Giebelstadt in alten Ansichten Band 1

Giebelstadt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4853-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

26. Oberlehrer Franz Mantel.

Giebelstadt hatte anfangs keine eigene Schule, später nur eine katholische. Die evangelischen Kinder mußten die Schule in Herehsheim besuchen. Die Jahre 1810-1821 waren gekennzeichnet durch den Streit der Gemeinden Giebelstadt und Herehsheim um die Schule. Die evangelische Schule in Herehsheim besuchten damals nur 14 Kinder aus Herehsheim und 52 aus Giebelstadt. Im Jahre 1823 wurde dieser Streit beendet und es konnte mit dem Bau eines Schulhauses in Giebelstadt (neben der evangelischen Kirche) begonnen werden. Bis zur Fertigstellung dieses Schulhauses im Jahre 1825 wurden 46 katholische, 40 evangelische und 18 isreaelitische Kinder provisorisch im Giebelstädter Rathaus unterrichtet. Bis 1936 bestand eine katholische und evangelische Bekenntnisschule. Ab Januar 1937 wurden dann die beiden Bekenntnisschulen in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Die Errichtung des Flugplatzes und die damit verbundene Bevölkerungszunahme brachten es mit sich, daß die Gemeinde ein neues Schulhaus erstellen mußte (am Sportplatz). Am 4. Januar 1939 konnte der Schulbetrieb im neuen Gebäude aufgenommen werden.

Seit 1908 führte Oberlehrer Franz Mantel, der Vater unseres amtierenden Bürgermeisters Werner Mantel, die katholische Schule. Nach seiner Pensionierung 1948 war Franz Mantel noch viele Jahre als Organist in der katholischen Pfarrei tätig.

Nebenstehendes Bild zeigt Oberlehrer Mantel mit seinen Schülern am Eingang des Schulgebäudes zu Beginn der zwanziger Jahre.

27. Lehrer Rothaupt mit den evangelischen Kindern.

Schon 1821 war der protestantische Lehrer Karl Friedrich Koch von Herchsheim nach Giebelstadt versetzt worden, da die Schulstelle in Herchsheim aufgelöst worden war. Seit dieser Zeit hatte Giebelstadt sowohl eine katholische als auch eine evangelische Bekenntnisschule.

Unser Bild aus den Anfangsjahren des Jahrhunderts zeigt den damaligen evangelischen Lehrer Rothaupt (rechts) mit den evangelischen Kindern und ihrem Pfarrer Gräf (links). Damals herrschte noch die geistliche Schulaufsicht. Der Pfarrer von Rottenbauer war als Lokalschulinspektor für die Giebelstädter evangelische Bekenntnisschule zuständig.

28. Pfarrer Kar! Zeilinger mit Kommunionkindern.

Diese Fotografie zeigt die Kommunionkinder des Geburtsjahrgangs 1917 zusammen mit Pfarrer Karl Zeilinger und Oberlehrer Franz Mantel vor dem Pfarrhaus.

Von 1923 bis 1960 war Karl Zeilinger Seelsorger der Giebelstädter Katholiken, zunächst als Lokalkaplan, ab 1942 als Pfarrervon Giebelstadt.

Zu seinen besonderen Verdiensten zählt der Bau der St.vlosefs-Pfarrkirche, Nach den Plänen von Professor Albert Boßlet wurde der Bau dieser Kirche schon 1938 beschlossen. Der 1939 begonnene Bau mußte jedoch nach Kriegsbeginn eingestellt werden. Erst im Jahre 1951 konnte dann mit dem Bau der Kirche erneut begonnen werden.

An dieser Stelle soll ebenfalls der evangelische Pfarrer Fritz Küfner erwähnt werden, der von 1930 bis 1972 als Pfarrer von Herchsheim auch die Giebelstädter Protestanten mitbetreute.

29. Giebelstädter Bürgermeister: Kilian Keller, Roman Scheckenbach, Kilian Dehner.

Nachdem Giebelstadt 1803 bayerisch geworden war, trat an die Spitze der Gemeinde der Bürgermeister, der auch zeitweise den Titel 'Ortsvorstand' trug, der allerdings in seiner Rechtsstellung sehr eingeschränkt war. Erst die am 1. Januar 1870 in Kraft getretene Gemeindeordnung stattete die Bürgermeister mit mehr Befugnissen aus.

Kilian Keller, Gutsbesitzer in Giebelstadt, war von 1870 bis 1893 Bürgermeister des Marktes Giebelstadt. Obwohl er nur die Volksschule besucht hatte, war er von 1887 bis kurz vor seinem Tod 1908 Mitglied der Kammer der Abgeordneten (Landtag) in Bayern. Von 1890 bis 1893 war er sogar Mitglied des Reichstages.

Ferner war er Mitglied des Bayerischen Landwirtschaftsrates sowie des landwirtschaftlichen Kreisausschusses für Unterfranken. Er war Inhaber des Verdienstordens vom Heiligen Michael und seit 1901 königlicher Ökonomierat.

Roman Scheckenbach war von 1919 bis 1923 Ortsoberhaupt und der stolze Besitzer des ersten Fahrrades in unserem Ort.

Kilian Dehner war von 1923 bis 1934 Ortsoberhaupt. In seiner Amtszeit wurde 1925 das Florian-GeyerFestspiel uraufgeführt.

30. Florian-Geyer-Festspiele.

Auf diesem Bild ist die berühmte Sauf- und Raufszene aus dem Geyerspiel in den zwanziger Jahren zu sehen, in der Jäcklein Rohrbach und Melchior Nonnenmacher im Bauernlager ihren Auftritt haben. Das Bühnenstück 'Florian Geyer' des fränkischen Heimatdichters Nikolaus Fey wurde 1925 vor der Geyerruine in Giebelstadt uraufgeführt und bis 1938 jeweils an Pfingsten gespielt. In den ersten Aufführungsjahren wirkte der Dichter als Darsteller mit.

Hermann Koch und Alois Mahr waren die Initiatoren für den Wiederbeginn der Giebelstädter Geyerspiele. Am 14. Januar 1979 gründeten dreißig Personen die Festspielgerneinschaft 'Florian Geyer e.V.'. Bis zur Premiere am 27. Juli 1980 wurde noch sehr viel Schweiß vergossen. Die Geyerruine wurde restauriert, Kostüme und Requisiten mußten hergestellt werden.

Rund 120 Mitwirkende ließen unter Regie von Franz Lunz, der auch schon 1931 bis 1935 Regie geführt hatte, ein Stück Heimatgeschichte lebendig werden.

1983 übernahm Kurt Hepperlin, gelernter Schauspieler, die Spielleitung. Er überarbeitete das Stück, das nun in sieben Bildern nicht nur die Heimatgeschichte, sondern auch die Heimatsprache auf eigene Weise aufleben läßt. Höhepunkte des Stückes sind die großen Massenszenen (Lager im Taubertal, Rothenburger Hochzeitszug, Sturm aufWeinsberg).

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek