Gersweiler in alten Ansichten Band 1

Gersweiler in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Joachim Conrad
Gemeente
:   Gersweiler
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2492-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gersweiler in alten Ansichten Band 1'

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49. Als die evangelische Gemeinde ihr heutiges Gemeindehaus 1926 aus privater Hand erwarb, war es ein gewöhnliches Privathaus wie andere auch im Ort. Unser Bild zeigt die rückwärtige Ansicht mit verschiedenen Anbauten um 1927. Hier wurde unter der Federführung des Pfarrers Hans-Adam Reiß in Angleichung an das barocke Pfarrhaus ein Gemeindesaal angebaut und die Gartenanlage ansehnlich angelegt. Dies geschah nach 1950, so daß von dem doch etwas trostlosen Zustand des alten Gemeindehauses heute kaum noch ein Eindruck zurückgeblieben ist. (Foto im Besitz der Familie Willy Hartmann, Lindenstraße.)

50. Der evangelische Arbeiterverein geht auf Gründung und Initiative des evangelischen Pfarrers Adolf Ludwig Fauth zurück, der sich um die Probleme der Arbeiterschaft redlich mühte und auch im Evangelischen Wochenblatt an der Saar die Auseinandersetzung mit dem Großindustriellen Ferdinand von Stumrn-Halberg nicht scheute. Der Verein, der den alten Pfarrer um seiner Verdienste willen zum Ehrenvorsitzenden machte, wurde 1885 gegründet; in der Bildmitte - um 1925 - sehen wir das Ehepaar Dreyer. (Foto: Karl Herrmann, Hindenburgstraße.)

51. Die alte Gartenpforte zum evangelischen Pfarrhaus um 1926 zur Krughütter Straße hin ist längst verloren, nachdem die Krughütter Straße ausgebaut wurde und eine neue Abfangmauer das höher gelegene Pfarrgelände zur Straße hin abstützt. Auch die alte Treppe existiert nicht mehr. Mit dem alten Zugang, der durch dicht bewachsenen Pfarrgarten zum Pfarrhaus führte, ging auch ein Stück Romantik verloren. (Foto: Karl Herrrnann, Hindenburgstraße.)

52. Diese Hochzeitsgesellschaft aus dem Jahr 1904 hat sich vor der Rückseite des evangelischen Pfarrhauses im Pfarrgarten versammelt. Deutlich sind in der rechten Gebäudehä1fte die ehemaligen Stallungen zu erkennen, während ganz links die spätere Veranda noch fehlt. Im übrigen zeigt sich das barocke Palais in recht trostlosem Zustand, so daß es nicht verwundert, daß die Kirchengemeinde eine Zeit lang erwog, das Pfarrhaus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte dieses kurzsichtige Unterfangen glücklicherweise. (Foto im Besitz der Familie Heinrich Blatt, Lindenstraße.)

53. Pfarrer AdoJf Ludwig Fauth folgte 1872 Julius Fechner im Amt, der nach Malstatt wechselte. Fauth entstammt dem Saarbrücker Kaufmannshaus Palm & Fauth. Bereits sein Vater war evangelischer Pfarrer an der Saar gewesen, sein Enkel Florentin wurde Pfarrer in Jägersfreude. Fauth diente der Gemeinde als Seelsorger, Arzt und Apotheker. 1903 in den Ruhestand versetzt, starb er 1912 und wurde auf dem evangelischen Friedhof an der Lindenstraße zur Seite seiner 1899 verstorbenen Gemahlin Martha van Ernster, einer Pfarrerstochter aus Xanten, beigesetzt, Sein Grabstein steht heute als Gedenkstein zwischen Kirche und Rathaus, geschmückt mit Fauths Losung aus 1. Korintherbrief 13: 'Die Liebe höret nimmer auf.' (Foto im Besitz der Familie Fauth.)

54. Wir sehen hier die Pfarrersfamilie Fauth um 1894. In der Mitte sitzt der alte Pfarrer Adolf Ludwig Fauth, ein Universalgelehrter alten Stils und nach eigener Aussage ein 'Volksfreund', Zu seiner Rechten seine Gemahlin Martha van Emster, links die Frau seines Sohnes Franz, Emilie Neuer, Hinter ihnen stehen von links nach rechts die Söhne Heinrich Plorentin Fauth, Franz Fauth, Dr. med, Carl Fauth - erster Arzt in Gersweiler - und Dr. phil. ehern. pharm. Adolf Fauth. (Foto im Besitz der Familie Fauth.)

55. Hier zeigt sich um 1926 das altehrwürdige .evangelische Pfarrhaus von der Krughütter Straße her, vor dem Haus Förster Henn, Vater des Pfarrers Friedrich August Henn. Um 1770 in barockem Stil erbaut gehörte das evangelische Pfarrhaus zu einer Reihe gleicher Gebäude - in Püttlingen, in Sulzbach, auf dem Pfaffenkopf - die der geniale und damals schon hochbetagte Saarbrücker Generalbaudirektor Friedrich Joachim Stengel (1694-1787), der zugleich Forstminister von Nassau-Saarbrücken war, entworfen hatte. So war das heutige Pfarrhaus vom Stift St. Arnual als Forsthaus errichtet worden, von diesem aber der 1844 wieder selbständig gewordenen Gemeinde in Person des Pfarrers Carl Voßwinkel geschenkt worden. (Foto: Karl Herrmann, Hindenburgstraße.)

56. Pfarrer Karl Julius Theodor Ernst Roffhack folgte auf die kurze Amtszeit des Pfarrers Ernst Dittmar, der die Gemeinde bereits 1910 verlassen hatte. Karl Roffhack, der sich großen Ansehens erfreute, hätte sicherlich eine längere Amtszeit verdient, doch er starb ganz überraschend 1921 in seinem Studierzirnmer im evangelischen Pfarrhaus. Daraufhin wies das Konsistorium Friedrich August Henn ins Gersweiier Pfarramt ein, es war seine erste Pfarrstelle. (Foto im Besitz der Familie Klein/Roffhack, Saarbrücken.)

57. Unser Bild zeigt die Jungen des Konfirrnationsjahrgangès 1922 mit Pfarrer Friedrich August Henn vor der längst verschwundenen Veranda, die nach dem Ersten Weltkrieg an das alte Pfarrhaus angebaut worden war. Recht seltsam wirken doch die 'Konfirmationsanzüge' mit Vaters Hut; so erscheinen die Knaben wie 'Uralt-Erwachsene". Es war allerdings in damaliger Zeit so, daß Konfirmation und Schulentlassung zusammenfielen, so daß die Kinder nach der Konfirmation ins Berufsleben überwechselten und eine Lehre anfingen. Noch Kinder müssen sie dann doch Erwachsene sein, so daß unser Bild diesen Umstand deutlich sichtbar festhält. (Foto aus dern Bildarchiv der evangelischen Kirchengerneinde Gersweiler.)

58. Die rückwärtige Ansicht des Pfarrhauses läßt noch vielmehr den Eindruck entstehen, es handelt sich um ein Landschloß oder ein Jagdhaus, was es ja auch einmal war. Dafür sorgt der verwilderte Pfarrgarten vorzüglich. Unser Bild entstand um 1927. Noch unsere Urgroßeltern wußten zu berichten, das jenseits des Pfarrhauses große Teile gänzlich bewaldet waren, was dann im Laufe der letzten hundert Jahre gerodet und bebaut wurde. So steht das Pfarrhaus heute mitten im Dorf', der Wald ist der Besiedlung gewichen. (Foto: Karl Herrmann, Hindenburgstraße.)

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