Gerolstein in alten Ansichten

Gerolstein in alten Ansichten

Auteur
:   Josef P. Böffgen
Gemeente
:   Gerolstein
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0911-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gerolstein in alten Ansichten'

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19. Die 'Müllcport' (Mühlentor vor 1920) führte zur Burgrnühle und dem Mühlenteich, Sie wurde in Konzession betrieben. Im Staatsarchiv Koblenz liegt noch ein Kostenvoranschlag fUI die Instandsetzung der Mühle, die aber offensichtlich nicht mehr durchgeführt wurde. In dem Gebäude wohnte spater 'Menliss' (siehe Bild 2). 'Der f1achrunde Torbogen in schräggestellten Bruchsteinen ... dessen Obermauer sich in Haushöhe erhebt' ist im Bild klar zu erkennen. 'Das ehernalige Torwächterhaus (rechts) daneben springt etwas aus der Mauer vor.' (Wackenroder.) Dieses Haus wurde Ende der zwanziger Jahre in Fachwerkbauweise urngestaltet. Am oberen Bildrand unter dern Burgfelsen der Wasserturm, Rechts daneben stand die von den Grafen erbaute Talkapelle.

20. Gerolstein 1894. Den Kern des Ortes bildet noch das alte 'Burgdorf" aber schon erweitert bis zum Rondell und von dort ausgehend die beiden Marktstraßen. Von Kleifgens Hans (Schüssler) ging ein offener Wassergraben zur Kyll, der hier noch mit Pappeln, den 'Napoleonsbäumen' bestanden ist. Bei Hochwasser beförderte die Feuerwehr die Menschen auf Karren oder auf den Schultern von einem Ufer zum anderen, auch den Pastor von Sarresdorf zum Gottesdienst in der heutigen Pfarrkirche. Als der 'Graf vom Dachsberg' einmal auf seinem Rücken ein Madehen herüberbeförderte und dieses ihm angeblich zu schwer wurde, so daß er es inmitten der Flut abzusetzen drohte, wußte er sich durch Aufbietung seiner 'Ietzten Kraft' eine Flasche Cognac zu ergaunern. 1895 hatte Gerolstein 950 Einwohner.

21. Kinder oder kleine Herren und Damen? Aufnahme 1911. Der Stammvater der Gerolsteiner Familie Breuer kam aus Stadtkyll. Er war vorgebildet in Trier St. Mattias und erhielt in Gerolstein Anstellung als Lehrer, Küster und Organist mit einem Gehalt von 210 Talern. 1862 wird er 'ein vortrefflicher Erzieher' genannt. Vortreffliche Musiker sind aus der Familie hervorgegangen, die über einhundert Jahre lang in Gerolstein das Amt des Küsters und Organisten innehatte.

22. Schon 1075 war Sarresdorf Pfarrort. Als die Einwohner 'wegen der Freyheit' mehr und mehr in den Flecken Gerolste.in zogen, stifteten die Grafen eine Talkapelle, die 1487 eingeweiht wurde. Ihr Standort war neben dcm Wasserturm am Burgfelsen. Die Pfarrkirche in Sarresdorf wurde 1524 erbaut, 1812 bis auf das Chor abgetragen, 1831 auch dieses. Die neue Kirche im Fle cken Gerolstein (Bild) wurde am 12. September 1813 eingeweiht. Nach dem ursprünglichen Plan sollte sie 120 Fu11 lang werden, 'ist aber nur lang geworden 80'. 1889 wurde sie nach dem ursprünglichen Plan verlängert und das Seitenschiff angebaut. 1936 bekam der Turrn einen neuen Glockenstuhl, Rechts Stammhaus der 'Kirchen", einern Zweig der Familie Böffgen (erbaut 1860) und Haus Dohm (erbaut 1911).

Foto Fredy Lange.

23. Pastor Hubert Rader (1877-1935). Auch das ist 'Cerolstein in alten Ansichten'. Seine Rezepte als Kneippianer und Naturheilkundiger sind heute noch lebendig in Gerolstein, Über Pastor Rader kann hier nicht viel gesagt werden. Selbst die ihn nicht kannten, 'kennen' ihn, Als Kaplau Piroth (heute Pfarrer in Ruhe) sich vorstellen kam, sagte ihm 'Pastuisch Kättche': Der Pastor ist in der Kyll und korrunt erst zurück, wenn er trocken ist.' Von nah und fern karn man, urn seinen Rat zu erbitten, Nach einern arbeitsrcichen Tag ging er am Abend oft ZUI Büschkapelle und bereitete sich ein Lager: 'ein dickes Laubpolster, einen Mantel unter sich, den zweiten auf sich schlief er dann mit Reh und Fuchs bis in den frühen Morgen' (Peter Böffgen).

