Gerolstein in alten Ansichten

Gerolstein in alten Ansichten

Auteur
:   Josef P. Böffgen
Gemeente
:   Gerolstein
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0911-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Gerolstein in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Bäckerei Strohe, vormals Nicolaus Artmond. Der Name ist in der Haustüre noch zu sehen. Familie Arirnond kam aus Prüm. Ein anderer Zweig der Arimond gehört in die Ahnenreihe der Geschlechter auf dem Hof der Vorburg Gerolstein: Roth-SchäfferArimond-Lehnert.

Aufnahme etwa 1927.

30. Der Weltruhm Gerolsteins beruht auf seinen geologischen Bodenschatzen und Erdformen, zu deren wissenschaftlicher Durchforschung Rektor Stefan Dohm und sein Sohn Dr. Batti Dohm Bahnbrechendes geleistet haben. Hotelier Jakob Heck verstand es, das in Fremdenverkehr umzusetzen. Sein geognostisches Museum mit wertvollen Versteinerungen hatte Weltruhrn, Das beweisen folgende Zahlen. Zu Pfingsten 1927 weilten in Gerolstein: Universität Königsberg: 1 Professor, 20 Studenten, Universität Frankfurt: 1 Professor, 15 Studenten, Bergakademie Freiberg LS.: 1 Professor, 20 Studenten, Universität Marburg: 1 Professor, 20 Studenten. Von ausländischen Instituten das Geologische Institut zu Amsterdam: 1 Professor, 25 Hörer. (Fortsetzung Bild 31.)

31. Hotel 'Zur Post' 1927. Fortsetzung von Text Bild Nummer 30. Im Sommer 1927 kamen nach Gerolstein: die Padagogische Akademie Bonn mit 100 Hörern, Kartierungskursus der TH Delft in Holland mit 6 Herren, -das Geografische Institut von Utrecht in Holland unter Führung einer Dame mit 20 Hörerinnen und Hörern. Unter den vielen, statistisch nicht erfaßten Einzelbesuchern befanden sich Geologen der Petersburger Akademie, Engländer und Kanadier. Da die Kyll in einem englischen Führer mit drei Sternen ausgezeichnet war, wurde Gerolstein auch zum Mekka der Fischer.

Foto Fredy Lange.

32. Hotel 'Kaiserhof". 'Schampir' (Jean-Pierre) Marquet baute das Haus auf dem Grundstück, das er von seinem Schwager Peter Daubach erworben hatte. Ursprünglich war es Restaurant, Conditorei, Café Marquet. Nachdem der Oberhofmeister der Kaiserin, Graf Mirbach, anläßlich der Erbauung der Erlöserkirche (1911-1913) mehrmals hier gewohnt hatte, war der neue Name gefunden: Hotel 'Kaiserhof'.

Foto Fredy Lange 1927.

33. Die bäuerlichen Betriebe liegen schon am Rande der Stadt und in den Seitenstrafsen. Gerolstein ist Einkaufsstadt für das Umland geworden, die Bahnhofstraße Zentrum des Handels und der Begegnung, Die 'Oldtimer' versammelten sich hier anläßlich einer 'Fuchsjagd' des ADAC vor ihrem Clublokal 'Kaiserhof'. Hans Güth mit seinem NAG (zweiter Wagen) war der 'Fuchs'. Er hatte sich in Mürlenbach in einer Scheune versteekt und wurde nicht gefunden.

Aufnahme 1925.

34. Haus Guntermann (Obere Marktstraße). Landwirtschaft und Handwerk gaben der Stadt das Gepräge, Nach 1870 kamen die zahlreichen Eisenbahn- und Postbeamten dazu. Nikclaus Guntermann (Bild) war Schlossermeister. Von weit und breit, von Eifel, Mosel und Saar kam man zu ihm zum Schleifen der Hämrner mit denen die Mühlsteine behauen wurden. Sein Sohn Peter weiß noch heute zu erzählen, wie der Stahl der Hämrner mit Schafs-Tînzel' (Schafsfett) 'geschrneidig' gehalten wurde.

