Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6536-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

'Giebelstadt in alten Ansichten Band 2' schließt sich nun an den im Iahre 1989 herausgebrachten Band an.

Der erste Band stellte hauptsächlich eine Fotodokumentation aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts dar und beschrieb die Persönlichkeiten und Ereignisse dieser [ahre. In dem nun vorliegenden Bildband möchte ich die Entwicklung Giebelstadts nach dem Zweiten Weltkrieg aufzeigen und die Persönlichkeiten hervorheben, die die Geschichte Giebelstadts in dieser Zeit mitgeprägt und gestaltet haben.

Selbstverständlich erhebt dieser nun vorliegende Bildband keinenAnspruch aufLückenlosigkeit. Die Bilder von den Nachkriegsjahren sollen noch einmal an die sicherlich nicht leichte und entbehrungsreiche Nachkriegszeit erinnern, die dann in den fünfziger [ahren im Wirtschaftswunder endeten. So war im

[ahr 1955 in der Bundesrepublik Deutschland die Vollbeschäftigung erreicht. Ein Zustand, von dem wir im [ahr 1998 nur träumen können.

Als Quellen standen mündliche Informationen, Zeitungsberichte, Festschriften der Giebelstädter Vereine und das Heft 256 'Informationen zur politischen Bildung' sowie das Buch

, 1 1 0 [ahre Landkreis Ochsenfurt' zur Verfügung.

Mein Dank gilt wiederum denjenigen, die durch die Überlassung ihrer Fotos die Herausgabe dieses Büchleins ermöglichten.

1 Luftaufnahme von Giebelstadt

Dieses Bild zeigt eine Ortsansicht von Giebelstadt in den frühen dreißiger [ahren mit dem Zobel- und Friesenhäuser Schloss im Zentrum und dahinter das evangelische Gotteshaus und die katholische Kirche St. Nikolaus, die an der Stelle stand, wo sich heute die Bäckerei Scheuermann befindet.

Im Vordergrund ist sehr gut der Verlauf der ehemaligen Durchgangsstraße zu erkennen, die im Bereich der heutigen Langen Gasse verlief

Im Iahr 1933 hatte unsere Marktgemeinde 733 Einwohner und nahm durch den Bau des Flugplatzes und der beiden Siedlungen am allgemeinen Aufschwung teil. Anfang der dreißiger

[ahre arbeiteten zwei Drittel der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Etwa fünfzig Personen waren arbeitslos. Der Rest bestand aus einigen Selbständigen und Arbeitern, die in den Steinbrüchen in Kirchheim und Gaubüttelbrunn und in Würzburg beschäftigt waren.

Die Machtergreifung der NSDAP und eine gigantische Aufrüstung, Vergrößerung der Wehrmacht, Einführung des Arbeitsdienstes und eine Staatsverschuldung ohnegleichen ermöglichten diesen Aufschwung.

2 Ostsiedlungimjahre 1937

Dieses Bild zeigt die gerade fertiggestellte Ostsiedlung im Bereich der heutigen Lindenstraße mit dem Friesenhäuser Schloss im Hintergrund. Nachdem die Einwohnerzahl Giebelstadts schon in den [ahren 1935 und 1936 durch den Bau des Flugplatzes auf 1 227 gestiegen war, musste also neuer Wohnraum geschaffen werden. So entstanden die beiden reichseigenen Siedlungen, zunächst die Ostsiedlung (heutige Linden-, Birken- und Gartenstraße) für die Soldaten und ihre Familienangehörigen, 1937 die Westsiedlung (die jetzige Sudeten-, Schlesier-, Bayern- und Raiffeisenstraße), die hauptsächlich von Arbeitern bewohnt war. Im [ahr 1940 war Giebelstadt schließlich auf 2 323 Einwohner angewachsen.

Nach dem Einmarsch der Amerikaner waren die beiden Siedlungen bis 1947 von den Besatzungssoldaten belegt.

Von 1947 bis 1949 wohnten ehemaligen KZ-Häftlinge

(' displaced persons') , meistens [uden, in den Siedlungsgebäuden. 1949 wurden diese Wohnungen wieder freigegeben und mit ausgebombten Würzburgern und Heimatvertriebenen belegt.

Darüberhinaus lebten im [ahre 1951 in den beiden Lagern Casino (heutige Bavaria- Yachtbau, nach dem Krieg zunächst als amerikanisches Offizierscasino errichtet) und Wäldchen (heute Standortverwaltung, im Krieg Kommandogebäude des Flugplatzes) 270 Heimatvertriebene.

1953 wurde das LagerWäldchen aufgelöst und im Iahre 1959 das Lager Casino.

3 Luftbild von Giebelstadt

Dieses Luftbild aus den frühen vierziger [ahren zeigt Giebelstadt mit seinen beiden neuen Siedlungen und der ebenfalls neu entstandenen Schule im Vordergrund.

Die Bevölkerungszunahme brachte es mit sich, dass die Gemeinde ein neues Schulhaus erstellen musste. Die Grundsteinlegung fand am 24. November 1937 statt.

Am 4. [anuar 1939 konnte der Schulbetrieb im neuen Gebäude aufgenommen werden.

4 Ingolstädter Straße

Diese Aufnahme zeigt die Ingolstädter Straße von der B 19 her mit Blick auf die alte katholische Kirche St. Nikolaus.

In der Bildmitte rechts (heutiger Pfarrgarten) ist eine Baracke zu sehen. Diese war eine von drei Baracken, in der bis April 1945 hauptsächlich russische Kriegsgefangene untergebracht waren. In Giebelstadt war auch eine Außenstelle des KZ Flossenbürg. Diese stand unter dem Kommando eines SS-Obersturmbannführers. Wo die Insassen dieses KZ untergebracht waren, konnte ich nicht herausfinden, womöglich auch in dem Lager in der Ingolstädter Straße.

Insgesamt waren dem Konzentrationslager Flossenbürg hundert Außenkommandos unterstellt. Vor allem für kriegswichtige Bauvorhaben wurden ab 1942 in zunehmendem Maße solche zeitweiligen Arbeitskommandos von Flossenbürg eingerichtet. In Giebelstadt waren die Häftlinge mit der Erweiterung der Rollbahn und Ausbesserungsarbeiten beschäftigt.

S Schule am Sportplatz

Nachdem am 22. März 1945 die Schule und das Lehrerwohnhaus durch Bombentreffer beschädigt worden waren, brach das Schulwesen zusammen. Erst am 8. Oktober 1945 wurde der Unterricht in der alten Schule wieder aufgenommen (jetziges evangelisches Gemeindehaus).

Erst ab 1 5. August 1947 waren die vier unteren Klassenzimmer der zerbombten neuen Schule so weit hergerichtet, dass der Schulbetrieb dort wieder aufgenommen werden konnte. Die Schule erhielt jetzt, um Platz für neue Klassenzimmer zu schaffen, ein Walmdach.

Am 1. Oktober 1947 bestand dann eine dreiklassige evangelische und eine fünfklassige katholische Bekenntnisschule. In der evangelischen Schule unterrichteten die Lehrkräfte Tober, Appel und Wolf; in der katholischen Schule die Lehrkräfte Mantel, Beilhack, Tiflo, Lanig, Reuter und Ullmann.

Als dann im [ahre 1986 die Mehrzweckhalle errichtet war, wurde das ehemalige Schulgebäude ebenfalls mit umgebaut und dient heute verschiedenen Giebelstädter Vereinen als Domizil.

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