24. Feuerwehrübung an der alten Schule. Die alte 'St.-Anna-Schule', unmittelbar vor dem Westtor (am Hause Koch) gelegen, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, Heute ist an ihrer Stelle ein Parkplatz. Das Gebäude wird zum ersten Male in einer Urkunde von 1708 als 'Haus Cornesse' genannt. In der Schule war auch das Spritzenhaus der Feuerwehr. Am Autgang zur Burgstraße standen alljährlich am 9. Juli, dern Tag des 'Ewigen Gebets' die Stände mit den Kirschen. Die Älteren erinnern sich noch an die köstliche Vorspeise, die die Eltern uns kauften, wenn sie aus dem Hocharnt karnen. Bolzen Tunn und Tro-ut boten hier ihre Kirschen an, während 'Prumme-Pitter' (Bramer) aus Dockweiler seinen PfIaumenstand am Rondell hatte.

Aufnahme 1922.

25. Rektor Dohm und das Kollegiurn der katholischen Volksschule 1920. Mit den Beamten war auch Stefan Dohm in der Besatzungszeit nach dem Ersten Weltkrieg ausgewiesen. Todkrank kehrte er zurück, um 'die Munterley noch einmal zu sehen'. Er starb am 12. Februar 1924. Das Andenken an den verdienten Schulmann ('Er war mein liebster Lehrer') und Eifelforscher ist heute noch lebendig. Eine Straße der Stadt trägt seinen Namen. Rektor Dohm verstand es, die reichen Schätze unserer Heimat an Versteinerungen und Resten der vorzeitlichen Tierwelt zu heben und der wissenschaftlichen Forschung zuzuführen. Das geognostische Museum des 'Hotel Heck' geht auf ihn zurück. P. Johann Konder SAC, Gerolsteiner, Missicnar in Südafrika, fand in Kapstadt in einem Museum Versteinerungen aus seiner Heimatstadt, die er selber mit Rektor Dohm zum Versand in Kisten verpackt hatte.

26. Sonnenkoralle. Diese Versteinerung ist benannt nach Stefan Dohm (Dohmsblatt). Sic stamrnt aus dem sogenannten Eifelium, einer Schicht des Mitteldevon und ist ungefähr vierhundert Millionen Jahre alt. Nach DL B. Dohm stammen im Unterdevon 'alle versteinerten Reste von Tieren, die feste Kalkschalen oder Gehäuse trugen. Die Schale selbst wurde aufgelöst und erhalten geblieben ist nur die zu Stein erhärtete Ausfüllung ... In den mitteldevonischen Kalken sind die ursprünglichen Schalen der Muscheln und Arrnfüßler, die Häuser der Schnecken selbst erhalten, so daß wir hier nicht die Ausfüllung, den Steinkern, sondern das naturgetreue Bild der Tierwohnungen oder Panzer selbst finden' (Die Geologischen Verhältnisse im Landkreis Daun, Koblenz 1976, S. 20 und 28).

Foto Gerd Rieder.

27. Bliek vom Rondell zur katholischen Kirche. Dieses Bild wurde von Dechant Weiderf (1896-1916) zusarnrnen mit einern vorn Inneren der Kirche auf Karton aufgezogen und in vielen Häusern verbreiter. 'Gastwirtschaft und Metzgerei' ist die von Eichrnann, nicht zu verwechseln - wie gesenehen _. mit dem geschichtsbekannten Eichmann. Rechts Kuhl's Haus (Hurte). Neben der Scheune schaut gerade noch das Wohnhaus von Peter Heng heraus, einern alten Original. Sein Sohn Philipp war zu einern Wehrertüchtigungskurs in Trier. Als Kennzeichen trug man eine Armhinde. Als Philipp sie wieder einmal nicht augesteekt hatte und zur Rede gestellt wurde, war seine Antwort: 'Die hält ja doch nicht warm'.

28. Zwei Männer aus Aachen trugen ihre persönlichen Differenzen in Gerolstein aus, wobei B. den M. erschoß, nahe bei Hoostere am Kalkesborn. Hier gehen sie am Kinosaal des 'Hotel Gerolstein' (Moog) vorbei zum Hotel 'Zur Post' wo die Gerichtsverhandlung war. Peter H. war als Zeuge geladen, er allein hatte den Schuß gehört, Pitter sagte aus: 'Wir gingen die Lindenstraße (de Ramm) hinauf. Richter: 'Wer ist wir? Ich denke, Sie waren allein!" P.H.: 'Joh, ech un meng Ooße (= Ochsen)'.

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