Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6536-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 2'

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16 Eröffnung derVerkaufsmesse im Iahre 1960

Die zunehmende Mobilität und die Konzentration in Großmärkten und Einkaufszentren brachte es mit sich, dass auch in Giebelstadt zahlreiche Einzelhändler und Handwerker ihren Betrieb einstellen mussten. Die Giebelstädter Ausstellungs- und Verkaufsmesse, die in den fünfziger [ahren so erfolgreich begonnen hatte, fand somit in den sechziger [ahren automatisch ihr Ende.

Ein Ziel der Initiatoren der Giebelstädter Messe war es, Industriebetriebe nach Giebelstadt zu locken. Durch die beiden Flüchtlingslager und Ansiedlung der Heimatvertriebenen in den beiden Siedlungen verlagerte sich der Schwerpunkt der Erwerbslosigkeit im Landkreis Ochsenfurt Anfang der fünfziger [ahre nach Giebelstadt.

Doch alle Bemühungen, Industriebetriebe nach Giebelstadt zu locken waren erfolglos, da niemand bereit war, hierfür den wertvollen Grund und Boden zur Verfügung zu stellen. Nebenstehendes Bild entstand bei der Eröffnung der Giebelstädter Messe im [ahre 1960 und zeigt, von links nach rechts: Die Gattin des damaligen Landrates Frau Remling, Walter Knöppel einer der Hauptinitiatoren und Besitzer eines Radio- und Elektrogeschäftes, Bürgermeister Alfons Maurer, dahinter der damalige stellvertretende Landrat Josef]örg, Alfred Raps, Landrat Karl Remling, Handwerkskammerpräsident Philipp Schrepfer und, halb verdeckt, Pfarrer Oskar Klappenberger.

17 Erster Spatenstich der St.- Iosefs- Kirche

Im Iahre 1951 konnte endlich der Neubau der katholischen Kirche nach den Plänen von Professor Albert Bosslet und Regierungsbaumeister Erwin van Aaken begonnen werden, der die Raumnot der vergangenen [ahre behob.

Vor allen Dingen dem unermüdlichen Einsatz von Pfarrer Karl Zeilinger war es zu verdanken, dass schon 195 1 mit dem Kirchenbau begonnen werden konnte. Die Arbeiten bei der Materialanfuhr und Erdaushub waren von den Einheimischen freiwillig geleistet worden.

Nebenstehendes Bild zeigt Pfarrer Karl Zeilinger mit den beiden Ministranten Friedrich Lang und Herbert Wagenhäuser beim ersten Spatenstich.

Hinter Ptarrer Karl Zeilinger sind zu sehen, von links nach rechts: Hans Kinzinger, Hans Reiter, [ohann Scheuermann, Alois Lang, Sebastian Pickel, Hans Lutz und Hugo Holzmann.

Die beiden ortsansässigen Firmen Lutz und Holzmann sollten den Kirchenbau gemeinsam erstellen. Dazu kam es dann jedoch nicht und der Bau wurde von der Firma JosefWalch, Würzburg, und Hans Lutz, Giebelstadt, durchgeführt.

18 Grundsteinlegung zur neuen Pfarrkirche

Am 15. Juli 1951 fand die Grundsteinlegung zur neuen Pfarrkirche durch Prälat und Generalvikar Prof. Dr. Fuchs statt.

Auf nebenstehendem Bild legt Pfarrer Karl Zeilinger eine Metallkapsel mit folgendem Dokument in den Grundstein ein:

Im jihre des Heils 1951 urn 15. Juli regierte Papst Pius XII die heilige Kirche im 13. jihre seines Pontifikates. Seine Excellem Bischof Julius Döpfner leitete seit dem 11. Oktober 1948 das Bistum Würzburg, die neuerrichtete Pforre: Giebelstadt verwaltete als Pforrer Kurl Zeilinger, der Kirchenverwaltung gehörten an

Kirchenpfleger Johann Scheuermann, Sebastian Pickel, Hans Reiter und Hans Kiminger. Zur Zeit da Dr. Heuss Bundespräsident, Dr. Adenauer Bundeskanzler über das westliche Deutschland, Dr. Ehard Ministerpräsident des Bundesstaates Bayern, Dr. Kiehn Regierungspräsident in Würzburg waren, Landrat Amann dem Kreis Ochsenfurt vorstand,Josef Jörg Bürgermeister von Giebelstadt war, wurde vom hochwürdigsten Herrn Prälaten Prof. Dr. Fuchs, Generalvikar der Diözese Würzburg der Grundstein dieser neuen Kirche gelegt unter Anrufung des Heiligen Joseph, des Hauptpatrons der neuen Kirche und der Nebenpatrone des heiligen Bischofs Nikolaus und des heiligen Oswald.

19 Baustelle der neuen Pfarrkirche

Nach den Plänen von Professor Bosslet wurde die neue Kirche in bodenständigem Bruchsteinmauerwerk erstellt.

Der Kirchenbau sollte durch seine einfache, klare Linien- und Flächenführung bestechen und sich harmonisch in die Naturund Baulandschaft einordnen. Gleichzeitig sollte aber das Gotteshaus auch zum betonten Mittelpunkt des Ortes werden. Die Grundidee von Professor Bosslet bestand darin, neuzeitlich aber nicht modisch zu bauen, ohne Experimente mit betonter

Einfachheit und Klarheit. Bestimmend war vor allem der Gedanke des Hauses Gottes, in dem der Mensch sich in Sicherheit geborgen wissen soll, wo er in der Unruhe und Hast der Zeit stille Zwiesprache mit seinem Schöpfer halten kann. Ebenfalls nach den Plänen von Prof. Bosslet wurden auch die Klosterkirche in Münsterschwarzach und 'Unsere liebe Frau' im Würzburger Frauenland errichtet.

20 Einweihungder St.-Josefs-Kirche

Nachdem der Kirchenbau vollendet war, wurde sie am 23. August 1953 vom Würzburger BischofDr. [ulius Döpfner eingeweiht.

Festlich geschmückt mit Fahnen und Girlanden beging die Gemeinde Giebelstadt die Weihe ihrer neuen Kirche. Bischof Iulius nahm dann unter Anrufung der Heiligen vor dem Hauptportal die Weihe der Kirche vor.

Außer den Altären jedoch fehlte noch die vollständige Innenausstattung, die erst im Laufe der Zeit ergänzt wurde. Die Glocken wurden am 19. Juni 1960 geweiht und danach im Glockenstuhl montiert. Sie tragen die Inschriften: Christkönigsglocke: 'Zu uns komme dein Reich' - Marienglocke: 'Maria mit

dem Kinde lieb uns allen deinen Segen gib' - St.-Josefs-Glocke: 'Unter deinem Schutz möge unser Leben sicher sein' - Engelsglocke: 'Ihr Engel Gottes jubelt dem Herrn.'

Nachdem Pfarrer Karl Zeilinger nun nach seiner 37jährigen Tätigkeit in Giebelstadt sein Lebenswerk - den Kirchenbau vollendet hatte, verließ er Giebelstadt in den Ruhestand. Er hat sich mit dem Bau der neuen Kirche ein bleibendes Andenken gesetzt und war auch wegen seiner großen Verdienste schon vorher zum Giebelstädter Ehrenbürger ernannt worden. Weitere Giebelstädter Ehrenbürger in den fünfziger [ahren waren Oberlehrer Franz Mantel undApotheker Adam Kleinschmitz.

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