Aufnahmeum 1910.

35. Heute hat Gerolstein nur noch vier Bauernbetriebe, von denen drei außerhalb der Stadtgrenzen ihre Höfe haben. Damals waren in der Oberen und der Unteren Marktstraße fast nur bäuerliche Anwesen. Früher wurde den ganzen Winter hindurch auf der Tenne mit dem Flegel gedroschen; nur größere Höfe konnten sich einen Göpel leisten (siehe Bild 3), hatten überhaupt Platz dafür. Die Elektrizität brachte auch hier eine Revolution mit ihren Dreschmaschinen. Hermann Rehm schreibt 1890 über den Eifelbauer: 'Harte Arbeit stählt seine Energie und wahrhafte Frömmigkeit und Herzenseinfalt verbannt jeden frevlen Wunsch aus seiner Seele und läßt ihn selbst Entbehrungen ruhig ertragen.' (Das Hochland der Eifel H., S. 178.)

36. Die 1882 gegründete Feuerwehr hatte ihren Übungsturm am Marktplatz. Im Mittelalter erfolgte die Brandbekärnpfung durch die Burgmänner und die Stadtwache. Die Grafen der Burg erließen strenge Bestirnrnungen, nach denen Herdfeuer und Licht in strengste Hut genommen werden mußten. Zu bestimmten Stunden des Abends mußten beide gelöscht sein. Dennoch wissen die Annalen von einigen schweren Stadtbränden zu berichten. 'Der noch heute als Pütz bekannte Wasserturm an der Felswand der Burg neben dem Rathaus, der die Residenz der Grafen und die Stadt im Gefahrenfalle mit Wasser versorgte, war bei der Beschießung des Schlosses am 5. August 1691 zerstört worden und seiner Bestimmung entzogen' (DI. Dohm).

cJ.P.SCHNEIPER c..ERoLSTE1N.

37. Haus Schneider am Marktplatz. Obere und Untere Marktstraße waren die erste geschlossene Siedlung außerhalb des 'Burgdorfes'. Noch heute tragen verschiedene Häuser Jahreszahlen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Wo die beiden Straßen zusamrnenliefen war der Marktplatz, auf dem bis Ende der zwanziger Jahre Kram- und Viehmärkte stattfanden. Hier lag das Haus Schneider, Herr Schneider mit langem, wallendem Bart trug wegen seiner besonderen Körperkräfte den Ehrennamen 'Bär', In Malmedy hatte er das Stellmacherhandwerk erlernt. Von dort radelte er 1862 auf seinem selbstgebauten Velociped (Fahrrad) nach Gerolstein. Sein Kunstwerk befindet sich heute im Kreisheimatmuseurn. Ab 1913 war in diesem Hause die von den Schwestern geleitere 'Kleinkinderbewahrschule'.

38. Bliek in die Bahnhofstraße; auf der Höhe das alte Krankenhans (erbaut 1912). Der Standort dieser Aufnahme ist der gleiche wie Bild 4. Irn toten Winkel zwischen Bahnhofstraße und Obere Marktstraße 'Leuna' Tankstelle von Erich Moog. Dahinter Metzgerei Kramer. Das erste Schwein nach Eröffnung seines Betriebes kaufte Peter Krämer bei 'Rejinne'. Am Aufgang zur Oberen Marktstraße führte Peters Bruder Josef eine Gastwirtschaft mit Herberge ('Herbergs Jippche'). Ursprünglich war die Herberge in der Burgstraße (Haus Clernens). Clernenssen-Ihm-Mattes weinte jedesmal, wenn er von der Schlacht bei St.-Privat (am 2. September 1870) erzählte. Zwar wurde die Schlacht gewonnen, doch hatten 'wir' hohe Verluste beim Überschreiten eines Baches.

Foto Fredy Lange.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek