Gerolstein in alten Ansichten

Gerolstein in alten Ansichten

Auteur
:   Josef P. Böffgen
Gemeente
:   Gerolstein
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0911-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gerolstein in alten Ansichten'

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39. Kaufhaus Hutter um 1920. Gründer der Firma waren 1898 Peter Hutter und Frau Luzia. Durch viele Jahrzehnte hat die Familie Verfers den Betrieb geführt. Fräulein Paula und 'Huttisch Pittche' sind aus dieser Familie nicht wegzudenken. Bei allen Wanderungen des Eifel-Vereins war Pittehen der Wimpelträger. Bei einer dieser Wanderungen überraschte den Siebzigjährigen im Herbst 1949 der Tod auf dern Pfad von Denkelseifen. Die Großmutter von Pittehen war es, die erstmals 1883 die auf ihrem Acker gefundenen Seelilien verkaufte und damit die Aufmerksamkeit der Geologen auf diese Schätze unserer Heimat lenkte.

40. 'Ulrichshaus' - später Blankart und Hau, heute Büchler. Der erste aus der Familie Daubach in Gerolstein war seit 1673 in der Stadt ansässig und wurde als kaiserlicher Notar vom Grafen von Gerolstein mit dem 'an der hintersten Pforte gelegenen Burghaus, genannt Huttenhaus', belehnt. Als sein Nachfahre Philipp Daubach 1904 heiratete, kaufte er das 'Ulrichshaus', eine Gastwirtschaft mit Saal. Der Saal wurde später ausgebaut als Geschäfts- und Wohnhaus. Als das Ladenlokal vor einigen Jahren erneuert wurde, fand man unter den Tapeten auf die Wand gemalte Porträts von Herrschern mit dekorativem Rankenwerk, Wappen und Säbeln und dem Motto der Feuerwehr: 'Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr', wohl aus den Jahren 1917-1925 als Philipp Daubach Oberbrandmeister der Feuerwehr war.

41. Das Geschäftshaus Daubach-Marquet (heute Josef Zimmermann) wurde erbaut von der Firma Messerich-Niederprüm in Bitburg. Bei dieser Firma war Peter Daubach, Vetter von Philipp Daubach, Reisender. Er erwarb das Haus, das noch heute den Namen Messerich trägt, etwa 1892. Mit dreißigtausend Goldmark im Rucksack und bewaffnet mit einem 'Herrneskeiler' (dicker Spazierstock) ging er zu Fuß nach Bitburg. um sein Haus zu bezahlen.

42. Haus Kleifgen/Schüssler bei Bouchée's Anlagen, In diesen Anlagen war ein kleiner See, der ein beliebter Platz für Kinder war, vor allem im Winter zum Schlittschuhlaufen. Herr Lenzen und Krischel sind mit dem Paketpostschlitten unterwegs. An den Bäumen ein Hinweisschild: 'Zu den Felsenspielen über die Eisenbahnbrücke'. Im Kiosk nebenan wurden Erfrischungen angeboten für den dreiïsigminütigen Marsch zum Elmarplatz.

43. An der Schloß-Apotheke mündete der Pfad ('Hoochpättsche'), der durch die Gärten der 'Burgwiss' (Burgwiese) zur Hauptstraße führte. Es muß ein feierlicher Anlaß gewesen sein, der so viele Menschen in Feiertagsklcidung auf die Straße brachte. Im Jahre 1872 hatte der Stadtrat Sorge um die Apotheke. Der Weggang des 'Chirurgus Dham' nach Merzig stand bevor. Apotheker Süß hatte die 'Concession' zurückgegeben, Apotheker Winter hatte sie bekommen, aber noch stand ihrn kein geeigneter Raum für eine Apotheke zur Verfügung, Da erwarb er 1884 das Grundstück für seinen Neubau.

