Giebelstadt in alten Ansichten Band 1

Giebelstadt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4853-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 1'

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11. Ruine des Geyerschlosses.

Auf dieser Aufnahme aus der Zeit um 1900 sind die Überreste des ehemaligen Schlosses der Familie Geyer von Giebelstadt zu erkennen. Ursprünglich war das Schloß ein typisch fränkisches, dreiflügeliges Wasserschloß mit Rundtürmen an den Ecken. Der Nord- und Südflügel waren im Osten durch eine hohe Mauer verbunden, durch dessen Mitte das rundbogige Tor führte. Über den tiefen, wassergefüllten Ringgraben führte eine Zugbrücke ins Schloß. Im Jahre 1539 starb die Giebelstädter Linie der Geyer aus, die Besitzungen fielen an die Ingolstädter Linie.

Als im Jahre 1708 Graf Heinrich Wolfgang Geyer von Giebelstadt als der letzte seines Geschlechts zu Goldbach starb, fiel das Geyerschloß zu Giebelstadt mit seinen zugehörigen Gütern und Rechten dem Markgrafen Wil helm Friedrich von Brandenburg-Ansbach zu. 1746 wurde es von Gottfried Ludwig Zobel von Giebelstadt gekauft. Von den Freiherren von Zobel kam das Schloß 1784 in bäuerlichen Besitz, denn zunächst kaufte es Johann Heiner, 1820 gelangte es dann an die Giebelstädter Bauern Keller und Müller. Es wurde in Kleinwohnungen aufgeteilt und mit 13 armen Familien belegt, so daß der ehemalige Adelssitz zu einer 'Mietskaserne' herabsank. Die bauliche Instandhaltung wurde derart vernachlässigt, daß zunächst der nördliche Hauptflügel einstürzte, so daß 1861 die Gemeinde das Geyerschloß erwarb.

Da aber die geplante Instandsetzung nicht stattfinden konnte, machte der Verfall schnelle Fortschritte. Der Dachstuhl und die Treppen wurden als Brennholz verwendet. Die Ruine diente als Steinbruch und verfiel bis auf einige Mauerreste. Nach kleinen Ausbesserungen diente die Ruine schon 1925 bis 1938 als Freilichtbühne für das Geyer-Spiel.

Bei einem Bombenangriff im Frühjahr 1945 wurde die Freilichtbühne weiter zerstört. Irn Jahre 1979 wurden Ruine, Bühne und Zuschauerraum von zahlreichen Helfern wieder hergerichter und am 27. Juli 1980 erlebte unser Heimatspiel erneut Premiere.

12. Altes Rathaus, Gasthaus 'Zum Ochsen', Würzburger Straße.

Als erster Ort auf der Strecke von Würzburg nach Süden in Richtung Stuttgart war Giebelstadt als Rastplatz schon immer von Bedeutung. Hier konnte man nicht nur die Pferde wechseln, sondern auch die Giebelstädter Gastronomie genießen. Unser Bild zeigt in der Mitte einen Bliek auf das traditionsreiche Gasthaus 'Zum Ochsen' mit einer Futterkrippe und dem Brunnen davor. Ursprünglich war das gesamte Anwesen, zu dem auch der rückwärtige Bauernhof gehörte , eine Brauerei. Die Gastwirtschaft erwarb dann die Familie Thorwarth, den Bauernhof mit der Ausfahrt zur Straße die Familie Dürr. Heute ist der Bauernhof im Besitz von Hans Fischer. So wird auch der Hausname 'Dürre-Fischer' verständlich.

Das jetzige Wohnhaus der Familie Fischer war ursprünglich das Brauhaus, daher besitzt es auch heute noch die hohen Räume.

Zum Gasthaus 'Zurn Ochsen' gehörte ursprünglich ein schattiger Biergarten mit Kegelbahn, an dessen Stelle in den fünfziger Jahre ein Kino entstand. An das Gasthaus, Richtung Norden, schließt sich die sogenannte Pelzgaß an. 'Pelzgaß' deswegen, weil die Häuser so eng zusammengebaut sind, sich also gegenseitig auf den Pelz rücken.

13. Ingolstädter Straße, katholische Kirche St. Nikolaus.

Schon im Jahre 1311 stand in Giebelstadt eine Kapelle mit eigenem Pfarrer, die dem heiligen Oswald geweiht war. An ihrer Stelle wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die heutige evangelische Kirche errichtet.

Zunächst war sie die katholische Kirche und diente erst seit dem Jahre 1601 als evangelisches Gotteshaus, als das lutherische Bekenntnis auf Betreiben des Markgrafen eingeführt wurde. Von dieser Zeit an mußten die Katholiken den Gottesdienst in Ingolstadt besuchen.

Im Jahre 1856 wurde eine eigene Filialkirche in Giebelstadt erbaut. Dieses Kirchlein, das auf unserem Bild zu sehen ist, wurde dem heiligen Bischof Nikolaus geweiht. Nicht nur die St.-Nikolaus-Kirche, sondern auch das Haus rechts daneben wurde inzwischen eingerissen.

1865 wurde Giebelstadt Lokalkaplanei, 1942 wurde es wieder eigene Pfarrei. Im Jahre 1951 wurde dann mit dem Bau der heutigen St-Josefs-Kirche begonnen, die 1953 vom damaligen Würzburger Bischof Julius Döpfner eingeweiht wurde.

14. Innenraum der St. -Nikolaus- Kirche.

Auf diesem Bild schauen wir in das Innere der festlich geschmückten St.-Nikolaus-Kirche. Auf dem Hochaltar stehen links und rechts von der Herz-Jesu-Statue die Apostel Petrus und Paulus. Im Durchgang zum Altarraum ist die Statue des heiligen Josef mit dem Jesukind zu erkennen. Besonders prachtvoll geschmückt ist links der Marienaltar mit der Rokoko-Marienstatue, die auch in der heutigen S1.Josefs-Kirche wieder ihren Platz gefunden hat. In früheren Jahren wurde diese Figur bei der Fronleichnamsprozession von der weiblichen Jugend mitgetragen.

Auf dem rechten Seitenaltar sehen wir den Schutzpatron der Kirche, Bischof Nikolaus und darunter den heiligen Aloisius. Eine Tafel daneben erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

15. Gasthaus Rose.

Dieses Bild zeigt im Vordergrund das Gasthaus 'Zur Rose' mit der Futterkrippe und dem Brunnen davor. Zu dem Anwesen gehörten zahlreiche Ställe, in denen die Pferde untergestellt wurden, die hier gewechselt werden konnten. Später, als die Eisenbahnlinie Würzburg-Stuttgart errichtet war, verlor die Straße über Giebelstadt ihre Bedeutung und die Pferdewechselstation ging ein. Übrig blieb das Gasthaus 'Zur Rose', das im Jahre 1908 von der Familie Schmitt erworben wurde.

An den Festtagen im Jahr wurde in den Tanzsälen in der Rose oder im Ochsen zur Blas- und Streichmusik Polka, Dreher, Walzer, Sechsschritt und Schottisch getanzt. Man sang: 'Bauere-Madle hi, BauereMadle her ... ' oder 'Bauer bind' dein Pudel an'.

In der Mitte schaut im Hintergrund das Walmdach der im Jahre 1799 errichteten jüdischen Synagoge hinter dem Giebel des davorstehenden Hauses hervor.

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