Giebelstadt in alten Ansichten Band 1

Giebelstadt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4853-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 1'

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6. Marktplatz von Nordosten.

Auf diesem Bild werfen wir einen Bliek auf den Marktplatz um das Jahr 1900 mit den beiden späteren Giebelstädter Rathäusern. Das Anwesen an der Ecke zur Ingolstädter Straße war damals noch in jüdischem Besitz. Der Eigentümer betrieb einen Landhandel und hat vor allen Dingen Getreide aufgekauft, das in den Nebengebäuden, der sogenannten Schranne, gelagert wurde.

Das schöne Fachwerkgebäude in der Bildrnitte, das zu dieser Zeit noch als Getreidelager diente, wurde in späteren Jahren zu Wohnzwecken umgebaut und ist inzwischen der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Im ersten Stock des Geschäftshauses hatte der praktische Arzt Dr. Gottsmann seine Wohnung und Praxisräume. Die Nachkommen des jüdischen Eigentümers, die Familie Solinger, betrieben noch bis in die dreißiger Jahre einen Eisenwarenhandel. Als sich dann die jüdische Gemeinde auflöste , erwarb die Marktgemeinde Giebelstadt 1937 dieses Gebäude und nutzte es bis 1984 als Rathaus.

Die am Marktplatz aufgestellten Petroleumlampen wurden jeden Abend vom Gemeindediener angezündet und am Morgen wieder gelöscht.

7. Friesenhäuser Schloß/ Schloßbrauerei.

Nachdem durch die Eingemeindungen nach der Gebietsreform das Rathaus zu klein geworden war, dient nun das Friesenhäuser Schloß, das die Gemeinde Giebelstadt inzwischen von Baron von Zobel erworben hat, als Rathaus. Dieser einflügelige Barockbau wurde von einer Nebenlinie der Freiherren von Zobel errichtet und im Jahre 1700 vollendet.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dann im Friesenhäuser Schloß eine Brauerei eingerichtet. Erst gegen Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Brauereieinrichtung beseitigt und an ihrer Stelle Amtsräume und Dienstwohnung der Postagentur untergebracht. Der übrige Teil des Schlosses wurde zu Wohnungen umfunktioniert.

Nach einer gründlichen Renovierung und Restaurierung bildet das Friesenhäuser Schloß heute das Schmuckstück und den Mittelpunkt unserer Marktgemeinde.

Gruss aus Gi~b~lsfaaf

Schlossbrauerei

N"erla.lZ: Alois Scheckenbach

8. Marktplatz mitApotheke undAnwesen Kreutzer.

Dieses Bild aus dem Jahre 1893 zeigt den Marktplatz von Süden her, rechts die Apotheke und links das Anwesen Kreutzer. Dieses aus heimisehem Muschelkalk errichtete Gebäude stellt mit zahlreichen Verzierungen ein Prunkstück fränkischer Baukunst dar.

Es wurde im Jahre 1860 von dem praktischen Arzt, Dr. Rückert, errichtet und nach dessen Tod an die Familie Endres verkauft. Diese richtete dann einen Kolonialwarenhandel ein, der von Dorothea Endres geführt wurde und später von Familie Harnisch gepachtet wurde. Heute befindet sich ein Raumausstattungsgeschäft darin.

Bevor dieses Gebäude errichtet wurde, lag an dieser Stelle der Dorfweiher, der auch den Ringgraben des Zobelschlosses mit Wasser versorgte. Als Marktflecken war Giebelstadt schon immer Mittelpunkt des westlichen Ochsenfurter Gaues und hatte daher schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine Apotheke, die bis heute noch in dem rechten Gebäude untergebracht ist.

9. Marktplatz.

Auf diesem Bild werfen wir einen Bliek auf den Giebelstädter Marktplatz im Jahre 1893. Im Jahre 1851 hatte Giebelstadt das Marktrecht erhalten. Alle vier Wochen war Viehmarkt. Er wurde rechts und links der Hauptstraße von der Apotheke bis zum Friesenhäuser Schloß abgehalten.

Gehandelt wurden Ochsen, Kühe und Kälber, jedoch keine Pferde. Bereits 1890 ging der Viehmarkt wiederein.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde alle 14 Tage Schweinemarkt abgehalten, der aber nur knappe zehn Jahre dauerte. Der Markttag war ein arbeitsfreier Tag.

Eine Renaissance erlebte Giebelstadt nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem jährlichen Jahrmarkt am Marktplatz und der großen Verkaufsmesse in und an der Messehalle. Die zunehmende Motorisierung und die damit verbundene Mobilität beendete jedoch auch diesen Abschnitt in der Geschichte des Marktfleckens Giebelstadt.

10. Zobelschloß.

Diese Aufnahme zeigt das Schloß der Freiherren von Zobel mit dem mächtigen Burgfried im Vordergrund. Um das Zobelschloß zog sich der heute noch zum Teil erhaltene Ringgraben, der im Verteidigungsfall mit Wasser gefüllt werden konnte.

An Stelle des Zobelschlosses stand ursprünglich das Stammschloß der Zobel und Geyer. Bis zur zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts saßen die Zobel und Geyer gemeinsam in dem alten Stammsitz, bis sich der Ritter Conrad Geyer von Giebelstadt im unteren Teil des Dorfes ein eigenes Schloß erbaute.

Die Zobel, wohl ursprünglich ritterliche Dienstmannen des Grafen von Rieneck, waren ein weitverzweigtes Geschlecht, so daß sich das Zobelschloß noch heute im Besitz des Freiherren von Zobel befindet und ihm als Wohnsitz dient.

Das Schloß besteht in der Hauptsache aus drei Flügeln, die auf der vierten Seite (Osten) durch ein niedriges Bauglied mit einem Torbau verbunden, den Hof umschließen. Vier Rundtürme flankieren das Schloß und geben ihm ein wehrhaftes Aussehen. Im Jahre 1525 plünderten die aufständischen Bauern das Schloß und brannten es nieder. Das beschädigte Schloß wurde wieder instandgesetzt, im Jahre 1545 war der Bau vollendet.

1775 wurde die alte Zugbrücke abgebrochen und durch eine steinerne Brücke ersetzt.

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