44. Am Pfingstdienstag 1931 ging ein schweres Hagelwetter über Gerolstein nieder. Strafsen und Plätze sahen aus wie im tiefen Winter, nur daß die Hagelkörner, die zwanzig bis dreißig Centimeter hoch auf der Straße lagen, durchsetzt waren mit den von den Bäurnen abgeschlagenen Blättern. Aus den Ställen wurde Kleinvieh, ja sogar Schweine abgetrieben. An tiefer gelegenen Stellen der Straße entstanden Seen von geschmolzenem Hagel. Das Bild zeigt den heutigen Brunnenplatz, im Hintergrund das Türrnchen des Hansa-Sprudels und die Erlöserkirche.

45. Fast jedes Jahr zur Zeit der großen Niederschläge und der Schneeschmelze verwandelte sich die Kyll in einen reißenden Strom. Die Sprudelwerke, unmittelbar an der Kyl1 gelegen, hatten nicht wenig darunter zu leiden. Flaschen und Kisten wurden weggetrieben, die Gärten überflutet. Das Haus des 'Gerolsteiner Brunnen', rechts der Kyll gelegen, ist völlig abgeschnitten. Der 'Gerolsteiner Brunnen' ist inzwischen im Betrieb des 'Gerolsteiner Sprudel' aufgegangen, das Gebäude unseres Bildes steht nicht mehr. Und überflutete Gärten, die einen großen See bildeten, gibt es auch nicht mehr. Die Kyll ist reguliert und die Gärten haben der Brunnenstraße Platz gemacht.

Dolomitfelsen bei G ---

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46. Erste Kyllbrücke (nach 1870). Rechts im Bilde Haus Güth, das später dem Schienenstrang der Eisenbahn weichen mußte. Mitte des Bildes: Villa Ziegler, Herr Ziegler war Leiter des Schloßbrunnens Gerolstein. Er verkaufte sein Haus an die Eisenbahn (heute Betriebsamt) und baute dann in der Heiligensteinstraße (Haus 1ngenohl). Die Hänge der Dolomitfelsen sind noch völlig unbewachsen, nur Felsbroeken breiten sich aus. Heute muß die Sicht zu den Felsen freigehalten werden durch Fällen der Bäurne, und die erleuchteten Felsen Munterley und Auberg bilden eine Attraktion für Einheimische und Gaste.

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47. Beim Schloßbrunnen hinter Pelm steht ein Ehrenmal, das das Andenken festhält an ein Eisenbahnunglück am 19. Mai 1897. Drei Wagen eines aus Hillesheim kommenden Zuges hatten sich gelöst und rollten zu Tal. Zehn Soldaten des Sonderzuges von Reservisten fanden den Tod, fünfunddreißig wurden schwer verletzt. 'Letztere wurden in Gerolstein privat untergebracht und verpflegt. Dieses Unglück gab den ersten Anstoß zum Krankenhausbau', das dann am 19. November 1912 eingeweiht wurde (Angaben Dr. H. Luy). Am 14. Mai 1913 stießen zwei Lokomotiven unmittelbar südlich des Bahnhofs Gerolstein zusammen.

48. Das alte Pfarrhaus zu Sarresdorf, rückseitige Ansicht, heute Kreisheimatmuseum. Die Pfarrei Sarresdorf umfaßte bis zum Jahre 1803 folgende Ortschaften: Sarresdorf-Gerolstein, Pelrn, Bewingen, Dohm, Lammersdorf, Gees, Büscheich, Niedereich, Michelbach und Wallenborn. Lissingen und Hinterhausen wurden 1803 von Mürlenbach nach Sarresdorf eingepfarrt. 1708 wurde Sarresdorf durch eine Feuersbrunst zerstört, auch das Pfarrhaus, das unter Peter Faber etwa 1670 erbaut worden war, wurde schwer beschadigt, Es war errichtet worden an Stelle des 1542-1543 von Jü1ischen Truppen niedergebrannten Pfarrhauses. Auf dem Bild die stadtbekannte 'Maake Lin',

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