Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Giebelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Gaßner
Gemeente
:   Giebelstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6536-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Giebelstadt in alten Ansichten Band 2'

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21 Primiz JosefFischer

Vierzehn Tage nach der Grundsteinlegung feierte dann der aus dem GutshofMax Fischer stammende JosefFischer seine Primiz auf dem Platz, an dem die neue Kirche erstellt werden sollte.

Es war ein strahlender Sommertag und der Neupriester hielt hier in seiner Heimatgemeinde sein erstes Messopfer. Auf nebenstehendem Bild erteilt Josef Fischer gerade den Primizsegen. Nach Kaplan- und pfarrstationen in Schondra und Laufach (Kaplan), Laudenbach (Kuratus), Rottenbauer und Laufach (Pfarrer) verbringt er nun seit einigen [ahren seinen Ruhestand in Giebelstadt und unterstützt den gegenwärtigen Ortspfarrer Heribert Arnold tatkräftig bei den Gottesdiensten in Giebelstadt und Umgebung.

Wegen seiner kritischen und arn Puls der Zeit orientierten Predigten ist er überall ein willkommener und gern gesehener und gehörter Gast.

Auch in späteren [ahren feierten noch drei weitere Giebelstädter in der St.vjosefs-Pfarrkirche ihr erstes Messopfer. Es waren dies im [ahr 1969 Benno von Bundschuh, im [ahr 1984 Dietrich Seidel und im [ahr 1990 der Franziskanerpater Georg Scheuermann.

22 Giebelstädter Blasmusik

Eine besondere Bedeutung im kulturellen und gesellschaftlichen Leben einer Gemeinde kommt der örtlichen Blasmusik zu. Ist es doch ihre besondere Aufgabe, festliche und besinnliche Veranstaltungen mitzugestalten und bei gemeindlichen und kirchlichen Anlässen mitzuwirken.

Darüber hinaus erfüllt sie auch eine wichtige pädagogische Aufgabe; bietet sie doch die Möglichkeit der sinnvollen Freizeitbeschäftigung mit Gleichgesinnten. Im [ahre 1902 wurde die Musikkapelle Giebelstadt gegründet, wobei überwiegend kirchliche Anlässe von der Blasmusik umrahmt wurden: wie Prozessionen an Ostern, Erstkommunion, Bitttage und die Prozessionen an Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und Allerheiligen. Während des Zweiten Weltkrieges ruhten aus verständlichen Gründen die Aktivitäten der Blaskapelle. Die Dirigenten der Blasmusik bis dahin waren: Roman Maurer 1902-1919, Sebastian Pickel1919-1930 undAlfons Maurer 1930-1939. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann dann wieder der Neuaufbau der Kapelle unter der Leitung von Simon Scheller, Dirigent van 1946 bis 1955.

So konnte man 1952 fünfzigjähriges Stifungsfest feiern. Jetzt wurden nicht nur kirchliche Feierlichkeiten umrahmt, sondern man spielte auch Konzertstücke und Tanzmusik und erhielt bei allen Auftritten viel Anerkennung und Beifall.

Nebenstehendes Bild zeigt die Musiker beim Festzug des Auber Sängerfestes im [ahre 1949. Es wirkten mit, von links nach rechts, vordere Reihe: Alfons Maurer, Josef Helmerich und Josef Jörg.

Zweite Reihe: Karl Scheuermann, Alfons Wilhelm und Hans Lutz.

Dritte Reihe: Simon Scheller, Lorenz Lutz, Eduard Klamt und Gerd Scheller.

Dahinter mit Hut: Sebastian Pickel, der damalige Dirigent des Männergesangvereins.

23 DieGiebelstädterMusikkapelleimApril19S6

Als dann im [ahr 1955 der bewährte Dirigent Simon Scheller aus Giebelstadt wegzog, verringerte sich die Zahl der aktiven Musikanten immer weiter, sodass es nur noch möglich war Kirchenmusik und für kleinere Gartenfeste zu spielen. Als dann der neue Dirigent JosefWallenstein (1956-1958) die Kapelle übernahm, kamen wieder zahlreiche junge Musikanten nach, die aber nicht alle allzu lang durchhielten. Die Kirchenmusik konnte jedoch erhalten werden.

