, Handwerk und Handel, alles zusammen in Farnilienbetrieb sicherre ein bescheidenes Einkommen. 'Maddeline', 'Kirche' und 'Jenewisch' sind die drei Zweige der Familie Böffgen, deren Stammvater 1703 in Steffeln geboren wurde und 1737 in Sarresdorf Katharina

Elisabeth Bellesino heiratete. .

Aufnahme 1926.

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