Gersdorf in alten Ansichten

Gersdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Die Gersdorfer Chronisten
Gemeente
:   Gersdorf
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6189-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gersdorf in alten Ansichten'

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39 Am 1. September 1913 besuchte der Sachsenkönig, Friedrich August, Gersdorf. Vor dem Rathaus wird er von Bergdirektor Hurtig begrüßt. Hurtig war damals Gemeindeältester. Alle Vereine des Ortes schickten Abordnungen. Zahlreiche Einwohner nahmen an der Begrüßung teil.

40 Der Pferdeomnibusbetrieb Gersdorf-Hohenstein wurde am 11. Oktober 1903 eröffnet. Dreimal am Tag verkehrte das Gefàhrt auf dieser Strecke. Der Fuhrbetrieb wurde von Bäckermeister Herziger geleitet. Auf dem Bild ist die letzte Fahrt des Busses am 15. Februar 1913 zu sehen.

Letzte Omnibu iahrt von

ttbal nacn ûersdorî

41 Am 23.März 1912war Baubeginn der elektrischen Überlandbahn von Hohenstein-Ernstthal über Gersdorf, Lugau nach Oelsnitz. Es waren mehrere Bautrupps eingesetzt, die zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen mit den Erdarbeiten für die Gleisaulagen begannen. Das Bild zeigt den Bautrupp in Gersdorf am Markt gegenüber dem Hofgraben, vor dem Gasthaus 'Zum Ratskeller'.

42 Am 1 5. Februar 1 9 13 erfolgte die Einweihung der elektrischen Überlandbahn Hohenstein - Ernstthal-Gersdorf-Lugau-Oelsnitz. Die gesamte Einwohnerschaft war auf den Beinen und hunderte waren aus den Nachbarorten gekommen und jubelten den vollbesetzten Wagen auf der ersten Fahrt zu. Mit diesem Tag erhielt Gersdorf Anschluß in Hohenstein an die Eisenbahnlinie Zwickau-Dresden

- und in Mitteloelsnitz an die Bahnlinie Stollberg-Lichtenstein. Auf der Kartenrückseite:

Zur Erinnerung an die Eröffnungsfeier der Straßenbahn, zum Besten eines Milchfrühstücks für Schulkinder aufgenommen.

Oersdorf. Schule

43 An der Haltestelle Ratskeiler, Die Bahn fuhr 47 Iahre mit den gelben Wagen und brachte Bergleute nach Oelsnitz und die Textilarbeiter nach Hohenstein. Über 100 Millionen Fahrgäste wurden in dieser Zeit befördert. In den Hauptverkehrszeiten waren zusätzlich Trieb- und Beiwagen im Einsatz, wie auch zu Iahrmärkten, Sachsenringrennen, sowie zum Bergfest. Nach Betriebsveranstaltungen standen zur Heimfahrt nachts auf Bestellung Sonderwagen zur Verfügung.

44 Am 1. April 1 91 3 wurde der Güterverkehr von der Überlandbahn aufgenommen. Ein großer Wagenpark mit offenen und gedeckten Güterwagen stand zur Verfûgung. Mit vierachsigen Niederbordwagen wurden nun die großen Dampfkessel von der Firma 'Franz & Sohn' auf der Schiene zum Bahnhof nach Hohenstein-Ernstthal befördert. Auf dem Bild erscheint der 'Rotfuchs' am Güterschuppen der sich am Wehrsteig befand. Bürger, die an der Hauptstraße wohnten, hatten Glück, denn das Personal des Rotfuchses lud das bestellte Transportgut an der Haustür oder auf dem Gehsteig ab. Weinfässer für Gaststätten, Mehl für Bäcker und

Baumaterial für Hausbesitzer und Gewerbe, zählten zu dem Transportgut.

45 Die Gersdorfer Kirmes war die Bekannteste in der Umgebung.Viele tausend Gäste kamen aus den urnliegenden Nachbarorten. In den Nachmittagsstunden war Jung und Alt aufWanderung zu den Festplätzen der Schausteller. Auf der Brauereiplatz und auf dem Gelände um den

Blauen Stern war bis in die späten Abendstunden Hochbetrieb. Die Gasthöfe luden zu Kirrnestanz, die Gaststatten zu Bier und Kaffee und Kuchen ein. Die Straßenbahn beförderte am Sonntag dem 7. Oktober 1928 die Höchstzahl von 13 600 zahlenden Fahrgästen und fuhr ab Mittag bis

in die Abendstunden im 15 Minuten Takt, bei damals sechs Ausweichstellen,

46 Die Strumpffabrik Franz Münch wurde 1857 am Hofgraben errichtet. 1859 wurde ein neues Fabrikgebäude gebaut. Rundmaschinen wurden installiert. 1864 besaß die Fabrik bereits dreiBig, die durch Dampfkraft angetrieben wurden. 1912 waren zweihundert Arbeiter beschäftigt. Die Wirtschaftskrise 192 9 führte zur Stillegung des Betriebes.

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FFl.A.N"Z 1VI:ÜN"C:a: I

~ Inhaber: Richard Rüschpler, Arthur Haertel J

Strumpfwarenfabrik, Gersdorf Bez. Chemnitz.

Errichtet 1857. :: Tclephon 6. :: Bahnstation: Hohenstein-Ernstthal.

~ , Po tschcck-Konto 9.g Leipzig. _~

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47 Die alte Zeit der Strumpfwirkerei. Ernst Winter arbeitete 55 [ahre am Handwirkstuhl. Er war einer der gewissenhaftesten Strumpfwirker in Gersdorf. An seinen Erfahrungen heB er alle teilhaben. Bei ihm erlernten alle drei Söhne von Louis Bahner das Strumpfwirkerhandwerk, auf einer neuen sechsteihgen Pagetmaschine. Ernst Winter wohnte auf der BenedixstraBe.

48 Das neue Werk 3 von ELBEO in den [ahren 1926/27 errichtet und 1937/38 erweitert, war eines der modernsten seiner Art in Europa. Auf den feinsten Strumpfmaschinen 60gg wurde ausschließlich Naturseide verarbeitet. Mit der 66gg-Maschine besaß das Gersdorfer Werk die einzigste und feinste der ganzen Welt. Als einzigste Firma erhielt ELBEO mit Gersdorfer Erzeugnissen den Grand Prix auf der Welrausstellung in Paris. Links im Bild ist noch die alte Sandgrube zu erkennen, auf der nach Verfüllung eine Schrebergartenanlage entstand.

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