N ebenstehendes Bild zeigt die Kapelle im [ahre 1956. Vordere Reihe, von links nach rechts: Ludwig Grund, Richard Scheckenbach, Dieter Reinwald, Hans Scheurer und losef Helmerich.

Hintere Reihe: Heinz Schleier, Peter Dannewitz, Robert Schleier, RudolfRuhl, HerbertWagenhäuser, Ludwig Holzmann, Hermann Koch und Ludwig Weimer.

Erich Dannewitz führte dann die Kapelle zwischen 1960 und 1963, bis es zur Gründung der Blasmusik Giebelstadt-Sulzdorf kam.

Als 1963 nur noch wenige Musikanten für die Gestaltung eines Festkommerses zur Verfügung standen, beschloss man, zur Verstärkung die Musikkameraden aus Sulzdorf einzuladen. Gemeinsam erfolgte dann beim Festkommers des Liederkranzes der erste Auftritt und so beschloss man dann, künftig zusammen zu bleiben.

Auf diese Weise konnte die Musikkapelle Giebelstadt-Sulzdorf im [ahre 1993 ihr dreißigjähriges Jubiläum feiern. Sie hat sich in diesen dreißig [ahren zu einem beachtlichen Klangkörper entwickelt und ist nicht mehr wegzudenken bei den zahlreichen kulturellen und festlichen Veranstaltungen in Giebelstadt und Umgebung.

24 Giebelstädter Marktplatz von Norden her

Die fünfziger [ahre waren auch die Zeit der zunehmenden Motorisierung und wachsenden Automobilindustrie. Überwogen noch zu Beginn der fünfziger [ahre die Motorräder im Straßenverkehr, so wurden diese in zunehmendem Maße von Personenkraftwagen abgelöst.

Zunächst versuchte man mit Kleinwagen wie Goggomobil, Messerschmitt Kabinenroller, Lloyd Alexander, BMW Isetta den deutschen Automobilmarkt zu erobern. Doch setzte sich allen voran der VW Käfer und später Pkw's der verschiedenen Automobilfirmen durch. Ende der fünfziger [ahre war das Motorrad dann ganz aus dem Straßenverkehr verschwunden. Dies lag auch daran, dass sich die Kaufkraft des Arbeitsentgeltes enorm verbesserte. Musste ein Industriearbeiter 1950 für den Kauf einesVW Käfers noch 493 Arbeitsstunden erbringen, konnte er 1959 schon für den Lohn von 1 74 Arbeitsstunden einen Volkswagen kaufen.

Auf diesem Bild schauen wir in den fünfziger [ahre von der Flugplatzstraße über den Marktplatz auf das Friesenhäuser Schloss. Vor dem Friesenhäuser Schloss waren zwei Tankstellen am Straßenrand (Esso und Aral). Man musste einen Klingelknopf drücken, dann kam jemand und man wurde bedient. Zwischen dem alten Rathaus und dem Friesenhäuser Schloss stand damals noch ein Wohnhaus mit der Milchsammelstelle daneben. Die Milch wurde zu dieser Zeit noch mit Handwagen in großen Milchkannen abgeliefert. Diese wurden dann mit einem Lkw in die Molkerei nach Ochsenfurt befördert und dort weiter verarbeitet.

In der Scheune des alten Rathauses befand sich die Auto- und Motorradreparturwerkstatt AdolfVogel.

Links am gepflasterten Weg zur Apotheke war die Bushaltestelle.

2S Ingolstädter Straße in nördlicher Richtung

Hier werfen wir einen Blick in die Ingolstädter Straße, wo sich heute die Parkplätze der Gaststätte Lutz befinden.

An der Ecke zur Nikolaus-Fey-Straße stand damals das sogenannte Hauns Häuschen mit Nebengebäuden. ImAnschluss an den Garten dieses Hauses stand nochmals ein kleines Häuschen, das im Besitz der Familie Güntner war. Man erkennt auf dem Bild den Giebel davon.

Diese Aufnahme wurde nach einem festlichen Gottesdienst gemacht. Das Haus und die Straße sind mit Fahnen geschmückt, möglicherweise zur Fronleichnamsprozession.

Auf dem Kirchplatz (heutiger Pfarrgarten) parkt gerade ein Kleinwagen der Marke Lloyd Alexander.

Der Ortspfarrer wohnte damals noch im alten Pfarrhaus, das neue wurde erst in den sechziger [ahren erbaut.

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