Gersfeld in alten Ansichten

Gersfeld in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Hartung
Gemeente
:   Gersfeld
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6545-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gersfeld in alten Ansichten'

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59 Beim Gastwirt der 'Krone-Post', Hans Gutmann, stellvertretender Bürgermeister, Heimatforscher und Vorsitzender des Rhönklubs von 1952 bis 1968, traf sich die 'Hautevolee' Gersfelder Bürger am Stammtisch, oft wie hier in fröhlicher Runde, und besprach anstehende Probleme der Stadt oder das Wichtigste im Stadtgeschehen oder, immer gut informiert, die interessantesten Neuigkeiten.

Von links nach rechts: Rudolf Barthelmes ('Boaste') , Fritz Niebling, Hermann Günther, Max Attinger, Leo Barth, Hans Gutmann, Ernst Metzler, August Schneider, Willi Schleicher und Emil Otterbein.

60 Dr. Bruno van Waldthausen, evangelischer, preußischer Regierungsrat, erwarb 1903, vor 9S [ahren, von dem österreichischen Rittmeister GrafKarl von Montjoye die Herrschaft Gersfeld mit drei Schlössern, Haus- und großem Waldbesitz, derTorfstecherei am 'Roten Moor', der Schloßbrauerei und der Gärtnerei bei Brembach für

1 700000 Mark. Der neue Eigentümer renovierte das Unterschloß und versah es mit Strom aus dem eigenen Elektrizitätswerk. Der Schloßpark wurde erweitert und 1909 die 'Parkvilla' erbaut. 1926 verstarb Dr. Bruno van Waldthausen. Auf dem Foto wird er arn 21. Juni 1926 von der evangelischen Kirche, wo er

aufgebahrt war, deren Kirchenpatron er war, und deren Belange er zu Lebzeiten stets tatkräftig unterstützt hatte, durch die Stadt zum Bahnhof überführt. Kriegerverein, Turnverein und andere Verei-

ne begleiteten die Leiche ihres Gönners, Förderers und Ehrenmitgliedes bei der Überführung. Pfarrer war 192 6, im letzten [ahr seiner Diensttätigkeit, Dr. Friedrich Trute (1910 bis 1926).

61 Nachfolger van Dr.

Bruno van Waldthausen waren seine Neffen Oscar und Paul. Dr. Oscar van Waldthausen gründete das Basaltwerk mit Brüchen auf der Nalle und am 'Schwarzen Acker' und ein Sägewerk. 1984 mußte derTorfstich eingestellt werden, als das Land Hessen das 'Rote Moor' unter Naturschutz stellte. Dr. Oscar von Waldthausen feierte 1968 seinen 70. Geburtstag. Auf dem Foto waren Gratulanten beim Empfang im Barockschloß der stellvertretende Bürgermeister Hans Gutmann, in Feuerwehruniform, und der langjährige stellvertretende Vorsitzende des Rhönklubs, Karl Mehler. Der Landrat des Kreises Fulda be-

stätigte beim 90jährigen Bestehen der Waldthausenschen Verwaltung, daß sie seit Übernahme des Besitzes 'ûbcr Schlösser und Wälder' stets viele Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt hat. Zu Ehren des Schloßherren Dr. Bruno von Waldthausen wurde ihm ein Denkmal im Wohnbezirk 'Auf der Wacht', wo es auch eine Waldthausenstraße gibt, errichtet. Es soll an den Ehrenbürger der Stadt Gersfeld erinnern.

62 Schon früh, im 18. [ahrhundert, entstanden in den Rhönorten Pappenhausen, Tann und Gersfeld Instrumentalmusikgruppen, die vorwiegend mit Streichinstrumenten zum Tanz aufspielten, Feste verschönerten und Gottesdienste feierlich gestalteten. Bereits 1 81 6 gab es eine größere Vereinigung von Musikern in Gersfeld, die in den Wintermonaten im 'Oberwirtshaus", dem heutigen Rathaus probten. Blasinstrumente wurden ab etwa 1830 gespielt. Es war so, daß die Musiker meist ein Streichund ein Blechblasinstrument beherrschten. In den [ahren 1830 bis 1 870 stellten Gersfelder Musiker das Kurorchester in Bad Brückenau. Zur gleichen Zeit spielten andere

Gersfelder Musiker Promenadenkonzerte im belgischen Seebad Ostende. Schriftlich überliefert ist eine Reise hiesiger Musiker 1841/42 bis nach Petersburg, der Zarenresidenz, wo sie bei einem

Sommerfest des Zaren aufspielten. Der Rückweg führte über Estland, Memel, Königsberg und Berlin nach Schmalkalden. Van dort erreichten sie nach einem 14stündigen Fußmarsch wieder Gersfeld.

63 Am bekanntesten als Musiker aus Gersfeld wurde Peter Streck, Sohn eines Schuhmachers, 1797 im Gasthaus 'Deutscher Kaiser' geboren. Gefördert vom musikliebenden Schloßherrn, Graf Fidel von Frohberg, bekam er eine Ausbildung in derWürzburger Musikakademie. Anläßlich eines Kuraufenthalts des Bayernkönigs Ludwigs 1. in Bad Brückenau leitete Peter Streck das Kurorehester. Der König, auf sein Talent aufmerksam gemacht, ließ ihn nach München holen, wo er eine außergewöhnliche und glänzende Karriere machte. Er gab große Konzerte, komponierte zahlreiche Märsche und Walzer, wurde Militärkapellmeister und Inspizient aller bayrisehen Militärkapellen. Als er

1864 während eines von ihm geleiteten Konzerts aufSchloß Hohenschwangau starb, nannten ihn Münchner Zeitungen den 'bayrischen Walzerkönig' oder den 'Mûnch ner [ohann Strauß'.

64 1891 wurde in Gersfeld ein Musikverein gegründet, der sich 1893 den Namen Stadtkapelle gab. Bürgermeister Schüßler war glücklich, daß nun ein städtisches Orchester für die bereits zahlreichen Sommergäste aufspielen konnte. Die Kapelle spielte an schönen Sonntagen auf dem Marktplatz, bei Tanzveranstaltungen und vielen Vereinsfesten. Beim viertägigen Kriegervereinsfest 1905 bestritt die Stadtkapelle alle Veranstaltungen. Von 1913 bis 1933, in der Ära des musikalisch begabten Friedrich (Fritz) Hofmann, war eine der besten Zeiten der Stadtkapelle. Sie war in der Lage ein

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